Bereits am 22.Februar erschien das neue und inzwischen fünfte Album der Audiolith-Schützlinge Frittenbude. Zur Review auf meinem Schreibtisch ist Rote Sonne leider erst jetzt gelandet – daher erstmal Sorry für die Verspätung. 

Weder Audiolith noch Frittenbude sind für PunkRock, wie wir ihn lieben, bekannt. Dennoch habe ich bei der Review-Anfrage ziemlich laut hier geschrien. Warum? Weil Frittenbude unvergessliche Erinnerungen hervorrufen. Die Wahlberliner kommen quasi aus meiner Gegend – also Niederbayern. Als ich mich von meinen Freunden, die irgendwann beschlossen haben elektronische Musik zu mögen, angefangen habe zu distanzieren, führten uns Frittenbude dann doch wieder gemeinsam in den Club. Das war tatsächlich noch zu Zeiten ihres Hits Mindestens in Tausend Jahren – und das ist schon ein ganzes Weilchen her. War aber auf jeden Fall ’ne gute Zeit! Seitdem habe ich Frittenbude allerdings kaum mehr verfolgt, umso mehr freut es mich, heute wieder von der 2006 gegründeten Band aus meiner Heimat zu hören. 

Frittenbude (Pressefoto von Bastian Bochinski)

Okay, mit elektronischem Sound kann ich leider immer noch nichts anfangen – Frittenbude klingt aber auf jeden Fall wesentlich besser als das, was man sonst oft unfreiwillig zu hören bekommt. Rote Sonne weist kaum in den Ohren schmerzenden Störgeräusche auf und ist eigentlich ganz angenehm zu hören. 

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Das Tempo ist insgesamt relativ langsam, der Beat aber immer schön geschmeidig. Schon mit dem Opener Kill Kill Kill fühle ich mich in meine frühe Jugend zurückversetzt – Frittenbude sind sich also nach all den Jahren treu geblieben! Während Süchtig dank dezenten Blasinstrumenten ein freudiges Gefühl von lauwarmen Sommernächten weckt, färbt sich mit Alles was wir nicht tun der Himmel melancholisch grau. Mit Kanister wird es dann aber auch noch mal ein bisschen aggressiver. Dem schließt sich auch der Song mit Ohrwurmpotential Die Dunkelheit darf niemals siegen an. Hier wirkt übrigens Love A Sänger Jörg Mechenbier mit.

Da mir diese Art von Musik – sei es nun Electronic, Rap oder auch Electropunk – kaum bekannt ist, kann ich keinen Vergleich ziehen zu anderen Bands dieses Genres. Stattdessen hier lieber die große Gemeinsamkeit zum Punk: Frittenbude zeigen klare Kante gegen Rechts!

Alles in Allem muss ich leider sagen, dass mir das Genre nach wie vor nicht (mehr) gefällt – daran werden auch Frittenbude nichts ändern können. Objektiv betrachtet ist es allerdings sicherlich ein gutes Album, welches Fans der Band gefallen dürfte!

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