Im Lauf der letzten fünf Jahre hat sich Counterparts aus Hamilton, Ontario, Kanada immer mehr vom Melodic-Hardcore-Geheimtipp zum Spitzenkandidaten gemausert. So waren sie zuletzt stets mit anderen Schwergewichten des Genres, wie beispielsweise Hundredth und den allmächtigen Stick to your Guns auf Tour. Schon das letzte Album Tragedy Will Find Us hat die fünf Kanadier endgültig in die obere Melodic-Hardcore-Liga gewuchtet.

Nun liegt der fünfte Streich vor: You´re Not You Anymore. Ein Titel, der erstmal etwas kryptisch um die Ecke schießt – bahnt sich hier etwa ein musikalischer Kurswechsel an? Mitnichten! Trotz des Abgangs zweier verdienter und wesentlich am Songwriting beteiligter Mitglieder (Drummer Kelly und Gitarrist Jesse verließen vor der Entstehung der Scheibe die Band) wird hier nichts neues versucht, sondern auf alte Stärken und Glanztaten gesetzt, wie Sänger Brendan verrät:

„YNYA is the perfect blend of every record we’ve released prior. I feel like we did a great job at capturing the best parts of Counterparts. Not to sound like a broken record, but these are definitely the coolest songs we’ve ever written. I really do hope you enjoy it. If not, I’m sorry and I guess we’ll try harder next time“  Brendan Murphy

Wenn das erstmal keine Ansage ist! Das nächste Statement setzt die Spielzeit, auf knapp 28 Minuten stehen elf Songs zu Buche; hier ist also keine Zeit für irgendwelches Gedöns!

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Erinnert das Intro der Platte irgendwo entfernt an Parkway Drive auf Deep Blue, so muss man im Chorus des starken Openers Bouquet unweigerlich für einen kurzen Moment an Jesse Barnett von den bereits oben kurz erwähnten Stick To Your Guns denken – wahrlich keine schlechte Referenz. Und auch der weitere Verlauf des Albums lässt wenig Wünsche übrig.

Inzwischen zählen Counterparts längst zu den Bands, die man an ihrem eigenen Stil erkennt. Und auch auf You’re Not You Anymore legen die Herren hier wieder fleißig nach, die Platte beginnt bereits auf einem wahnsinnig hohen Niveau und hält dieses durchweg.

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Auch Brandon, der mittlerweile letztes verbliebenes Gründungsmitglied ist, hat wieder alles in die Waagschale geworfen und liefert hier nicht nur mit seinen Vocals richtig ab; auch die Texte sind definitiv einen Blick wert!

Auch wenn die Ankündigung der Band weit nach oben ging, die Platte selbst tut es definitiv auch und so liefern Counterparts mit Album Nummer fünf eine der bislang stärksten Platten im Jahr 2017!

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AWAY FROM LIFE
2015 als Solo-Projekt gestartet, ist AWAY FROM LIFE heute ein Team aus knapp 20 Freunden, die unterschiedlicher kaum sein könnten, jedoch durch mindestens diese eine Sache vereint sind: Der Leidenschaft für Hardcore-Punk. Diese Subkultur ist für uns kein Trend, sondern eine tiefverwurzelte Lebenseinstellung, etwas, das uns seit Jahren immer und überall begleitet. Hardcore-Punk bedeutet für uns, sich selbst zu entfalten. Dabei ist D.I.Y. für uns nicht nur eine Phrase: Wir probieren Sachen aus, lernen neues dazu und entwickeln uns weiter. Von der Szene für die Szene. Gerade deshalb hat es für uns oberste Prämisse, Personen aus dieser Subkultur zu supporten, die denken wie wir. Sei es Veranstalter, Labels oder Bands, unabhängig ihres Bekanntheitsgrad. Egal ob Hardcore-Kid, Punk, Skinhead oder sonst wer. Wir sind Individuen, einer großen Unity, die völlig zeitlos und ortsunabhängig existiert. AWAY FROM LIFE ist für uns ein Instrument diese Werte zu manifestieren und unser Verständnis für Hardcore-Punk auszuleben. Angefangen als reines Magazin, haben wir über die Jahre unser eigenes Festival, das Stäbruch, etabliert oder jüngst mit Streets auch eine Szeneplattform ins Leben gerufen, die für uns alle genutzt werden kann – genutzt für eine Sache, die uns verdammt wichtig ist: Hardcore-Punk!

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