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Nuclear Blast

Im Jahre 1996 veröffentlichten Goldfinger ihr gleichnamiges Debütalbum, welches seinerzeit einschlug wie eine Bombe. Denn ihre Mischung aus Ska und Punkrock traf damals genau den Geschmack der pubertierenden Jugend und erreichte seinen Höhepunkt wohl  mit dem 2000er Album „Stomping Ground“.

Von da an wurde es aber etwas ruhiger um die Jungs aus Los Angeles und anstatt ihres Dauerbrenners „99 Red Balloons“ lief eher Linkin Park o.ä. auf den 18ten Geburtstagen in der Republik.

 

Dieses war aber kein Grund für die Band die Gitarre ins obligatorische Kornfeld zu schmeißen und so veröffentlichten sie in der Folge noch zwei Live-Alben und drei Studioalben, wovon das letzte den Titel „Hello Destiny“ trug und 2008 erschien.
Seitdem wurde es jedoch entgültig still um Goldfinger, was wohl auch daran lag, dass sich die Band langsam zu einem Ein-Mann-Projekt von Sänger und Gitarrist John Feldmann weiter entwickelte.
Und dieser hatte in den vergangenen Jahren wirklich alle Hände voll zu tun, denn als Songschreiber und Produzent arbeitete er u.a. für Blink182, Good Charlotte, The Used, Papa Roach, All Time Low und Stick To Your Guns…um nur einige zu nennen.

Dieses wurde ihm nun auf Dauer aber wohl zu Langweilig, so dass er auch mal wieder ein paar Songs für Goldinger schrieb und sich Mike Herrera von MxPx, Travis Barker von Blink182 und Phil Sneed von Story Of The Year ins Studio einlud, um dort 13 Nummern fürs neue Goldfinger Album „The Knife“ aufzunehmen!

Treffender könnte der Titel für mich wohl nicht sein, denn dieses Album wandelte für mich nach dem ersten hören definitiv auf Messersschneide. Einerseits versank ich in 90er-Nostalgie und zum anderen empfand ich das Album als viel zu poppig und zu kitschig.
Doch wie dem konzentrierten Leser bereits aufgefallen sein sollte, sprach ich bis eben in der Vergangenheitsform. Denn nach mehrmaligen Durchläufen hat sich meine Meinung nun doch etwas gewandelt.

Klar, die Nostalgie und die Erinnerungen an durchgemachte Nächte am Badesee bleiben, aber Lieder wie der Opener „A Million Miles“ zünden nun auf anhieb und flackern nicht nur leicht im Wind wie beim ersten Hören.
Auch anschließend wird das Feuer stetig mit abwechselungsreichen Nummern geschürt. So zeigen Goldfinger mit „Tijuana Sunrise“, dass sie nicht nur Ska sondern auch Reggae können und mit „Get What I Need“ präsentieren sie uns Tempoversätze und Melodiengerüste die einfach nur Spaß machen.
Auch Nummern wie „Who´s Laughing Now“ und „Say It Out Loud“ sitzen und werden jedem Freund dieses Genres illustre Stunden bereiten.

So präsentieren uns Goldfinger ein mehr als gelungenes Comeback…und auch wenn die musikalische Nähe zu Blink182 nicht wegzudiskutieren ist, stört mich dieses überhaupt nicht.
Es wäre ja auch seltsam wenn sie auf einmal nach Napalm Death klingen würden, denn schließlich maltretiert hier ja der Travis von Blink die Trommelfelle und Herr Feldmann ist bei eben diesen ja nicht nur als Produzent, sondern auch als Co-Writer aufgetreten.

Man darf sich hier auf ein fast schon zu professionelles Ska-Pop-Punk Album freuen, welches meiner Meinung nach Blink ungefragt die Butter vom Brot nimmt!

 


Interpret: Goldfinger
Titel: The Knife
VÖ: 21.07.17
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Tracklist:
1. A Million Miles
2. Get What I Need
3. Am I Deaf
4. Tijuana Sunrise
5. Put The Knife Away
6. Don’t Let Me Go
7. Beacon
8. Who’s Laughing Now
9. Say It Out Loud
10. Orthodontist Girl
11. See You Around
12. Liftoff
13. Milla

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Ich beginne mal nicht mit meinem Namen, sondern mit dem was mich ausmacht: Ich bin ein Weltenbürger, welcher es liebt seine Gedanken und Emotionen in guten handgemachten Klängen zu verlieren und genauso wieder herauszubefördern. Oder um es einmal schlicht und einfach mit den Worten eines guten Freundes zu beschreiben: I LIVE ON A BIG ROCK - CALLED PUNK-ROCK

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