AUTHORITY ZERO im Interview zum neuen Album

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Bereits seit 1994 begeistern Authority Zero mit ihrem markanten Stilmix aus Punk, Surf, Reggae und Melodic-Hardcore und das immer wieder in anderer Weise. Dieses liegt wohl nicht zuletzt an den Besetzungswechseln, mit denen die Band immer wieder zu kämpfen hatten.

Aber zwei Sachen blieben während den ganzen Jahren immer konstant, die Live-Qualitäten der Band und die Stimme von Frontman Jason DeVore. Dieser war es auch, der mich in der letzten Festivalsaison, mit seiner Ankündigung vom neuen Album Persona Non Grata, schier überrumpelte. Grund genug für uns, den Jungs aus Arizona ein paar Fragen zu ihrem siebten Werk zu stellen.

Review ::: Authority Zero – Persona Non Grata

AFL: Ehrlich gesagt war ich etwas überrascht, als ich auf dem Brakrock nebenbei erfahren habe, dass ihr ein neues Album fertig habt. Schließlich ist euer letztes Werk Broadcasting To The Nations gerade einmal eineinhalb Jahre alt.
Hattet ihr nach dem Schreibprozess von Broadcasting To The Nations noch so viel Material über oder habt ihr das alles frisch geschrieben?

Mike: Viele Leute waren überrascht und um ehrlich zu sein, wir waren wir es auch! Aber wir haben eben das Glück, dass wir 4 Songwriter in der Band haben und so wird eigentlich immer neue Musik geschrieben.
Diese Platte ist aus vielen Gründen etwas Besonderes für uns, aber vor allem, weil es eine Teamleistung war.

Jason: Ja, es kam alles ziemlich schnell! Das Broadcasting-Album hat uns motiviert noch mehr Musik zu schreiben und direkt was hinterherzulegen. Alle Songs auf Persona sind somit frisch und neu.

AFL: Ich persönlich finde, dass das neue Album etwas rockiger ausfällt und somit auch radiotauglicher ist. War das so beabsichtigt oder ist das einfach so gekommen?

Mike: Wir schreiben nur Musik, an die wir glauben. Ich bin nicht sicher, ob Absichten damit etwas zu tun haben.

Jason: Das Album ist einfach so entstanden. Wir haben uns nicht vorher überlegt dass dies oder das am Ende so klingen soll, sowas tun wir nie und so sind auch diese Songs einfach so entstanden.

AFL: Broadcasting To The Nations erschien über Bird Attack und nun seid ihr wieder bei Concrete Jungle, über die ihr auch The Tipping Point veröffentlicht habt. Was waren die Gründe für die Rückkehr?

Jason: Wir haben sowohl mit Garrett und Bird Attack als auch mit Concrete Jungle eine echt gute Beziehung und dieses Mal fiel unsere Wahl eben darauf, dass wir das Album in Amerika auf eigene Faust veröffentlichen und im Ausland über Concrete Jungle. Dies ist ja auch unsere erste eigene Veröffentlichung und wir sind sehr zufrieden damit.

Mike: Wir machen da eh immer unser eigenes Ding und die Möglichkeit zu haben mit den unterschiedlichsten guten Leuten zusammen zu arbeiten ist ein großer Teil dessen und dafür sind wir sehr dankbar

AFL: Ihr released Persona Non Grata in Amerika selbst, wie ihr ja auch gerade erst erwähnt habt. War das immer ein Wunsch von euch oder habt ihr vielleicht auch die Labels häufiger gewechselt weil ihr nie 100%ig zufrieden wart und es darum nun selbst in die Hand nehmen wolltet?

Jason: Wir haben uns immer danach gesehnt, eines unserer Alben selbst zu veröffentlichen und dieses Mal fühlte sich einfach nach genau dem richtigen Zeitpunkt an. Im Leben geht es halt auch darum, ein Risiko einzugehen.

Mike: Auf jeden Fall und damit wurde echt ein Traum wahr.

AFL: Jason, du bist ja auch Solo unterwegs. Was schätzt du an den Solopfaden im Gegensatz zum Bandleben?
Kann man auch auf neues Solo-Material hoffen?

Jason: Absolut, mein Team von Freunden und Partnern hat gerade mein kommendes Solo-Album Conviction Volume III:The Road To Clarity zur Pressung gegeben. Es soll am 01. März auf den Markt kommen.
Egal ob Authority Zero oder mein JDV-Projekt, beide sind auf unterschiedliche Art und Weise gleichermaßen belebend – es geht in beiden um die Liebe zur Musik.

AFL: Wie schaut es mit Nebenprojekten von Dan, Michael und Christopher so aus? Was treiben die so neben Authority Zero?

Mike: Nun, wir schreiben ja wie gesagt alle Songs und spielen auch in den verschiedensten Projekten.

Jason: Dalley ist ja noch bei Pulley und The Implants, Mike hat sein Akustik-Programm und Dan macht ja auch weitere Musik und hat sein Schauspiel!

AFL: Was erhofft ihr euch, wenn ihr auf das kommende Jahr mit Authority Zero schaut?

Mike: Eigentlich erwarten wir nie etwas…wir lieben einfach das was wir tun und sind sehr dankbar für die die zuhören.

Jason: Wir alle werden gerade vom neuen Album getrieben und so scheint das angelaufene Jahr ein echt aufregendes zu werden, welches von der neuen Musik und dem Touren bestimmt sein wird.

AFL: Ihr habt das Album wieder im Blasting Room von Bill Stevenson aufgenommen und auch mit ihm produziert. Was schätzt ihr so an der Arbeit mit Bill? Er und sein Blasting Room scheint irgendwie ein Inbegriff für gute Punk-Alben zu sein.

Jason: Das ist echt episch, wir lieben Bill und das ganze Team und genießen wie solide das ganze Team hinter der Arbeit steht. Zudem ist es echt toll in den Räumen des Blasting Rooms leben zu können und dann am nächsten Morgen wieder direkt an die Arbeit zu gehen.

Mike: Bill ist in den letzten zwei Jahren echt ein guter Freund geworden. Dasselbe gilt natürlich auch für die anderen Leuten beim Blasting Room. Wir sind sehr froh, mit ihnen zusammen arbeiten zu dürfen.

AFL: Ihr seid für mich eine der besten Live-Bands überhaupt. Wie schafft ihr es immer wieder so eine Energie von der Bühne ins Publikum zu transportieren?

Mike: Das ist sehr nett von dir! Vielen Dank. Wie gesagt, wir lieben das, was wir tun.

Jason: Sowas hört man echt gerne, danke. Das Publikum ist es aber letztlich, dass bei uns wie ein Vitaminstoß wirkt, damit wir jeden Abend das Ganze geben können.

AFL: Ich habe in einem älteren Interview gelesen, dass ihr für dieses Jahr auch mal ein weiteres Rhythm And Booze Album angedacht hattet. Ist das nur aufgeschoben oder auch aufgehoben?

Mike: Rhythm & Booze 3 ist bereits raus! Und es werden noch einige folgen.
Nicht einfach da mitzuhalten.

AFL: Welches ist für euch die größte Neuentdeckung im Punk in den letzten Jahren?

Mike: Wenn du noch nie was von The Interrupters oder The Flatliners gehört hast, dann solltest du dieses auf jeden Fall tun.

Jason: Höre mal in The Human Project, Templeton Pek und A Vulture Wake rein. Bei Letzterer spielt übrigens unser alter Gitarrist Brandon Landelious mit. Darüber hinaus aber auch noch Leute wie Good Riddance Drummer Sean Sellers, Little Joe von Lagwagon und Chad Price von ALL und Drag The River.

AFL: Ich mag vor allem den Song Damage Control, welches ist euer Lieblingstrack auf dem Album und warum?

Mike: Vielen Dank! Wir haben keinen Lieblingssong, aber ich denke, wir sind uns alle einig, dass dies unser Lieblingsalbum ist.

Jason: Ja, wir lieben sie alle und das straight from the heart!

AFL: Danke für dieses Interview, eure Musik und die unvergesslichen live-Erlebnisse mit euch. Ich hoffe wir sehen uns bald wieder!

Mike: Hab Geduld, wir sehen uns, danke!

Jason: Ich sage auch danke und wir sehen uns im April!

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