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WTF Records

Nach Legenden wie Fat Mike, Greg Graffin oder Joey Cape, gehört nun auch Jim Lindberg zur Sorte der kalifornischen Punkrock-Sänger, die ein Solo-Album veröffentlicht haben. Mit Songs From The Elkhorn Trail kam vor kurzem ein sehr persönliches Album raus, das musikalisch extrem viele Facetten des Pennywise-Sängers zeigt. Aus diesem Anlass heraus hatten wir die Möglichkeit, ein langes Interview mit Jim zu führen, in dem er nicht nur über das Album selbst sondern auch über seinen Weg zur Musik und persönliche Anekdoten gesprochen hat.

Es geht außerdem u.a. um die Verarbeitung vom Tod seines Vaters, seine spezielle Herangehensweise ans Texte schreiben und wie es ein Song, den er mit 15 Jahren geschrieben hat, auf das Album geschafft hat. Er erzählt darüber hinaus, welche Berufe er vermutlich ergriffen hätte, wenn er nicht in einer Punk-Band gelandet wäre und warum ihn die zwischenzeitliche Trennung von Pennywise zwischen 2009 und 2012 bis heute sehr beschäftigt.

Jim Lindberg – Siongs From Elkhorn Trail

AWAY FROM LIFE: Als ich dein Album das erste Mal gehört habe, war ich mir unsicher, unter welchem Genre ich es einordnen soll. Für mich klangen sowohl Folk-, Country und natürlich auch Punk-Elemente durch – ein verrückter Mix. Wie würdest du das Album einordnen?

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Jim Lindberg: Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen: es ist ein verrückter Mix, was daran liegt, dass meine musikalischen Einflüsse immer ein verrückter Mix waren. Da ich einen Song bereits mit 15 geschrieben habe, und zwar „The Basement“, geht dieses Album noch in die Zeit vor meiner Punkrock-Laufbahn zurück. Als 7- oder 8-jähriger habe ich z.B. viel Beach Boys oder Country-Sachen gehört, während bei meinem Vater eine Menge Frank Sinatra lief. Ich bin also sehr viel mit Melodien groß geworden, die nicht unbedingt typisch für Punkrock sind. Einmal kam es sogar dazu, dass ich mit einer Songidee zur Pennywise-Probe kam und Fletcher mich dann fragte, was ich da geschrieben hätte. Ich meinte, es wäre ein Country-Song, den man einfach nur schnell und hart spielen muss, damit er zum Punk-Song wird. Für mich ist dieses Album wie ein Fleischwolf, in den man ganz viel rein schmeißt, was dann am Ende zu einer Mischung aus ganz vielen Sachen wird. Bei vielen Platten, und da zähle ich auch die meisten Pennywise-Alben mit dazu, ist es der Fall, dass alles nach genau einem Genre klingt. Das wollte ich in diesem Fall jedoch vermeiden, da ich immer so viel verschiedene Arten von Musik gehört habe.

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AFL: Hast du neben der Genre-Vielfalt bei der Produktion bewusst darauf geachtet, verschiedene Stimmungen zu berücksichtigen? Es gibt schließlich extrem ruhige Songs, aber auch viele „Hymnen“, die man z.B. super am Lagerfeuer singen kann…

JL: Das liegt vor allem an meinem Produzenten Tedd Hutt. Er hat die 25 Lieder, die ich ursprünglich geschrieben hatte, auf die zwölf Songs runter gebrochen, die mich am besten repräsentieren. Da er sich super mit Instrumentierungen auskennt, hat er immer versucht, den jeweiligen Themen die beste musikalische Untermalung zu verpassen. Auch hier spielte es wiederum eine Rolle, wann ich die Songs geschrieben habe. Manche sind schließlich aus meiner Jugend, andere habe ich mitten in der Pandemie geschrieben.

„Sei nicht traurig, wenn etwas vorbei ist, sondern freu dich, dass es passiert ist.“

AFL: Wie war es für dich, dich in die ganz alten Lieder wieder auf Neue hineinzuleben? Ich kann mir kaum vorstellen, dass du mit 15 schon die Vorstellung hattest, dass sie irgendwann einmal genau so klingen werden…

JL: Ich mache das mal an „The Basement“ fest: damals war ich 15 und habe wie jeder andere Sport gemacht und war manchmal surfen. Das war aber auch genau die Zeit, in der ich mich immer mehr für Musik interessiert habe. Damals wurden nämlich ganz viele Bands aus meiner Stadt immer beliebter – z.B. die Descendents, Black Flag oder die Circle Jerks. Dementsprechend fing ich auch an, erste Songs auf meiner neuen Gitarre zu schreiben. Ich war außerdem der Meinung, dass ich es oben im Haus mit meinen Eltern nicht mehr aushalte, weshalb ich in den Keller, also ins Basement, gezogen bin. Dort gab es zwar Käfer und Spinnen, ich hatte aber auch einen separaten Eingang, durch den ich mich zu Punkrock-Shows raus schleichen konnte. Darüber habe ich dann einen Song geschrieben: Wie es ist, im Keller zu leben. Das war übrigens auch die Zeit, in der ich eine Zeitungsanzeige gesehen habe, in der eine Band nach einem Sänger suchte. Meine Pläne, irgendwann Architekt oder Werbetexter zu werden, haben sich also schlagartig in Luft aufgelöst. Zwar hatte ich bis dahin noch nie eine Note gesungen, ich bat meinen Vater aber trotzdem, mir ein Mikrofon und eine PA-Anlage zu kaufen. Danach fuhr er mich dann zum Vorsingen und seit diesem Tag war ich ununterbrochen in Bands. Als ich für mein aktuelles Album an diese Zeit zurück gedacht habe, habe ich „The Basement“ wieder rausgekramt und versucht, in die selbe Stimmung wie damals zu kommen. Ich schrieb dementsprechend eine zweite Strophe über mein Erwachsenwerden im Keller, also u.a. mein erstes Bier, meine erste Playboy-Zeitschrift oder das Abhängen mit Freunden, und ging damit dann ins Studio. Da ich früher außerdem einen billigen aber sehr coolen Casio-Drumcomputer hatte, dachte ich, es wäre cool, den Sound von einem Drumcomputer im Song zu haben. Ein paar Leute vom Label hat das zwar verwirrt, für mich ist es jedoch der coolste Part des Songs.

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AFL: Wie läuft denn die Abstimmung mit deinem Label Epitaph? Bestimmst du welche Songs z.B. als Single rauskommen oder machen das Leute vom Label?

JL: Das ist eine Abstimmung zwischen mir, Tedd Hutt, den Musikern im Studio und den Epitaph-Mitarbeiter*innen. Wir hatten zum Glück das Luxusproblem, dass alle ein anderes Lied als erste Single rausbringen wollten, was schonmal für das Album spricht. Da gab es einige spannende Diskussionen, am Ende hat aber vor allem die Meinung von Brett Gurewitz den Ausschlag gegeben, der meinte, dass „You’re not alone“ eine Single sein sollte. Ähnlich war es auch bei „Palm of your hand“. Die nächste Single wird vermutlich „Hello again“ sein.

AFL: Du singst nicht gerade über die fröhlichsten Dinge auf dem Album. Trotzdem sind die Songs so arrangiert, dass sie meiner Meinung nach etwas Hoffnungsvolles in sich tragen – kein Vergleich z.B. zum Solo-Album von Fat Mike. Welche Message ist dir am wichtigsten mit diesem Album?

JL: „Sei nicht traurig, wenn etwas vorbei ist, sondern freu dich, dass es passiert ist.“ Das ist mir besonders wichtig. Ein Beispiel: meine Töchter werden immer älter und werden bald ausziehen. Das macht mich natürlich sehr traurig, aber erstens freue ich mich für sie und dass sie ihren Weg gehen, zweitens erinnere ich mich einfach gerne an die Zeit, die wir gemeinsam Zuhause hatten. Für mich war es außerdem extrem hart, mitzuerleben, wie mein Vater an Alzheimer verstorben ist. Andererseits war er so ein lustiger, lebensbejahender Mensch, dass ich einfach nur dankbar für unsere gemeinsame Zeit bin. Auf seiner Beerdigung habe ich dann gesagt, dass vermutlich niemand lieber hier gewesen wäre als mein Vater selbst. Er hat es immer geliebt, sich mit Freunden zu treffen, Party zu machen und einen schicken Anzug zu tragen. Wenn ich also bedenke, wie sehr er das Leben geliebt hat, fällt es mir schwer, richtig traurig zu sein. Die Message ist also ein Mix aus traurig und dankbar.

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AFL: Du teilst extrem private Details mit unzähligen Hörer*innen, wie z.B. den Tod deines Vaters. Wie ist dieser öffentliche Umgang damit für dich?

JL: Vor Jahren habe ich auf dem College eine Hausarbeit über genau dieses Thema geschrieben. Vielen fällt das extrem schwer, weshalb viele Songwriter*innen auch lieber über andere Themen singen. Andere können nur darüber singen, was sie wirklich erlebt haben und dazu gehöre ich auch. Ich denke immer, dass wenn nur ein paar wenige das teilen können, was ich besinge, und es ihnen im besten Fall auch noch hilft, dann habe ich alles richtig gemacht. Menschen, die z.B. ein Elternteil an Alzheimer verloren haben, wissen genau wovon ich singe. Die Zeile „Don’t lay me down to rest, but don’t wake me up either“ beschreibt genau die Situation, in der sich Alzheimer-Erkrankte in ihren letzten Wochen befinden. Sie leben in dieser Zwischenwelt, die nur schwer zu verstehen ist, da sie auf der einen Seite nach Hause gebracht aber gleichzeitig nicht gestört werden wollen. Als ich durch diese Zeit musste, hätte ich gerne eine Art Anleitung gehabt, wie man mit einem Alzheimerfall in der Familie umgeht. „Don’t lay me down“ ist nun so eine Art Anleitung und ich hoffe, dass sie einigen Leuten helfen kann.

AFL: Wenn wir allgemein über die Texte reden, die du schreibst, egal ob solo oder für Pennywise: deine Lyrics sind immer sehr direkt und man hat als Hörer*in stets ein klares Bild vor Augen. Ist das ein beabsichtigtes Konzept? Vielen Texter*innen fällt es schwer, eine simple Message in wenigen Sätzen auf den Punkt zu bringen, weshalb sie oft sehr kryptische Sachen schreiben…

JL: Für mich war das Liederschreiben immer wie Tagebuch führen. Ich wollte einfach mein Leben und meine Sicht auf die Dinge aufschreiben. Es war mir z.B. immer wichtig, über den Mensch als Individuum oder korrupte Politiker zu schreiben. Oder über die Frage, warum wir als Menschheit immer wieder Diktatoren oder Soziopathen an die Macht wählen. Ich kann solche Themen besser auf direktem Wege beschreiben anstatt kryptisch komplizierte Texte zu verfassen. Das habe ich mal versucht, es hat aber überhaupt nicht funktioniert.

„Ich hoffe, dass ich an den spielfreien Tagen ein paar Solo-Gigs machen kann und somit beides verbinde. Oder ich nehme meine Gitarre mit und spiele ein paar Songs am Merch-Stand.“

AFL: Bei welchem deiner hunderten Songs hast du deiner Meinung nach den besten Text geschrieben?

JL: Ich glaube, dass die Texte auf Songs from the Elkhorn Trail besonders gut sind – einfach weil sie deutlich persönlicher als sonst sind. Ich bin z.B. mit „I feel like the Sun“ sehr zufrieden. Ich weiß nicht, ob du das wusstest, aber Pennywise wurde in der Presse schon oft niedergemacht und ich musste mir vor allem bei meinem Ausstieg damals sehr viel anhören. Vielen waren die Umstände damals gar nicht bekannt, was es umso bedrückender gemacht hat, von allen Seiten angegangen zu werden. Das habe ich in dem Song verarbeitet. In „Not one of them“ geht es darum, dass ich nie zu den Menschen gehören will, die Spaß daran haben, andere runterzumachen und sich am ihrem Leid erfreuen. Davon gibt es momentan ja leider sehr viele, vor allem im Internet…

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AFL: Musst du dich oft mit Hass im Internet herumschlagen? Als politische Band habt ihr mit Pennywise ja vermutlich nicht nur Freunde…

JL: Ich war auf jeden Fall schon länger nicht mehr bei Facebook haha, deshalb ist das momentan schwer zu beantworten. Was mich beunruhigt ist, dass sich die Menschen, vor allem auf Social Media, immer weiter voneinander entfernen. Ich habe immer versucht, Leute zusammen zu bringen, jedoch sind mittlerweile viele Menschen der Meinung, anderen nicht mehr zuhören zu wollen, weil sie eine andere Ansicht haben – vor allem wenn es um die ganzen Impfgegner und Coronaleugner geht. Ein anderes Thema ist Gewalt. Ich war immer ein großer Fan von Denkern wie Mahatma Ghandi oder Martin Luther King, die stets für einen gewaltfreien Widerstand waren. Seit der Trump-Regierung, den Black Lives Matter-Protesten und der ganzen Polizeigewalt hat die Gewalt wieder massiv zugenommen. Das finde ich sehr schade, denn ich dachte lange Zeit, dass sich die USA nach den 1960er-Jahren und den großen Errungenschaften der damaligen Proteste zu einer friedlichen Nation entwickeln könnte. Leider hat sich jedoch vieles durch das Internet extrem verschlechtert, da es kein Werkzeug für Frieden sondern ein Werkzeug für Extremismus geworden ist. Aus diesem Grund versuche ich mich aus Online-Diskussionen fernzuhalten, da dort kaum noch eine vernünftige Debatte möglich ist und man direkt beleidigt wird.

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AFL: Du machst neben der Musik noch andere Sachen und bist z.B. Miteigentümer von Havoc TV, einer Plattform für Sport und Alternative Musik. Was hat es damit auf sich?

JL: Haha, leider ist die Firma nicht mehr das, was sie einmal war. Damals wollte ein Freund von mir eine Platform bauen, auf der er die IMAX-Filme seines Vaters, die sich mit Ski-Fahren beschäftigten, präsentieren kann. Dazu wollte er coole Musik unterlegen, weshalb er mich gefragt hat, ob ich nicht etwas Marketing dafür machen will und Songs von Epitaph organisieren kann. Ich habe also seine Surf-, Skate- und Snowboard-Videos mit NoFX- und Rancid-Songs kombiniert. In einigen Orten der USA haben wir es sogar ins Kabel-Fernsehen geschafft, allerdings hat YouTube kurz darauf unser gesamtes Geschäft ruiniert haha. Manchmal machen wir noch kleinere Projekte, wie z.B: eine Punkrock-Doku, an der wir gerade arbeiten, insgesamt passiert bei Havoc TV jedoch nicht mehr so viel.

AFL: Vielleicht wirst du ja irgendwann Head of Punkrock bei YouTube haha…

JL: Das klingt gut, ihr wisst wo ihr mich findet YouTube haha.

AFL: Was machst du sonst so abseits der Musik?

JL: Ich bin u.a. Teil eines Festivals in meiner Gegend, dem Beach Life Festival. Da haben wir immer sehr coole Bands und ein spannendes Konzept mit einer Punkrock-Akkustik Stage. Ich bin also ein TV-Typ, ein Festival-Macher, ein Punkrock- und Akkustik-Sänger, habe ein Buch geschrieben und ich kann sogar jonglieren haha. Es gibt also immer etwas zu tun.

Jim Lindberg (Pressebild, 2021)
Jim Lindberg (Pressebild, 2021)

AFL: Dein Kopf scheint vor kreativen Ideen fast zu platzen.

JL: Das ist gut möglich. Ich habe schon als Kind den ganzen Tag gezeichnet, gemalt oder Kassetten bespielt. Gleichzeitig war ich immer total schlecht in Mathe. Dementsprechend bin ich also eher der kreative Typ.

AFL: Also lieber nicht die Finanz-Position bei YouTube?

JL: Besser nicht, das würde kein gutes Ende für YouTube nehmen haha.

AFL: Denkst du manchmal über deinen Einfluss und dein Vermächtnis nach? Mit Pennywise hast du schließlich unzählige Bands auf der ganzen Welt inspiriert und giltst als absolute Legende…

JL: Das ist eine gute Frage. Als ich damals diese Anzeige in der Zeitung gesehen habe, hatte ich keine Angst davor, mich vor anderen zu präsentieren und auf eine Bühne zu stellen. Ich dachte einfach, dass es Spaß machen könnte und dass es mir egal ist, was andere von mir denken. Über 30 Jahre später ist es nicht anders, nur das jetzt mehr Menschen zuhören. Ich habe zum neuen Album viele tolle Reviews bekommen, während manche das Album auch sehr kritisiert haben. Aber damit muss man rechnen, wenn man sich in die Öffentlichkeit stellt. Ich fühle mich oft immer noch wie damals als Teenager. Ich habe einfach Lust auf das, was ich tue und wenn es anderen auch gefällt, ist das fantastisch. Und wenn nicht, dann ist das auch in Ordnung. Wenn ich heute durch die Stadt laufe, in der ich wohne, kommen immer wieder Leute, die mir sagen, wie cool sie mich finden. Manchmal sprechen mich aber auch Leute an, die meinen, ich sein total uncool. Mit der Zeit bekommt man da aber ein dickes Fell und freut sich vor allem über die Komplimente.

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AFL: Du liest also die Reviews zu deinen neuen Releases, ist das richtig?

JL: Dieses mal habe ich das gemacht, allerdings aus Versehen. Am Tag der Veröffentlichung hat mich das Label gebeten, ein paar Sachen zum Album zu posten. Ich habe also vorher bei Google nach guten Infos über die Platte gesucht und bin auf den Teaser-Text von einem Review gestoßen. Das hat mich dann angefixt und ich konnte nicht widerstehen, die komplette Rezension zu lesen. Danach musste ich dann einfach weiterlesen und habe ganz viele andere Reviews gefunden. Fast alle waren jedoch sehr positiv, weshalb das auf jeden Fall eine gute Idee war haha. Es freut mich einfach, dass es ein paar Leute gibt, denen gefällt, was ich tue.

AFL: Wie kommt es, dass das Album zunächst nur digital erschienen ist und erst nächstes Jahr auf Vinyl rauskommt?

JL: Aufgrund der Pandemie haben die Vinyl-Presswerke momentan krasse Verzögerungen. Deshalb stand die Frage im Raum, das Album entweder nächstes Jahr rauszubringen oder es jetzt schonmal digital zu veröffentlichen. Ich konnte nicht so lange warten, weshalb wir es jetzt schon rausgebracht haben. Ich bin ein großer Fan von physischen Tonträgern, weshalb ich mich schon sehr auf Mai nächsten Jahres freue, wenn das Album dann auf Platte erscheint.

„Es war mir z.B. immer wichtig, über den Mensch als Individuum oder korrupte Politiker zu schreiben. Oder über die Frage, warum wir als Menschheit immer wieder Diktatoren oder Soziopathen an die Macht wählen.“

AFL: Letzte Frage: Hast du Pläne für eine Solo-Tour durch Deutschland und Europa?

JL: Ich glaube, dass die Pennywise-Jungs extrem mit den Hufen scharren, endlich wieder auf Tour zu gehen, weshalb ich vermute, dass es zuerst eine Pennywise-Tour geben wird. Bzw. es steht ja immer noch die Punk in Drublic-Tour aus. Ich hoffe, dass ich an den spielfreien Tagen ein paar Solo-Gigs machen kann und somit beides verbinde. Oder ich nehme meine Gitarre mit und spiele ein paar Songs am Merch-Stand.

AFL: Jim, vielen Dank für das Interview. Hast du noch letzte Worte?

JL: Danke dir! Ich würde jedem empfehlen, sich nächstes Jahr eine physische Kopie von Songs from the Elkhorn Trail zu holen. Denn eigentlich ist das kein Album, das man auf seinem Smartphone mit AirPods hören sollte.

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