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WTF Records

Am 03. Juni 2022 ist es endlich soweit: Dagger Threat veröffentlichen drei Jahre nach ihrem Debütalbum ihre zweite LP mit dem Titel Weltschmerz. Nachdem wir darüber bereits eine Review schreiben konnten, durften wir nun ein paar Fragen direkt an die Band stellen.

AWAY FROM LIFE: Hallo Dagger Threat! Vielen Dank vorab, dass Ihr euch die Zeit für mich nehmt. Euer neues Album hat mir verdammt gut gefallen und daher brennt auch die ein oder andere Frage in mir. Stellt euch und eure Band doch zu Beginn einmal kurz vor.

Dagger Threat (Photo by @xverenakrzx)
Dagger Threat (Photo by @xverenakrzx)

Dagger Threat: Moin Simon und AFL Crew und direkt vielen Dank für das Kompliment! Wir sind Dagger Threat aus dem wunderschönen Hamburg. Sascha an den Drums, Nico und Dennis an den Gitarren, Fynn am Bass und ich (Tim) an den Vocals.

AFL: Es ist sicherlich spannend, kurz vor dem Albumrelease zu sein. Aber die letzten Jahre waren ebenfalls sehr zehrend. Wie geht es euch im Moment?

DT: Uns geht es gut! Corona haben wir zum Glück gesundheitlich ganz gut verdaut und wir sind ehrlich sehr froh, dass das Album endlich raus kommt. Wir waren bereits im August 2020 im Studio und die Wartezeit wird immer zäher, je näher das Releasedatum rückt.

 AFL: Dagger Threat ist ja ein Name, der eine gewisse Wirkung hat. Wie seid Ihr generell als Band entstanden und auf den Namen gekommen?

DT: Ca. 2015 haben Sascha, Dennis und ich zusammen in einer Band gespielt. Wir haben uns dazu entschieden etwas Neues zu machen und hatten bereits zwei, drei Songs für die erste Dagger EP geschrieben.
Fynn und Nico kannten wir von den lokalen Shows hier in Hamburg und so war die Formation schnell gefunden.
Der Name ist zufällig an einem Songwritingabend entstanden und spiegelt den harten Stil wider, den wir spielen, finde ich.

„Wir waren prinzipiell nur zuhause und auf der Arbeit, haben funktioniert und die täglichen Nachrichten des Weltgeschehens hagelten auf einen ein. Es gab nichts womit man diese Emotionen loswerden konnte und somit ging all diese angestaute Energie in diese Songs.“

AFL: Eure Musik knallt auch ordentlich – wie würdet Ihr Euren Stil beschreiben? Und was (oder wer) waren die größten Einflüsse dabei?

DT: Das ist im Underground Kontext immer eine sehr spannende Frage, weil Leute gerne in Genre-Schubladen denken, wie meine Erfahrung so gezeigt hat haha. Ich habe unsere Mucke letztens als „Crossover“ bezeichnet, was meiner Meinung nach auch das ist, was wir spielen. Einfach ein wilder Mix aus allen möglichen Genres. Hardcore, Metal, Death-Nu-Metal-Whatever-Core etc. Jemand hat dann kommentiert, dass er bei Crossover „Thrash infused Hardcore“ erwartet hat und das, was er gehört hat, entspricht überhaupt nicht seiner Erwartung. Deshalb ist es immer spannend, wenn wir nach unserem Stil gefragt werden.
Runtergebrochen ist es Metal mit einer Prise Hardcore, Nu Metal und bisschen Industrial Einflüssen drinne.
Einflüsse sind zweifelsohne Bands der 90er-2000er NuMetal Ära wie Deftones, Slipknot, Korn oder auch aktuelle Bands wie Gojira, Left Behind oder Harm’s Way.

AFL: Kommen wir nun zum Album Weltschmerz. Wie kann ich mir den Entstehungsprozess vorstellen? 

Dagger Threat - Weltschmerz (2022)
Dagger Threat – Weltschmerz (2022)

DT: Props gehen an der Stelle raus an unseren Drummer Sascha. Er ist unser Motor und er schafft es, Songideen bzw. fertige Songs wie am Fließband zu liefern. Das Einzige, was dann zusammen noch passiert, ist Feintuning. Ich schreibe Texte zu den Melodien oder Riffs und dann wird das eine dem anderen angepasst oder umgekehrt. So bekommen wir unsere Demos zur Deadline zum Studio fertig. Dann sind wir zum Recorden, wie bei der ersten Platte auch, zu Paras (Level3Entertainment Studio) in den Pott gefahren und dort wird den Songs der letzte Schliff gegeben. Es war diesmal auch wieder eine geile und entspannte Arbeit und wir konnten uns Zeit nehmen, um jeden Track sauber auszuarbeiten und so sind die 11 Tracks auf dem neuen Album entstanden.

 AFL: Welche Gründe bewegten euch persönlich dazu, ein solch aussagekräftiges Werk zu machen bzw. diese Themen zu behandeln? Und warum ist es so „anders“ geworden? Lag es an der Lust, etwas neues auszuprobieren oder passte dies in euren Augen besser zur Thematik?

DT: Es war ganz einfach so, dass sich während der Pandemie und der Lockdowns einiges an Frust, Angst und ein Stück weit auch Verzweiflung breit gemacht hat. Wir waren prinzipiell nur zuhause und auf der Arbeit, haben funktioniert und die täglichen Nachrichten des Weltgeschehens hagelten auf einen ein. Es gab nichts womit man diese Emotionen loswerden konnte und somit ging all diese angestaute Energie in diese Songs.
Wir wollen nicht bewusst „anders“ klingen, es passiert einfach. Wir haben uns schon auf ‚Gestaltzerfall‘ mit diversen Sound- und Gitarreneffekten ausprobiert und diesmal wollten wir das alles eben auf das nächste Level bringen . Es passt wie die Faust aufs Auge zu den emotionalen Themen.

AFL: Nach Gestaltzerfall ist Weltschmerz nicht nur euer zweiter Langspieler; es ist auch das zweite Release über BDHW. Wie seid Ihr zu dem Label gekommen und wie geht es euch mit der Entscheidung? Schließlich habt ihr vorher alles in Eigenregie betrieben, wenn mich nicht alles täuscht.

DT: Wir sind so froh mit Toni jemanden an unserer Seite zu haben, der uns so supportet. Nachdem wir die ersten beiden EPs DIY veröffentlicht haben, wollten wir die erste LP über ein Label veröffentlichen, um einfach mehr Reichweite zu haben. Daher haben wir Toni via Mail unsere Demos geschickt und er hat zum Glück angebissen. Wir verstehen uns richtig gut und die Arbeit mit ihm ist super entspannt.

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AFL: Ihr spielt ja nun auch öfter auf vergleichsweise größeren Konzerten (RTS, Comeback Kid Tour usw.). Ich kann mich noch gut an die Mini-Shows von euch in der Gerber (Weimar) und im AK40 (Suhl) erinnern (die übrigens verdammt fett waren). Habt ihr weiterhin vor, solche Konzerte zu spielen oder fühlt Ihr euch in „größeren Clubs“ oder gar auf Festivals wohler? Schließlich sind 500 tobende Leute ja auch aus Bandperspektive anders als 50, von denen 20 nur mit dem Bier in der Ecke stehen haha.

DT: Gerber ♥. Ja das waren richtig coole Shows! Uns geht es absolut nicht um die Größe der Venues oder wie viele Leute erwartet werden. Die Never Say Die Tour letztes Jahr im Oktober war zum Beispiel eine krasse Erfahrung, aber wir werden jetzt nicht ausschließlich auf solche Shows warten. Wir nehmen alles mit, was kommt!

AFL. Mit dem Thema Zukunft will ich auch zum Ende kommen. Was sind eure Wünsche, was die nahe bzw. ferne Zukunft von Dagger Threat angeht? Wo wollt Ihr hin; was wollt Ihr noch erreichen? Darf auch gerne ein wenig utopisch sein. 🙂

DT: Immer weiter, immer mehr und nach der ellenlangen Pause endlich wieder spielen, spielen, spielen. Was dann kommt, das kommt.

AFL: Ich bedanke mich herzlichst für das Interview. Die letzten Worte gehören euch! Lasst raus, was Ihr noch sagen wollt oder beantwortet eine Frage, die Ihr schon immer einmal beantworten wolltet.

DT: Vielen Dank für das Interview und danke jetzt schon an alle, die sich die bisherigen Singles und Videos reingezogen haben. Wir sind sehr gespannt auf eure Reaktionen zum kompletten Album! Bleibt gesund und wir sehen uns auf der nächsten Show! Much love. Die Daggers

Checkt Dagger Threat auch live aus:

10./11.06.22 Querfurt (Return To Strength Fest)
06.08.22 Bochum (Matrix)*
07.08.22 München (Free & Easy)*
10.08.22 Graz (PPC)*
11.08.22 Bratislava (Fuga)*
05.11.22 Untererthal (Stäbruch Festival)

*Tour mit Comeback Kid, Darkest Hour & Spaced

 

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