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Nuclear Blast

Es ist ja nun noch nicht besonders lange her, da haben Chaver mit ihrem 2019er Album Transference die Hardcore-Landschaften ordentlich aufgeräumt. Umso erfreulicher war es also, als die Band einen neuen Langspieler angekündigt hat. A Cellar Door wird am 10. April 2020 über Injustice Records erscheinen.

Chaver (Bild zur Verfügung gestellt von Band)
Chaver (Bild zur Verfügung gestellt von Band)

Musikalisch geht’s hier ähnlich und doch anders zur Sache wie man es kennt. Chaver haben ja mittlerweile bereits zwei neue Tracks veröffentlicht, in denen man hören kann, dass hier ein anderer Touch als bei Transference vorhanden ist, gerade der letzte Teil kam überraschend. A Cellar Door kommt etwas melancholischer und zeitweise sogar langsamer um die Ecke, dafür aber ebenso groovig und hart, wie der Vorgänger. Bei einem Blick auf die Lyrics merkt man auch, warum diese Stimmung so gut passt.

„Nothing is particular. Nothing matters. Nothing lasts.“

Es geht darum, dass das Leben eben nicht aus Spaß und Freude besteht, sondern um die Sicht des „Lebens als Trauerphase“. Und dieses Konzept hat die Band als äußerst interessantes Experiment ausgearbeitet, denn bei dieser LP gibt es eine Trennung in A- und B-Seite. Auf der A-Seite sind die ersten fünf Songs, welche in gewohnter Manier den Hörer malträtieren und einfach nur richtig gut sind.

An der B-Seite, teilweise schon zu Hören im neuen Musikvideo A Cellar Door, werden sich wahrscheinlich die Meinungen spalten. Hier wurden die fünf Phasen der Trauer, „Ablehnung, Wut, Verhandlung, Depressionen und letztlich (…) Akzeptanz“, sowohl musikalisch, als auch textlich in ein zusammenhängendes Werk zusammengefasst. Diese Musik ist unerwartet anders und passt doch extrem zum Konzept, denn die Einflüsse aus Industrial, (Black-) Metal und Noise erschaffen eine unheimlich fassende Klanglandschaft, die definitiv einzigartig ist!

neues logo (zur Verfügung gestellt durch Band)
Chaver (Bandlogo)

Es ist der Wahnsinn, dass die Jungs ein solches Werk in der kurzen Zeit erschaffen haben, denn in dem einen Jahr seit dem letzten Album haben sie ja auch oft getourt. Auf A Cellar Door klingt aber nichts nach „schnell schnell“. Ich würde sogar behaupten, dass sich Chaver weiterentwickelt haben und ich bin ungemein gespannt, was in Zukunft noch auf uns zu kommt. Zuerst freue ich mich allerdings tierisch darauf, die neuen Stücke auch live erleben zu dürfen.

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