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Cloudburst – Same ::: Review (2019)

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Optimist

Etwas irritiert war ich doch, als mich das Zollamt wegen eines Päkchen aus Indonesien anrief und dachte schon, ich hätte mich wieder mal bei der Glühlampen-Bestellung vertan… Doch nach kurzer Überlegung fiel mir ein, dass ich ja das Album einer indonesischen Band reviewen wollte… Ein Anruf brachte nix, ich musste das Ding vor Ort öffnen. So, nun muss man beim Zoll aber einen Preis angeben. Da mich das Album aber nix gekostet hat, schauten sowohl der Zollbeamte als auch ich traurig aus der Wäsche. Bis mir der Einfall kam, mal kurz im Netz zu recherchieren. Und siehe da, einen Bandcamp-Screenshot später durfte ich das selbstbetitelte Album von Cloudburst dann endlich mitnehmen.

Es handelt sich im Übrigen um das zweite Album der vierköpfigen Band aus Yogyakarta. Harter, unbarmherziger Crust/Grind-Metallic-Hardcore erwartet den geneigten Musikfan, der sich das Teil für günstige 10 US-Dollar als CD über Samstrong Records bestellen kann (oder als Download für sieben ohne Zoll-Experience. Aber Vorsicht: zum Review-Zeitpunkt sind nur noch 31 Exemplare vorhanden.

Um es gleich zu sagen: es lohnt sich durchaus. Zum einen sind mir nicht so wahnsinnig viele indonesische Bands bekannt, zum andern ist der stark Sample-basierte Grind schon ziemlich geil. Die Texte sind englisch, die Produktion hat sicherlich noch Luft nach oben, die Musik dagegen ist wirklich sehr gut und abwechslungsreich. So lockert beispielsweise das kurze akustische Instrumentalstück Oral Staircase (seltsamerweise sind da Lyrics im Booklet abgedruckt) das Album auf, während anschließend das eher doomige Personal Golgotha alles wegwalzt. Anspieltipps sind der Opener Strange Acrobat sowie Eternal Gunfight, das einen Kapitalisten sampelt und zu Wort kommen lässt.

1. Strange Acrobat 03:46
2. Crimson Mask 04:09
3. Tornado 02:44
4. Eternal Gunfight 05:00
5. Oral Staircase 01:23
6. Personal Golgotha 04:12
7. Human Origami 05:36
8. First Cry 02:33
9. Final Cry 03:43

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Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf Blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc (Archivversion: http://archive.iamhavoc.de/) veröffentlicht seine Beiträge aber jetzt hier,

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