Die Beatdown Band Enemy Mind aus Pittsburgh (USA) ist bereits seit 2007 gemeinsam unterwegs und konnte seitdem ein selbstbetiteltes Album (2013) und eine Split-EP veröffentlichen. Nachdem sich die Band nach ihrem Debütalbum kurzzeitig aufgelöst hatte, erscheint nun mit „No Safe Place“ ein neues Album, die gleich einmal dem Beatdown schlechthin, Beatdown Hardwear, Anfang Februar erscheinen wird.

Wir hatten Enemy Mind Gitarrist Andy Kichi zu der neuen Album und der Pläne der Band im Interview.

Interview mit Andy von Enemy Mind

Ich denke, dass Violent Dancing mittlerweile einfach zum Genre dazu gehört

AFL: Hey Andy wie geht’s? Am 03. Februar (CD, digital) bzw. 17. März (Vinyl) werdet ihr eure neue EP „NO SAFE PLACE“ veröffentlichen. Eure erste Veröffentlichung seit mehreren Jahren. Warum hat es so lang gedauert ein neues Release rauszuhauen?

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Wir hatten uns für eine kurze Zeit aufgelöst und haben keine Shows gespielt und auch nicht wirklich an neuen Material gearbeitet. Als Mike und ich vor ein paar Jahren den Entschluss fassten ENEMY MIND wieder zu starten, haben wir gleich auch wieder begonnen neue Musik zu schreiben. Seitdem wir alle feste Jobs und Familie haben dauert es einfach alles ein wenig länger als noch früher.

AFL: Gibt es zu dem Titel „NO SAFE PLACE“ eine tiefere Bedeutung? Ich persönlich verbinde damit das Problem vom sogenannten „Violent Dancing“ auf Beatdown Konzerten. Wie sieht du „Violent Dancing“ und das Leute das Risiko in Kauf nehmen andere auf einer Show zu verletzen?

Wir hatten schon vor einiger Zeit ein paar Ideen zu dem Album. Wir wollten die Platte erst „No Lives Matter“ nennen, aber wir dachten, dass sich bei dem Titel vielleicht einige Menschen verletzt fühlen würden. Der Titel „No Safe Place“ ist da vielleicht ein wenig sanfter ausgedrückt. Zu den Violent Dancing denke ich einfach, dass es mittlerweile dazugehört. Es kommt eine neue Generation von Kids zu den Shows, die das jetzt einfach so fortführt, was sich nach und nach eingebürgert hat. Es ist einfach mittlerweile Teil des Genres, dass wir spielen.

AFL: Welche Themen behandelt ihr den so auf euren neuen Album und woher habt ihr die Inspiration für die Songs gezogen?

Mike ist bis auf „Word To God“ für alle Texte auf „NO SAFE PLACE“ zuständig gewesen. „Word To God“ wurde von Jim Beach von TOMORROW’S VICTIM und PYREXIA geschrieben. Das Album dreht sich für mich über die gesamte Hoffnungslosigkeit im Leben. Vom Gefühl her geht die Platte allgemein eher Richtung Death Metal, was schon immer irgendwie zu ENEMDY MIND dazugehörte. Wir sind mit Einflüsse wie beispielsweise CANNIBAL CORPSE, DEICIDE und solchen Sachen groß geworden.

AFL: Wie unterscheidet sich „NO SAFE PLACE“ den sonst deiner Meinung nach von euren früheren Veröffentlichungen? Was kann der Hörer erwarten?

Das Album ist wesentlich technischer und “Metal”-getrieben. „NO SAFE PLACE“ unterscheidet sich zu unseren früheren Releases enorm! Ich versuchte auf dem Album ein „intelligenteren“ Stil als die gewöhnliche Beatdown Musik zu schreiben.  Die Hörer können einige groovige Teile erwarten, die mit einer brutalen Stimme aus den Boxen strömen.

AFL: Welche Bands zählt ihr den zu euren Einflüssen und wie würdest du ENEMY MIND beschreiben?

Ich persönlich mag, wie gesagt, sehr viele Death Metal Bands. Bands wie Deicide, Cannibal Corpse, Decapitated und Obituary. Wir in der Band haben aber alle verschiedene Einflüsse. Mike hört mehr Hip-Hop und Slam. Den Einfluss an Hip-Hop hört man hier und da auch auf unserem neuen Album und spiegelt sich auch im Gesang wieder. Unsere Musik ist für mich sehr schwer zu beschrieben. Irgendwo zwischen Beatdown und Death Metal würde ich sagen!

AFL: “NO SAFE PLACE” ist die erste ENEMDY MIND Veröffentlichung auf BDHW Records. Wie kam der Kontakt zwischen euch und dem Label?

Unser Sänger Mike war mit Toni von BDHW in Kontakt und er erwähnte, dass wir mit ENEMY MIND eine neue Platte in den Startlöchern hatten. Toni zeigte sich gleich interessiert es zu veröffentlichen. Der Rest ist Geschichte. BDHW passt perfekt zu uns!

AFL: Welche Pläne habt ihr nachdem das neue Album raus ist? Vielleicht eine Europatour?

Wir würden liebend gerne nach Europa kommen. Vielleicht, wenn BDHW einmal ein Fest schmeißt, können wir um den Termin herum eine kleine Tour spielen. Es gibt in Europa eine ganze Menge Bands mit denen wir gerne einmal zusammenspielen würden!

AFL: Wen ihr euch aussuchen könntet, mit welche Band ihr denn einmal auf Tour gehen könntet, welche Band würdet ihr wählen und wo sollte die Tour dann stattfinden?

Puh schwierig! Vielleicht DYING FETUS. Ich denke wir würden musikalisch ganz gut passen. Sie haben genau wie wir einige groovigere Teile und sind auch stark „Death Metal“-orientiert.

AFL: Was sind denn momentan deine fünf Lieblingsalben?

Ich höre gerade Riitiir, Dying Fetus – Reign Supreme, Death – Spiritual Healing, Bloodbath – The Fathomless Mastery, and Ihsahn – Arktis.

AFL: Danke für das Interview! Hast du noch etwas, dass du hinzufügen möchtest?

Nichts zu danken! Gerne! Ich möchte nur jeden denken, der uns bisher unterstütz hat. Wir hoffen ihr steht auch auf die Sachen, die wir in Zukunft machen.

Enemy Mind – No Safe Place ::: Review (2017)


Band: Enemy Mind
Titel: No Safe Place
Label: Beatdown Hardwear
Format: Album
Release: 03. Februar 2017
Tracklist:

01.The Ending
02.Giving Up
03.Just Gets Worst
04.Unlearn Purpose
05.Word To God
06.The Weight of Guilt
07.Dead Wrong
08.Cross the Line
09.The Time That Passed

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