Vier Jahre hat die Punkrock-Welt auf ein neues Album der US-Amerikaner Iron Chic gewartet. Vier Jahre ist es bereits her, dass mit The Constant One ein wahres Punkrock-Feuerwerk abgebrannt wurde. Zusammen mit Not Like This sind diese beiden Alben zwei der besten Pop-Punk-Alben der letzten Jahre!

Jetzt steht mit You Can’t Stay Here also das dritte Studio-Album in den Startlöchern. Dieses Mal wird die Platte über SideOneDummy Records veröffentlicht.

Textlich bewegt sich das Album, im Vergleich zu den letzten beiden, in neuen Sphären. Beeinflusst durch den Tod von Gitarrist Rob McAllister im Frühjahr 2016 sind die Texte düsterer, wütender und hoffnungsloser als bei den Vorgängern, bei denen immer wieder Wege aus der Hoffnungslosigkeit aufgezeigt wurden. Diese Wege fehlen dieses Mal.

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Musikalisch geht You Can’t Stay Here mit A Headache With Pictures in gewohnter Manier los: Chöre, Mid-Tempo-Beat und der unverwechselbare Gesang von Jason Lubrano. My Best Friend Is A Nihilist wurde bereits vorab inklusive Musikvideo veröffentlicht. Der Song ist definitiv eines der Highlights des Albums, besonders der Refrain ist so eingängig dass er mir seit Tagen im Kopf rumschwirrt:

It’s like driving a runaway hearse

And I cant stop

I just I make things worse

Come on

And take the wheel from me

Put me out of my misery

 

Doch danach wird es musikalisch schon sehr dünn. You Can’t Stay Safe und Ruinous Calamity sind Totalausfälle, Let’s. Get. Dangerous ist schlicht und ergreifend nur langweilig. Thunderbolts gefällt mir wieder ganz gut. Dennoch ist das alles schon sehr ähnlich, selbst für Iron Chic-Verhältnisse. Ich habe nichts gegen Mid-Tempo und melodiöse Gitarren, ganz im Gegenteil. Doch der ein oder andere Tempowechsel und auch mal ein Up-Tempo-Song zwischendurch, wie bei bei den Vorgänger-Alben, hätten You Can’t Stay Here sehr gut getan.
Die Songs an sich sind dabei nicht das Problem, fast alle sind einzeln betrachtet gut! Doch elf mal fast das gleiche Tempo und ähnliche Songstrukturen sind einfach ermüdend.
Um mit etwas Positivem zu schließen: Porfane Geometry ist neben My Best Friend Is A Nihilist mein zweites Highlight, da die Bridge der absolute Hammer ist!

Fazit

Das neue Iron Chic Album ist für mich eine kleine Enttäuschung, da ich mir nach vier Jahren Album-Pause mehr erhofft hätte. Drei oder vier Hits lassen sich auf You Can’t Stay Here finden, aber die meisten Songs sind sich einfach zu ähnlich. Trotzdem sollte man dem Album eine Chance geben, alleine wegen der wenigen Ausreißer!

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1 Kommentar

  1. Gib dem Album Zeit! Die Songs die du hier als langweilig anprangerst bleiben iwann im Ohr hängen und dann funktioniert das Album als ganzes. Die erst 2-3 Durchläufe war ich der selben Meinung wie oben beschrieben, danach wurde es zum absoluten Highlight! ?

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