Die Zeiten, in denen man die aus Arizona stammende Punk-Formation Authority Zero groß vorstellen musste, liegt schon lange hinter uns, denn gerade durch ihre immense Präsenz auf den Bühnen der Welt haben sie sich von einem Geheimtipp zu einer wahren Perle entwickelt.

Aber nicht nur die Präsenz war hierfür der Ausschlag. Nein, viel mehr ihre Live-Energie, denn der Vierköpfer um Jason DeVore weiß es wie kaum eine andere Band das Publikum einzufangen. Zur Seite steht ihnen dabei stets ihre brachiale Mischung aus klassischen Skate-Punk, Melodycore und Reggae.

Seit ihrer Gründung zu High-School-Zeiten haben sie aber nicht nur unzählige Bühnen gesehen, sondern auch sechs Studioalben veröffentlicht und so manche Umstrukturierung innerhalb der Band hinnehmen müssen. Eine Konstante gab es allerdings immer, während den vergangenen 24 Jahren und zwar die markante Stimme sowie das Songwriting von Sänger Jason. Klar, eine Band macht mehr aus, als eine Person, aber gerade diese Band steht und fällt mit dem Frontman.

- NEWSLETTER -

Aber ich möchte hier ja nicht die Band rezensieren, sondern ihr neuestes Werk Persona Non Grata. Dieses fand etwas überraschend den Weg zu uns, denn ihre letzte Veröffentlichung Broadcasting To The Nations war gerade einmal ein Jahr alt, als ich auf dem Brakrock die frohe Kunde vernahm, dass bereits der Nachfolger eingespielt wurde und zwar mit keinem geringeren als mit Bill Stevenson und Jason Livermore im legendären Blasting Room. In diesem entstand schon so manches Album, was heute als Kulturgut des Punkrocks angesehen wird.

So wird das neuestes Werk von Authority Zero allerdings wohl leider nicht bezeichnet werden, denn Persona Non Grata weist als Grundierung zwar den typischen und so geliebten Zero-Klang auf, weiß in der zweiten Schicht aber nicht voll zu überzeugen.
Das hört sich an dieser Stelle nun negativer an, als es eigentlich gemeint ist, denn für dieses Album spreche eine klare Kaufempfehlung aus, aber es kommt eben einfach nicht an Vorgänger wie 12:34 oder Stories Of Survival heran. Das ist aber auch echt schwer, da diese Latte wirklich kaum zu überspringen ist.

Der Grund für die Tatsache, dass dieses Album eher im Mittelmaß ihrer bisherigen Disco zu verorten ist, ist meines Erachtens nach in der Klangverschiebung zu suchen. Diese gab es bei Authority Zero immer und ein jedes Album hatte seinen eigenen Charakter, aber der Charakter von ihrem neuesten Werk fällt mir einfach zu ruhig aus.

Ja, an manchen Stellen sogar zu rockig und dieses passt einfach nicht zur Band. Die Band ist für mich einfach mehr Pennywise als Rise Against, um mal Soundparallelen zu ziehen.
Das ist aber nur der Durchschnittswert des Albums, denn natürlich enthält es auch die Zero-Energie, die ich so liebe, wie im Song Mush Mouth. Und so bin ich mir sicher, dass dieses Album keinen Abstieg bedeutet, sondern lediglich ein kurzes Flimmern darstellt und so freue ich mich bereits jetzt auf die nächste Veröffentlichung der Jungs.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptierst du die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


Interpret: Authority Zero
Titel: Persona Non Grata
Format: Lim. CD Digipak, Lim. 180g LP, Digital
VÖ: 07.12.2018
Label: Concrete Jungle Records
Spiellänge: 33:55

Tracklist:
1. A Blind Eye
2. Derailed
3. Persona Non Grata
4. Atom Bomb
5. Ah Hell
6. Shake The Ground
7. Mush Mouth
8. The Bright Side
9. Back From The Dead
10. On The Outside
11. Damage Control
12. Right This Way

- Werbung -
– Playlist: Happy Release Day

4 Kommentare

Beitrag kommentieren

Bitte gebe dein Kommentar ein
Bitte gebe dein Name ein