Für weitere Veröffentlichungen würde ich mir ein wenig mehr Struktur wünschen, dennoch sind Bad Assumption auf einem echt gutem Weg, sich in der Szene zu etablieren!

So habe ich meine Review für das erste Album Angst von Bad Assumption beendet und nun liegt mir No Excuses vor. Hat es das Trio aus Münster geschafft, mehr Struktur in ihre Musik zu bringen? Finden wir es heraus.

Was mir direkt sehr zusagt, ist das Artwork. Hier beweisen Bad Assumption wieder mal ein gutes Händchen. No Excuses bringt 12 Tracks mit sich und noch immer bewegt sich die Band zwischen wildem (Melodic-)Hardcore, Alternative Rock und Pop-Punk. Noch immer sorgt Dan für laute Gitarre und klaren Gesang. Noch immer brüllt Joel sich die Seele aus dem Leib, während er schonungslos das Fell bearbeitet. Und noch immer sorgt Merten am Bass dafür, dass das Ganze am Ende auch richtig schön fett klingt.

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Fett klingt No Excuses alle mal und überzeugt klanglich ohne jede Zweifel. Gerade mal zwei Jahre von Angst entfernt, ist es beeindruckend, wie sich die Band weiterentwickelt hat. Die fehlende Struktur, die ist nun vorhanden und so zieht sich ein roter Faden durch das Album. Dabei wirkt kein Song als Lückenfüller, ein jeder Einzelne hat seine Berechtigung.

Auch ist die Grenze zwischen den Songs, die ausschließlich von Joel gebrüllt oder von Dan gesungen wird, komplett aufgebrochen worden. Der gemeinsame Gesang steht auf No Excuses im Vordergrund, was das Album ungemein aufwertet. Eine überzeugende Dynamik zwischen laut und leise, wütend und gefühlvoll trägt die Stimmung des gesamten Albums.

Wenn auch No Excuses ein stückweit zugänglicher als der Vorgänger ist, so wurde dennoch der „poppigere“ Teil zurückgeschraubt. Die Struktur spielt hierbei wahrscheinlich die wichtigste Rolle. Wenn Bad Assumption die Hardcore-Sau rauslassen, dann folgen sie immer noch einem roten Faden. Wenn sie leiser werden, dann entfernen sie sich nie zu weit vom Hardcore.

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Auf der einen Seite gibt es Nummern wie Spirit Rise, Loyal Freedom Dogs oder One Last Hope, die einfach nach vorne gehen. Besonders Loyal Freedom Dogs sei hier hervorgehoben. Gerade an diesem Song wird die von mir immer wieder erwähnte gefundene Struktur mehr als deutlich: Die Nummer wechselt sich während der Spielzeit immer wieder ab mit lauten und leisen Passagen, bis sie am Ende in einem Sturm endet.

Und auf der anderen Seite finden sich auf No Excuses deutlich mehr ruhige Nummern als noch auf dem Vorgänger. Diese zerstören aber nicht den Tenor des Albums, sie dienen vielmehr als Atempause und glänzen durch ihre Minimalistik. Nils und What’s Left to Say (Farewell) versprechen Gänsehautmomente.

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Dass Bad Assumption eine politische Band sind, sollte schon beim Vorgängeralbum Angst, aber auch durch das Auftreten der Jungs offensichtlich sein. Mit No Excuses wurde sich erneut klar gegen rechts und für Solidarität und das Klima positioniert.

Ich habe die Band durch Zufall unter einem Post von I Saw Daylight entdeckt. Dort haben die Jungs sowas wie „Gute Fahrt“ geschrieben. Eine gute Fahrt möchte ich Bad Assumption nicht wünschen, weil Fahrten in der Regel doch recht kurz sind. Ich möchte den Jungs eine gute Reise wünschen. Auf dass ihr noch vieles entdeckt, erlebt und viele neue Ufer erreicht!

No Excuses ist bereits erschienen und auf Vinyl und digital auf bandcamp verfügbar. Außerdem spielen Bad Assumption dieses Jahr noch einige weitere Konzerte.

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Tracklist:

01. Spirit Rise
02. Not Giving Up
03. Loyal Freedom Dogs
04. I Hate Myself
05. New Boston
06. Reason Why I Live
07. Nils
08. No Excuses
09. Nautilus
10. Life Like Water
11. One Last Hope
12. What’s Left To Say (Farewell)


Bad Assumption Live 2022

21.10.2022 – Münster, Café Sputnik
28.10.2022 – Gelnhausen (FFM) – Lorbass
29.10.2022 – Wolfsburg – Forsthaus Fallersleben
30.10.2022 – Hamburg – Haekken
18.11.2022 – Berlin, Linse
03.12.2022 – Celle, Buntes Haus
17.12.2022 – Gnarrenburg, Hard Day‘s Night

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