Grillijono K.O. – Napalmia Korville ::: Review (2021)

Das Debutalbum der finnischen Turborocker schießt Napalm in die Ohren und mischt Einflüsse von Kvelertak und Hellacopters dazu.

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Grillijono K.O. (Albumcover)
Grillijono K.O. – Napalmia korville (2021)

Grillijono K.O., was das wohl bedeutet war so mein erster Gedanke als ich auf die Band gestossen bin. Der Name der finnischen Truppe meint soviel wie Knockout an der Snackbar. Der Sänger Lobo-Tommi erklärte mir den Namen als Metapher für ihre Musik und als satirische Stellungnahme zu Idiotie und betrunkenem Verhalten. Das Thema zieht sich nach seiner Aussage auch durchs Album hinweg.

2015 erschien bereits Nyrkkipyykki EP mit drei Songs der vier aus Vaasa, Finnland. Die Single Ei oo sun oma vika että oot niin vitun tyhmä schlug dort ein wie eine Bombe und wurde ein regelrechter Punk Rock Hit. Nach dem großen Erfolg wird nun das Debutalbum Napalmia korville am 26. März 20 bei Inverse Records und Secret Entertainment veröffentlicht.

Turborock beeinflusst von Kvelertak und Hellacopters

Ihre Musik beschreiben sie als Turborock, inspiriert von Hellacopters, Gluecifer, Slayer und Kvelertak. Diese Einflüsse hört man auf der Scheibe definitiv heraus. Denn Elemente aus schnellem Punk Rock, Black Metal und sogar melodische Pop Anleihen verfeinern den Turbo Sound. Deutlich geprägt von den harten, energischen und prägnanten Vocals. Ebenso harmonieren alle zehn Songs im Gesamtbild und sind doch so abwechslungsreich. Und gemeinsam haben sie alle, dass sie von kurzen und raffinierten Soli durchzogen sind.

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Grillijono K.O. (Pressefoto)
Grillijono K.O. (Pressebild)

Vor dem Album erschien 2020 als Vorgeschmack bereits die Single Mä oon sun koira. Der Song wechselt von schwungvoll melodiös mit geträllertem Begleitgesang in ein musikalisch nahezu dramatisches Setting. Im ebenfalls veröffentlichten Musikvideo erklärt sich auch warum. Es geht um verdrehte Beziehungen, sich aufgeben in Loyalität, wie ein Hund dem Herrchen gegenüber. Und am Ende gibt der Loyale seine eigene Identität auf. Verpackt haben sie das Thema in ein lustiges und trashiges Video, inspiriert von Monty Pythons Holy Grail und alten Horror Schockern. Die Jungs nehmen sich selbst nicht so ernst und das macht sie so wahnsinnig sympathisch.

Geschichten verpackt in melodiöses Gewand

Die Songs erzählen Geschichten, das lassen die eingestreuten Sprechgesang Parts vermuten. Wie auch in Marinaadien hautaan, das sehr eingängig melodisch daher kommt. Dank catchy Refrain hat das Stück echten Ohrwurmcharakter. Mitreißend finde ich auch Hävittäjä wegen der intensiven melodischen Gitarrenriffs und Singalong Parts – mal gesungen, geschrien, gesprochen – durch diesen Mix wird der Song so genial.

Die noch junge Band hat in den letzten Jahren in Finnland viele Shows gespielt und genießt dort einen hervorragenden Ruf als enerergiegeladene und mitreißende Liveband. Lasst es Euch nicht entgehen, wenn Lobo-Tommi, Rahina-Rautiainen, Lars von Clier und Bräd Wursti auch irgendwann zu uns auf Tour kommen.

Finnisch passt perfekt zum Sound

Napalmia korville ist ein punkiges Turborock Album auf überraschend hohem Niveau, macht richtig Spaß und die finnische Sprache passt zu den kraftvoll herausgeschrienen und rauen Vocals.

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Tracklist

  1. Ihmismadon viimeinen pala
  2. Fuck Me Up Before You Go-Go
  3. Mä oon sun koira
  4. Marinaadien hautaan
  5. Hävittäjä
  6. Koti, uskonto ja ilmainen ämpäri
  7. Denimsoturi
  8. Bill Hicks
  9. Grillijono K.O.
  10. Kuluta mut loppuun
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