Bonn - Glory
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Optimist

Bonn aus Würzburg mit ihrem Album Glory – klingt komisch, in zweierlei Hinsicht. Zumindest beim ersten Anspielen, bei dem man sich denkt, dass ein Konzeptalbum über die berüchtigsten und kultigsten Trivialfiguren des internationalen Leistungssports (bspw. Abdel-Kader Zaaf, Eddie the Eagle oder – ja! – auch Aleister Crowley) mit diesem antreibenden und krächzenden Zwischen-Rock’n-Roll-und-Post-Punk-Klang irgendwie doch garnicht zusammengehen kann. Aber was dem Duo – nur Schlagzeug und Bass – dann gelingt, ist die vollkommene Auflösung von Kategorien. Wer braucht schon Genres, wer braucht schon Konventionen, Erwartungen, Enttäuschungen und Regeln, wenn man auch einfach machen kann, worauf man Bock hat. Und dass Bonn (aus Würzburg) genau das gemacht haben, merkt man ihnen an diesem Debütalbum definitiv an.

Was dabei rauskam ist eine abwechslungsreiche Abenteuerreise. So abwechslungsreich, dass man sich kaum vorstellen kann, dass es sich bei Bonn (aus Würzburg) nur um zwei Musiker und ein paar Gastsänger handelt. Aber so ist es, so steht es hier – schwarz auf weiß. Und so abwechslungsreich, dass man sich nach den knapp 25 Minuten, die die Platte bietet eigentlich schon fragt, ob es das schon war. Schade eigentlich, denn ist es doch gerade der letzte Song Tears of Ecstasy (Let There Be Fog), der nochmal einen schnellen Sprint nach vorne wagt und den Puls in die Höhe treibt. Aber keine Sorge: Bonn (aus Würzburg) haben ihren Leistungszenit noch lange nicht überschritten, ein paar gute Jahre, olympische Goldmedaillen und Drogenskandale sind da sicherlich noch drin. Ich freu mich drauf.

Trackliste:

  1. Shedbreaker
  2. High Ropes
  3. Touch My Skin
  4. Baltoro
  5. Where Eagles Don’t Care
  6. Georgia Pines
  7. Sign Of The Cross
  8. Blue Trout
  9. Tears Of Ecstasy (Let There Be Fog)
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