Nach einem Demo im Jahr 2015 haben Cold Fury vor wenigen Wochen ihre neue EP mit fünf Songs vorgelegt. Wir nahmen das zum Anlass der Hardcore-Band aus Sulzbach Rosenberg bei Nürnberg ein paar Fragen zu stellen.

Im Grunde geht es in den Texten häufig darum, sich von negativen Einflüssen und Geschehnissen, die das Leben so mit sich bringt, nicht zu sehr beeinflussen zu lassen, sondern immer das Positive in den Dingen zu sehen.

AFL: Servus zusammen! Könnt ihr euch zum Start einmal kurz für alle vorstellen, die Cold Fury bisher noch nicht kennen? Wie setzt ihr euch zusammen, seit wann gibt es euch usw.!

Cold Fure: Hallo! Die Band besteht aus Luke – Gesang, Benni – Gitarre, Ridi – Gitarre, Tobi – Bass und Philipp – Schlagzeug. Wir kommen aus Sulzbach-Rosenberg und machen als Cold Fury seit 2015 zusammen Musik. Wir alle waren bereits in verschiedenen Bands musikalisch aktiv (Emo, Punk, HC, Beatdown).

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Cold Fury
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AFL: Ihr habt erst vor wenigen Wochen eure erste EP veröffentlicht – hattet ihr beim Writing der Songs besondere Bands als Einflüsse?

CF: Da wir alle bereits in unterschiedlichen Bands aktiv waren und auch persönlich Geschmacksausprägungen in verschiedenste Musikrichtungen haben, können wir beim Writing keine konkreten Bands ausmachen, die uns beeinflusst haben. Wir lassen verschiedene Stile einfließen und bewegen uns da zwischen schwerem Oldschool-Gebolze und frischem, schnellem Youth Crew-Geballer. Zwischendrin mischen wir eine Prise Punkrock und Metal-Riffs bei.
Es ist eine Mischung aus allem und vor allem: alles, was Spaß macht.

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AFL:Welche Themen behandelt ihr in den einzelnen Songs auf Cold Fury? Wovon handeln eure Lyrics?

CF: Im Grunde geht es in den Texten häufig darum, sich von negativen Einflüssen und Geschehnissen, die das Leben so mit sich bringt, nicht zu sehr beeinflussen zu lassen, sondern immer das Positive in den Dingen zu sehen. Diese Message ist wichtig, auch für uns selbst. Dabei ist es wichtig, dass man sich klar ist, dass man jeden Tag eine neue Chance bekommt, das Beste aus sich und seinem Tun zu holen. In einem unserer früheren Songs singen wir: Life is rough, but life is beautiful. Das ist die zentrale Message, die sich wie in roter Faden durch die Songs zieht.
Die Songs sind konkret:

  • Bust: Man soll alles, was das Leben bietet, erstmal aufnehmen etwas daraus machen. Und sich vor allem nichts von anderen vorschreiben zu lassen.
  • Do The Right Move: Jeden Tag, den du aufstehst, gibt es neuen Mist auf dieser Welt. Den kann man manchmal nicht beeinflussen, aber du hast es in der Hand, zu entscheiden, ob du weitermachen oder dich davon runterziehen lassen möchtest.
  • Soul Bottom: Jeder Mensch hat schlechte Eigenschaften. Die Art und Weise, wie man mit diesen Eigenschaften umgeht, ist entscheidend für deine Persönlichkeit.
  • Change Your Game: Du kannst mir nichts mehr sagen, ab heute gelten andere Regeln.
  • Close To The Edge: Ich bin durch nichts aufzuhalten und langsamer werde ich auch nicht. Damit hole ich das maximal mögliche aus mir heraus.

AFL: Zwischen eurem Demo und der neuen EP liegen mehr als vier Jahre – wieso hat das Release doch so verhältnismäßig lange gedauert?

Cold Fury – EP 2019

CF: In der Zeit waren 3/5 von uns Studenten, meist in den Endphasen ihres Studiums. Dadurch war es schwierig, einen gleichmäßigen Rhythmus zu finden, dass man sich zusammensetzt. Hinzukamen kurzzeitige Obdachlosigkeit, bis ein neuer Proberaum gefunden war, und ein Besetzungswechsel am Schlagzeug.

AFL: 2020 hat gerade begonnen – was sind eure Pläne, die ihr mit Cold Fury so in diesem Jahr habt? Wahrscheinlich so viel es geht live zocken, oder?

CF: Natürlich wollen wir 2020 viel live spielen. Wir haben Bock, den Leuten unsere Songs zu zeigen und uns auf die Karte zu bringen. Die Leute sollen uns auf dem Radar haben und sehen, dass aus dem Herzen der bayrischen Provinz auch ziemlich geiler Scheiß kommt. Sulzbach Hardcore!

AFL: Wenn ihr einen Wunsch frei hättet: Mit welcher Band würdet ihr gerne einmal eine Tour spielen und wo sollte die Tour stattfinden?

CF: Naja, da er jetzt ein neues Auto bekommen hat – mit dem Wendler im Pickup durch Florida.
Nein – eine Tour durch Europa, Deutschland oder einzelne Bundesländer reicht völlig. Die HC-Szene auf diesem Kontinent ist so reichhaltig, da muss es auch keine besondere Band sein, die uns mitnimmt.

AFL: Welche Bands aus eurer Umgebung sollte man unbedingt auschecken?

CF: Mit Curselife und Stolen Mind sind definitiv zwei Bands aus der Gegend dabei, die man im Hinterkopf behalten sollte. Auch End of Nothing sollte man auf dem Radar haben, wenn man auf schnellen rohen Oldschool-HC steht.
Wer auf Garagenpunk zwischen den Sex Pistols und Rancid steht, sollte Special Gue$t nicht verpassen.
Sieht man von Punk und HC mal ab, sollte man Intended Execution (Slam/Death), Mortal Agony (Death Metal) und Atlantean Kodex (Epic Metal) auschecken.

AFL: Hier noch ein paar Schlagworte, was kommt euch als erstes in den Sinn?

  • JUZ Hängematte: Absolute Punkrock-Schule des Lebens – dort sind wir aufgewachsen. Sulzbach-Rosenberg hat einen 30-jährige Geschichte von Punkbands und beinahe wöchentlich gab es Konzerte, auf denen man sich traf.
  • FC Nürnberg: Is’n Fussballverein, oder? ¯\_(ツ)_/¯
  • Punk-Rock: „Auf alles reimt sich saufen, zum Beispiel auf Bier“ – Schrappmesser
  • Favorite Band: Eiger Nordwand und sein Smashhit „Brenn BRD“.

AFL: Danke für das Interview! Habt ihr noch irgendwas das ihr loswerden möchte oder Abschlussworte?

CF: Behaltet uns im Auge (und im Ohr)! Für 2020 stehen schon ein paar feine Shows an und wir würden gerne noch viel mehr spielen, um uns auf die Karte zu bringen. Wie Slapshot so schön formuliert: „And you’ll see us when we’re there, back on the map”.

Cold Fury 2020 – Sulzbach bleibt asozial.

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