Band ohne Anspruch & Eike Rustikal - Split EP (2020)
Band ohne Anspruch & Eike Rustikal - Split EP (2020)

Und da kommt auch schon wieder die nächste Veröffentlicht aus dem Hause Band ohne Anspruch ins Haus geflattert. Dieses Mal allerdings mit Verstärkung, in Form von einem gewissen Eike Rustikal.
Dieser bezeichnet sich selbst als One-Man-Punkrock-Projekt und veröffentlicht mit diesem Tonträger nun, in einem nicht mehr ganz so pubertären Alter, seine erste EP.
Aber auch wenn er schon ein paar Lenze auf dem Buckel hat, beweist er mit dieser Split nun, dass es nie zu spät für ein Debüt ist und versetzt einen mit seinen Songs zurück in die verquarzten und stinkenden Bandräume unserer Jugend. Dazu aber später mehr.

Denn los geht die EP mit den lustigen Mannen von Band ohne Anspruch, die diese Gelegenheit wohl genutzt haben, um ihre beiden zuletzt digital veröffentlichten Singles #DaGehtNochMehr und Stille N8 auch noch einmal physisch zu veröffentlichen.

Ob dieses nun der Grund war oder einfach nur der, dass sie gerade nichts anderes zu tun hatten, spielt aber überhaupt keine Geige… Hauptsache die Songs sind nun auch nochmal auf CD erhältlich.
Denn ich für meinen Teil habe ich mich bereits bei der Veröffentlichung der beiden Singles gefragt, warum sie diese nicht gleich zusammen gepackt, noch zwei oder drei Songs draufgepackt und dann als Album veröffentlicht haben. Das Zeug dazu haben die Tracks allemal.
Lediglich der Weihnachtssong Stille N8 wird von mir gerne einmal weitergeskippt, was aber auch daran liegt, dass ich diese Melodie einfach nicht mehr hören kann und das Wetter gerade auch nicht wirklich die Stimmung dafür aufkommen lässt.
Das hat aber auch den schönen Nebeneffekt, dass ich öfter in den Genuss der anderen Titel komme, die einmal angehört auch nicht mehr so schnell meine Kopfdauerschleife verlassen.

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Gerade der Titel Alleine sein hatte es mir von Anfang an schwer angetan, auch wenn er in einem etwas nachdenklicherem Gewand daherkommt. Aber auch die Antifa-Hymne #DaGehtNochMehr, die Springer-Presse-Abrechnung AXL, der Duselsong Ich will das Bier nicht oder die frohlockende Ska-Nummer Ficken für den Frieden sind bei mir fest in den Top50 von BoA gesetzt.

Nach dem Durchlauf der bereits bekannten Nummern, gelangt man nun aber zum Debütmaterial von Eike Rustikal, welches sich im ersten Augenblick so anfühlt, als ob man nach einem Herrenhäuser ein Lindener Spezial trinkt.
Der Grund dafür liegt aber nicht an den Songs selbst, denn diese sind wirklich über jeden Zweifel erhaben, sondern an den stimmlichen Qualitäten von BoA-Sänger Olli.
Dieser hat, wahrscheinlich nicht nur aufgrund seiner jahrelangen Hip-Hop-Erfahrung, einfach richtig Luft für die Stimme und ein Timing welches immer auf den Punkt ist. Eike bringt das hingegen einfach nicht mit und so fühle ich mich gerade bei den Songs Helden von früher und Revolution ohne Gewalt oftmals an frühere Zeiten erinnert, in denen man seine Freizeit entweder auf dem Moped oder aber in rauchigen Bandräumen verbracht hat.
Das ist allerdings nicht unbedingt als negativ anzusehen, denn es macht diese Songs auch sehr sympathisch und echt. Kein Glitzer, kein Glamour, einfach echter Punkrock aus dem Proberaum.

Und so öffne ich mir ein Herri und schwelge grinsend in Erinnerungen.

Die Split-EP erscheint am 08. August und ist neben dem Einzelstück auch in einem feinen Corona-Bundle HIER erhältlich. Darüber hinaus erscheint Die reine Eike Rustikal EP am 08. August 2020 auch digital auf allen gängigen Plattformen.

Tracklist:

  1. BoA – #DaGehtNochMehr
  2. BoA – Ficken für den Frieden
  3. BoA – Ich will das Bier nicht
  4. BoA – AXL
  5. BoA – Alleine sein
  6. BoA – Stille N8

 

  1. Eike Rustikal – Zum Glück da
  2. Eike Rustikal – Helden von früher
  3. Eike Rustikal – Der freie Kamerad
  4. Eike Rustikal – Hipstergott
  5. Eike Rustikal – Revolution ohne Gewalt
  6. Eike Rustikal – Rolf Zuckowski
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