Cockroach Clan - Songs About Blunt Knives and Deep Love
Cockroach Clan - Songs About Blunt Knives and Deep Love
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Immer wenn ich vom Zoll komme, habe ich was zu erzählen und komme mit einer guten Platte zurück. So war es schon bei Cloudburst, so ist es auch hier. Zum Glück hatte ich gerade nur eine Band aus Norwegen zu besprechen, so wusste ich wenigstens, wer es war und hab schon mal den Preis rausgesucht. Vor Ort gings dann auch schnell. Tolle Sache aber auch, dass ich die LP vom Cockroach Clan zugesandt bekam. Ich muss allerdings zugeben, das Songs About Blunt Knives and Deep Love schon vorher in meinem Auto rotierte und ich schon vorher also wusste, was für ein Hammer-Album mich erwartete.

Wer Cockroach Clan nicht kennt: Tatsächlich ist das letzte Album Just Say Blow der norwegischen Punkband ziemlich genau 22 Jahre her. Die Band wurde 1994 gegründet, aber vorher hatte sich Sänger Eirik Norheim alias Billy Cockroach aka Messiah einen Platz in der Underground-Historie (oder sollte ich sagen Hysterie?) verdient, denn tatsächlich war er Sänger auf der EP Deathcrush von Mayhem, auf der er Pure Fucking Armageddon einsang. Damit gehörte er zur vermutlich besten Black-Metal-Band aller Zeiten, deren Historie am Besten 1993 mit dem Tod von Euronymous geendet hätte, bevor ein Haufen Schrott aus ihr wurde.

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Aber zurück zum Clan. In den 1990ern veröffentlichte die Band zwei Alben und eine EP. Danach hatte sich die Band nie aufgelöst, spielte aber nur noch gelegentlich Shows. Unter anderem mit Toy Dolls, Discharge und Cock Sparrer. Es ist Produzent Hugo Alvarstein (The Good, the Bad and the Zugly, Raga Rockkers…) zu verdanken, dass dieses Album nun das Licht der Welt erblickte. Er schlug der Band vor, einige alte Hits neu aufzulegen und auf einem Album zu vereinen. Und so geschah es dann auch… Dazu kamen ein paar neue Songs und fertig ist ein Album, dass ziemlich abwechslungsreich klingt. Melodischer Oi! wie wie bei We Have a Bun trifft auf melodisch-tanzbaren Cockroach Fandango. Hardrock-Riffs wie bei Gene’s Got a Bun Too oder Crash Ka-Boom, das außerdem durch seinen melodischen Mittelteil auffällt, trifft auf UK-Punk mit Discharge-ähnlichen Riffs wie bei On An Island (das wiederum schon ein fast verspieltes Solo hat).

Ein super Album! Schön, dass Fysisk Format Cockroach Clan aus der Versenkung geholt haben.

Tracklist

1.Going to Georgia 02:10
2. You Have a Bun 03:04
3. Fantasyland 02:11
4. Three Wishes 02:17
5. On an Island 03:29
6. Crash Ka-Boom 02:10
7. Necktie Party 02:46
8. Facts on The Wall 01:49
9. Gene’s Got a Bun Too 02:46
10. Dit It Again 03:15
11. Believer 02:42
12. Cockroach Fandango 04:29

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Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc. nach dessen Einstellung wechselte er mit Max zu Away from Life.

1 Kommentar

  1. […] Atavistik Death Pose könnten auch aus Schweden oder der Schweiz kommen, sind jedoch tatsächlich aus London. Sie bestehen aus ehemaligen Mitgliedern von Prisa Mata, Hard to Swallow, Cult Syndrome, Slow Plague, Surya, Diagnosis?, Bastard! sowie einer ganzen Reihe anderer Bands. Aks Musikstil geben sie Crust Punk und Hardcore an, aber das was einem entgegendröhnt ballert rein wie alte Hellhammer oder frühe Celtic Frost. Einige Songs, insbesondere der Eröffnungstrack Tropane Alkoids, klingen auch so, als wären sie von Mayhems Deathcrush-MLP (ein guter Zeitpunkt auf Cockroach Clan hinzuweisen, bei denen einer der ersten Mayhem-Sänger seine Finger im Spiel hatte, Review hier). […]

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