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Booze & Glory, Death Before Dishonor und weitere am 21. November im JUZ Utopia Saarlouis

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Nach Saarlouis zieht es mich eigentlich recht selten, weil es doch eine etwas längere Fahrt ist und während der Woche, an einem Arbeitstag, noch viel weniger. Aber für Booze & Glory, die schon seit London Skinhead Crew zu meinen Favoriten zählen, tut man gerne so was. Dazu ist das JUZ Utopia Saarlouis auch ein ganz netter Ort zum Verweilen. Das Line-up war auch ok: dreimal Hardcore, einmal Oi! Beides Musikstile, die ich sehr mag.

Last Hope aus Bulgarien hatten die große Ehre den Reigen zu eröffnen. Vermutlich auch die unbekannteste Band des Line-ups, gelang es ihnen doch gut Stimmung zu erzeugen. Pünktlich um 8 gings los. Wie alle drei Bands hatten sie 30 Minuten Zeit. Der PLan war strikt und wurde auch gut eingehalten. Nur B&G hatten eine Viertelstunde mehr. Musikalisch boten sie Old School Hardcore der New Yorker Schule, also sehr metallastig. Schon seit 1995 in der Szene, Split unter anderem mit 25 ta Life und Skinflick zeigen, wo der Hammer hängt. Niemals hätten sie gedacht so weit zu kommen und vor einem Haufen Skins, Punks und Hardcoreler im fernen Saarland zu spielen… Hehe, nein, ernsthaft, sie waren sehr dankbar spielen zu dürfen und zeigten das auch. Als Dank schmückt ihre letzte LP Chain reaction jetzt meinen Plattenschrank.

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Manifestation sind etwa so alt wie Last Hope und klar die Local Heroes des Abends. Ihr NYC-Stil passte natürlich wie die Faust aufs Auge. Zum ersten Mal bewegte sich das Publikum ein bisschen und auch die Texte waren offensichtlich bekannt. Tolle Show der Band.

Death Before Dishonor aus Boston sind natürlich eine Macht. Einer der härtesten Vertreter des Old Schools und der sowieso schon brutalen Bostoner Szene. Da passte es natürlich, dass der Bassist eine Friends Stands United-Käppi trug. Nicht ganz so Boston-like: das Hippie-Outfit des Gitarristen. Yeah, aber so muss das sein, schön durcheinander. Die Jungs ballerten sich durch ihr 30minütiges Set und hinterließen keine Gefangenen. Ein paar Kickboxer waren auch vor Ort, störten aber nicht weiter. Eine Zugabe gabs dann doch noch: Boston Belongs to Me. Bin mir aber nicht sicher, könnte auch das Original gewesen sein, immerhin hab ich ja lauthals mitgesungen und ob jetzt Boston oder England… Egal, toller Auftritt!

Während für HC das Format 30 Minuten schon in Ordnung ist, freute ich mich, dass die Punkhymnen bei Booze & Glory komplett ausgespielt werden konnten. Die Band gab sich auch redlich Mühe, die Erwartungshaltungen der Fans zu erfüllen. Zwar waren ein paar HC-Kids schon abgereist, aber die Bude war dennoch schön voll, vor allem für einen Dienstag. Booze & Glory sind einfach eine fantastische Band mit absolut einzigartigen Singalongs und das wurde auch bei dem Liveauftritt deutlich. Besonders markant: ihre Absage an den Rassismus, den sie auch in ihrem Song Violence & Fear thematisieren (we can’t change the world/but we can change ourselves). So reihte sich Hit an Hit. Die drei größten hatten sie sich selbstredend für den Schluss aufgesparrt: Carry On, London Skinhead Crew und Only Fools Get Caught. Weltklasse in Saarlouis. Jederzeit wieder!

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Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf Blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc (Archivversion: http://archive.iamhavoc.de/) veröffentlicht seine Beiträge aber jetzt hier,

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