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WTF Records

3 Tage. 2 Bühnen. 62 Acts.

Darunter Namen hafte Künstler*innen wie SeeYouSpaceCowboy, Terror, Knocked Loose, Turnstile und Touché Amoré. Stattgefunden hat das Ganze in Manchester im Bowlers Exhibition Center. Hierfür kamen Besucher*innen aus ganz Europa angereist. Quasi das Hardcore-“Malle”/ Somit wurde die Stadt für ein Wochenende zum “Malle” für Hardcore Fans.
Neben Musik gab es auch eine Fotoausstellung mit Zeichnungen, Prints und Fotografie. Direkt in der Nähe konnte man das Skateboard raus holen und eine Ramp nutzen. In der Skating Area hat sogar spontan ein Act gespielt, womit es 63 Acts wären.

Knocked Loose © Nat Woods

Food. Drinks. Merch.

Auch die Konsum Area genannt. Alle carnivore hatten hier aber Pech, denn die Essensstände waren ausschließlich vegan! Nicht nur, dass alles vegan war, es gab auch eine große Auswahl von klassischem Seitan-Döner bis authentisch äthiopischem Essen. Preislich alles einem Festival entsprechend, also nicht besonders günstig. Die nicht alkoholischen Getränke hingegen waren sehr fair und auch ein Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser wurde gelegt.
Besonders beim Merch wurde ordentlich zugeschlagen. Das Merch vom Outbreak selbst war nach dem ersten Tag ausverkauft und die Bands hatten Probleme mit der kaufwütigen Meute mitzukommen. Auch die Essensstände haben die Besucher*innen leer gekauft, weswegen alle an den weiteren beiden Tagen ihr eigenes Essen mit auf das Festivalgelände mitnehmen durften.

LINE-UP

Big Cheese © Ed Mason

Das Booking vom Outbreak Fest hat außerordentlich gute Arbeit geleistet. Die Heads waren richtig gut und differenziert ausgewählt, wodurch an jedem Tag eine unterschiedliche Stimmung herrschte.
Außerdem war dieses Line Up eins der diversesten Hardcore Line Ups, was ich je gesehen habe. Viele FLINTA* und Bi*PoC standen sowohl auf als auch vor der Bühne. Genauso divers war auch das Team im Backstage. Für mich war das der Unterschied zu anderen Festivals der bewirkt, dass ich mich wirklich wohl fühle.

Tag 1: “Let’s fucking Go”

Despize © Laura Keimel

Der erste und auch der härteste Tag: Year Of The Knife haben stark eröffnet und nochmal stärker hat Knocked Loose den Tag geschlossen. Die Besucher*innen haben seit Minute 1 die Bühne okkupiert und unnachlässig Pit um Pit gestartet. Besonders Despize hat die zweite Bühne zerlegt! Und auf der ersten Bühne hat Incendiary die Halle bis zum Anschlag durch ihren tighten Sound die Halle gefüllt. Natürlich bleiben da nicht alle Knochen beisammen, weswegen an diesem Tag viele die Halle mit blauen Augen oder offenen Cuts verlassen haben. Terror hat die Stimmung des Tages in einem Satz gut zusammen gefasst:

This Show is not for me. It is for you.

Tag 2: “Don’t invade the stage”

Turnstile © Nat Woods

Neuer Tag, neues Line Up, dieselben Leute. Am Samstag werden die backdrops schicker und politischer. Mit klaren Messages, wie “we all hate our governments” und Statements zur Marginalisierung von Bi*PoCs und FLINTA* Personen von Mannequin Pussy, wird dieser Tag begangen. Auch die Roe vs. Wade Entscheidung und die Kriminalisierung von sicheren Schwangerschaftsabbrüchen wird auf der Bühne klar kritisiert.
Mit Higher Power und Drug Church werden die Fans auch ermutigt sich vollkommen auszuleben und die Bühne für sich einzunehmen. Besonders stark fand ich, dass auch Personen, die noch nie vorher gestagedived haben bestärkt und Raum gegeben wurde.
Mit Movements und Basement wurde nochmal besonders geschrien und Emotionen Raum gelassen. Der krönende Abschluss durch Turnstile hat den gesamten Tag abgerundet und wirklich alle haben gemeinsam gefeiert und einfach eine gute Zeit gehabt.

Tag 3: “Women, inter, non-binary, trans, agender people to the front!”

Witch Fever © Nat Woods

Unser Sonntag fand tatsächlich mehr vor der second stage statt. Dort fanden sich einige Bands zusammen, die den Raum für mich zu einem safer space gemacht haben. Nekra und Witch Fever sind fordernd und betonen auf und vor der Bühne, dass FLINTA* sich den Raum nehmen sollen, den sie verdienen, wodurch sich einige bekräftigt und sicherer gefühlt haben.

Wishing for a world where everyone feels safe – Nekra

Das Line Up an diesem Tag hatte eine breite Auswahl von Pop-Punk bis Black Metal. Beim Finale von Touché Amoré wurde letztendlich allen Gefühlen Raum gelassen. Neben mir haben Fans gemeinsam geweint und sich in den Armen gelegen. So ein gemeinschaftliches und bestärkendes Gefühl habe ich schon lange nicht mehr erleben dürfen.

FAZIT

Das Outbreak Team hat abgesehen von einer kleinen Miskalkulation bei den Essensstände wirklich ein unfassbar tolles Festival auf die Beine gestellt. Das Line-Up war sowohl divers was die Menschen auf den Bühnen anbelangt als auch in den Genre-Ausrichtungen.
Wir sind dankbar Teil davon gewesen zu sein und freuen uns schon jetzt auf ein nächstes Mal!

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