Das Gogol Bordello das mit der Solidaritine ernst meinen, erkennt man schon am Cover. Ein Schiff mit einem Herz in den ukrainischen Farben  inklusive Schleuder mit Stern. Solidaritine ist übrigens ukrainisch für, na klar, Solidarität. Und es ist nicht überraschend, das sich das Album auch der neuen Weltlage anpasst. so dürfen der ukrainische Schriftsteller Serhiy Zhadan  und die Band Kazka auf dem Album als Gäste mitwirken. Letztere dürfen sogar auf zwei Songs ran.

Ein kluger Mann hat mal gesagt, dass der Gypsy Punk der seit 1999 existierenden Band eigentlich nur live richtig knallt, aber dem muss ich nach Anhören des neuesten Albums dann doch vehement widersprechen. Ja, ich gebe zu, die Energie der siebenköpfigen Band transportiert sich im Normalfall nicht auf den Tonträger. Aber dieses Album haut ganz schön rein.

Einige Stargäste sind auf dem Album versammelt, darunter HR, den wohl jeder von den Bad Brains kennt. Dieser wertet das nette Stückchen The Era of the End of Eras dann auch gewaltig auf. Wenn Walter Schreifels schon der Produzent der Scheibe ist, darf er natürlich auch zwei Gitarrenparts beitragen. Mit Blueprint gibt es auch ein Fugazi-Cover. Forces of Victory wiederum ist eine Neubearbeitung eines alten Songs.

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Das Album fällt aufgrund der Umstände deutlich härter aus, als der ansonsten doch eher beschwingte Stil der Band. Der kommt natürlich dennoch durch. Doch hier steht einfach auch mehr Wut im Raum. Es mutet allerdings etwas seltsam an, dass die Songtexte nicht abgedruckt sind.

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Definitiv ein großes und wichtiges Album, ohne Frage. Hat mich sehr bewegt und das schaffen nur wenige Alben.

1. Shot of Solidaritine 04:10
2. Focus Coin 04:32
3. Blueprint 03:01
4. The Era of the End of Eras (ft. H.R.) 04:23
5. I’m Coming Out 03:36
6. Knack For Life 03:04
7. The Great Hunt of Idiot Savant 03:26
8. Take Only What You Can Carry (ft. KAZKA) 02:42
9. My Imaginary Son 03:33
10. Forces of Victory (feat. Serhiy Zhadan and KAZKA) 03:57
11. Fire On Ice Floe 04:50
12. Gut Guidance 03:31
13. Huckleberry Generation 02:10

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Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc. nach dessen Einstellung wechselte er mit Max zu AWAY FROM LIFE.
gogol-bordello-solidaritine-review-2022Ein wichtiges Album.

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