Die letzten Top 10 für das Jahr 2018 stellt euch heut mein Bandkollege von Deep Shining High und Viersaitergroßmeister Manni vor! Beim Durchstöbern seiner 10 Records habe ich auch noch neue Passagen seiner musikalischen Bandbreite feststellen können – Punkrock at it’s best in angenehmer Vielfalt. Werft mal einen Blick auf die 10 Records Worth To Die For von Manni:

1Die Toten Hosen – Ein kleines bisschen Horrorschau

Das erste Mal kam ich mit 11 Jahren in den Genuss der „Hosen“. Sie waren wohl der Einstieg in das was ich heute meine Leidenschaft zu „Punk“ bezeichnen würde. Mir war von vornherein klar, dass hier ein Hosenalbum hineingehört und die Auswahl dazu viel mir nicht leicht. Ich habe eine Weile gebraucht um Ein kleines bisschen Horrorschau als Gesamtkunstwerk zu erkennen. Was sicher daran liegt, dass ich den Film zum Album (oder doch andersherum?!) Clockwork Orange erst viel später gesehen habe. Die einzelnen Lieder sind sicher keine Überflieger (Hier kommt Alex und 1000 gute Gründe mal ausgenommen), jedoch kenne ich kein Konzeptalbum was so tiefgründig und spannend ist und doch so eingängig ist.

2Dritte Wahl – Nimm Drei

Der Einstieg in Punkrock war ja zum Glück nicht bei den Toten Hosen vorbei. Mit 14 kam ich dann so langsam in Kontakt mit den „gängigen“ Deutschpunkbands. Spätestens zu ihrem Konzert in der schon damals viel zu kleinen Kuppelhalle Tharandt hatten mich die drei Rostocker in Ihren Bann gezogen. Direkte Texte, aggressiv, wütend und sicher auch mal ziemlich plakativ. Das war genau wonach ich in der Zeit gesucht habe. Nimm Drei enthält dabei fast alle Dauerbrenner. Mit Rausch, Greif Ein, Auge um Auge seien hier mal nur ein paar genannt.

3The Unseen – State Of Discontent

The Unseen waren dann der Einstieg in das, was bei mir die Letzten 10 Jahre hoch und runter läuft. Scream Out kann man ja wahrscheinlich schon als Hymne der ganzen Nietenpunks da draußen bezeichnen. Für mich ein absoluter Dauerbrenner. Sowohl textlich als auch musikalisch hat das Album nicht an Relevanz verloren. Ich durfte die Band noch einmal 2008 in Leipzig erleben und hoffe, dass sie irgendwann noch einmal den Weg nach Europa finden!

4Breakout – Nothing In Sight

Wenn wir einmal bei The Unseen sind: Breakout aus Paris kommen ziemlich gut an die Jungs aus Boston ran. Mit Nothing In Sight haben sie gezeigt, dass Hardcorepunk in Europa eben doch noch nicht ganz gestorben ist. Uns verbindet mittlerweile eine enge Freundschaft über Bandgrenzen hinaus. Ich staune jedes Mal aufs Neue, wie sie live einfach immer besser und besser werden. Da steckt auf jeden Fall sehr viel Herzblut drin.

5Rancid – And Out Come The Wolves

Was soll man dazu sagen? Ein Klassiker nach dem anderen. Zwar ist And Out Come The Wolves um Einiges poppiger, als das was Rancid vorher so gezeigt haben. Die Hitdichte spricht jedoch für sich und ist sowas von eingängig. Danach ging es von Album zu Album nur noch bergab. Das ändert nichts an dem Meilenstein, den sich Rancid mit diesem Album gesetzt haben. Bisher war es mir leider verwehrt die Band live zu sehen. Ich hoffe das ändert sich bald…

6Monster Squad – Fire The Faith

Monster Squad stehen für mich für ungebändigte Energie. Ähnlich wie bei den Hosen viel mir die Auswahl des besten Albums hier schwer. Gerade Textlich hauen sie mich mit jedem Album von den Socken. Fire The Faith sticht aus allen anderen jedoch noch mehr heraus. Wie kann man ein Album mit dieser Bassline anfangen lassen? Wahnsinn! Das Album ist wütend, schnell, aggressiv… doch gerade die immer wiederkehrenden melodischen Parts machen es abwechslungsreich und einzigartig. Falls ihr mich nochmal nach DEM einen Album „Worth to Die For“ fragt: Fire The Faith wäre ganz vorn dabei!

7The Bronx – III

The Bronx stechen in dieser Liste vielleicht ein bisschen raus. Dieser leichte Stoner-Einschlag gefällt mir richtig gut. Die Band versteht es von jeher mit Akzenten und Betonungen zu spielen. Knifeman und Six Days A Week gehen besonders ins Ohr und tragen wahrscheinlich dazu bei, dass ich dieses Album gewählt haben. The Bronx laufen bei mir meistens als Gute-Laune-Musik und Autofahr-Musik.

8The Clash – s/t

Ebenfalls Gute-Laune-Musik bedeutet für mich The Clash mit ihrem gleichnamigen Debutalbum. Dieser Sound hat mich auch schon sehr zeitig in seinen Bann gezogen. Ich kann mich gut vorstellen wie das damals eingeschlagen haben muss. White Riot und London’s Burning zählen zu meinen Lieblingsliedern aus dieser Zeit. Man muss das Album wirklich mehrmals hören um alle Kleinigkeiten zu hören und zu entdecken. Wahnsinn das dieses Album 40 Jahre alt ist und kein bisschen an Relevanz verloren hat.

9Anti Flag – Die For The Government

Ich habe Anti Flag letzten Sommer nach längerer Pause mal wieder live gesehen. Eine absolute Enttäuschung… Aber was die älteren Alben angeht haben mich Anti Flag absolut in ihren Bann gezogen. Die For The Government steht hier eigentlich nur stellvertretend für alle Alben bis For Blood and Empire. Textlich verstehen Anti Flag schon immer zu überzeugen und sind bis heute stets relevant und nicht in irgendwelchen alten Dogmen hängen geblieben.

10Criminal Mind – Life To Defend

Criminal Mind? Wer? Für mich eine der unterbewerteste Band Europas. Die Jungs aus Bristol in England sind dort schon fleißig unterwegs und haben sich mit so ziemlich jeder alten UK-Band die Bühne geteilt. Life To Defend ist ihr bisher einziges Album und hat mich vor allem live absolut vom Hocker gehauen. Criminal Mind ballern darin ein Brett nach dem anderen ab und zeigen trotzdem Abwechslung. Stilistisch bewegen sie sich vor allem in den UK-Bands der 80er. Die Jungs kommen Ende Januar mit UK Subs auf Tour, was ich nur jedem wärmstens empfehlen kann!

Das klang doch gut oder? Und zu guter Letzt könnt ihr euch hier nochmals von seinen Basskünsten überzeugen! 😉

1 Kommentar

  1. Gute Liste ! Aber dass es nach „And out..“.bei Rancid „nur noch bergab..“ ging ist eine Lüge, haha ! Die beiden darauf folgenden Alben sind Wahnsinn ! Zeige Respekt du Lümmel! 😉

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