Es war einmal ein lauer Tag im Mai 2015. Ich freue mich endlich wieder auf eine coole Hardcore Show in Nürnberg, die vierte Edition der (leider mittlerweile eingeschlafenen) True Spirit Tour stand auf dem Programm. Neben den Headlinern No Turning Back und A Traitor Like Judas waren noch Eisberg dabei. Und eben noch dieser – zumindest mir – unbekannte Opener aus den Niederlanden. Hawser!

Ich will gar nicht weiter groß auf diesen Abend eingehen, sie waren aber damals schon krass und dem „Opener-Status“ eigentlich schon entwachsen. Ihre Debut-LP Young & Restless hatten sie 2014 über Farewell Records veröffentlicht und nach dieser Show lief das Album bei mir hoch und runter.

Tough Love, das als Nachfolger-Album ordentlich auf den Putz gehaut hat, verhalf ihnen immer mehr zu einen Namen in Europa. Diverse Touren und eine Menge Shows festigten diesen Status. Jetzt steht nun also LP Nummer drei in den Startlöchern!

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„Forget the tough guy-act, enter Weltschmerz“

Am 18. September 2020 kommt All Is Forgiven über Isolation Records auf den Markt. Aber haben die Leute denn da Bock drauf? Aber sowas von, die limitierteste der Vinyl-Pressungen war kurz nach der Ankündigung ausverkauft. Aber auch in den ersten Singles, welche sie vorab rausgebracht haben, konnten sie vollends überzeugen. Bury The Hatchet kann sogar mit einem Gastauftritt von Jesus Piece-Frontmann Aaron Heard punkten.

Hawser (Pressebild, 2020)
Hawser (Pressebild, 2020)

„Forget the tough guy-act, enter Weltschmerz“ ist das sich selbst auferlegte Motto des Albums, an welchem sie sich messen lassen müssen. Die klassischen Heavy Hardcore-Parts und Riffs finden sich auch hier wieder, ganz ohne „tough“ geht es natürlich auch nicht. Aber es geht ja um die Attitüde und die ist auf All Is Forgiven schon ein Stück düsterer. Das Album ist wieder absolut top produziert – beinahe fast einen Ticken zu „perfekt“. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Der Professionalität tut das selbstverständlich keinen Abbruch. Die Übergänge innerhalb der Songs sind ausgefeilter als in den vorherigen Releases, man setzt weniger allein auf durchgängig groovige Riffs. Hawser beweisen auf ihrem bislang stärksten Werk, dass sie wissen, wann man kurzzeitig auf die Bremse gehen kann – nur um im Anschluss die Hütte abzureißen. Die Niederländer sind zurecht eine der Top-Größen der europäischen Hardcore-Szene.

Track List:

  1. Recall & Repent
  2. Wrong Side Of The Present
  3. Bury The Hatchet
  4. Oorlogsmoe
  5. Snowblind
  6. Luck Of The Draw
  7. Common Grave
  8. Petrine Cross
  9. Will To Meaning
  10. All Is Forgiven
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