Die Niederländer kommen hier mit einem Potpourrie vieler Spielarten des Rock´n´Roll der Moderne. Punk generell als Attitude, Metal-Riffs und Fills, Hardcore-Parts für Circle Pits, poppige Hooks, Action-Rock, auch das Stadion schwingt mit und so weiter und so fort. Muss man wohl unter Post-Hardcore in den Plattenschrank stellen.
Klingt wild gemixt, ist aber trotzdem aus einem Guss und funktioniert 1a als Album. Die Band ist tight, rockt in den entsprechenden Passagen, aber auch nicht langweilig und spielt immer mal was Überraschendes rein. Die Gesangsparts sind gut gesungen wo Melodie gebraucht wird und haben die nötige Wut bei Shoutparts. John Coffey sind halt auch mit Pausen eine einspielte Bandmaschine.
Die Songs sind echt ordentlicher Qualität und funktionieren für mehrere Generationen von Fans härterer Gitarrenmusik. Dennoch zündet bei mir keiner der Songs übermäßig und es bleibt bei einem stabilen Gesamtwerk, das ein guter Zeitvertreib, aber kein Dauerbrenner, ist.
Wie der Name Not Alone schon verrät, sind John Coffey hier textlich auf der Mutmach-Seite unterwegs. Zusammenhalten ist das Motto, dennoch wird hier nicht alles rosarot gemalt, sondern auch persönliche und soziale Problematiken klar benannt.
Der Sound ist wuchtig und nicht zu glatt, dennoch an großen Rockproduktionen orientiert. Kurz und gut, er passt zur Musik. Das Artwork ist sehenswert gestaltet.
Fazit: Für Leute, die keine Angst vor Genresprüngen haben und die der Fuß in der Tür des großen Rockbusiness nicht stört, eine ordentliche Anschaffung.

















