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WTF Records

Am Freitagabend ging es doch recht spontan zu A Wilhelm Scream und den Venturas ins Helios 37 in Köln. Die Venturas ersetzten kurzfristig Signals Midwest, die krankheitsbedingt absagen mussten. Ich hatte wenig Erwartungen an das Konzert, da A Wilhelm Scream mich noch nie überzeugen konnten. Einzig blieb mir ihre Tour vor Jahren mit The Flatliners im Kopf, da diese hier ihre Europapremiere feierten und ich damals ihren Skapunk liebte.

Die Location Helios 37 gefiel uns sofort durch seine überschaubare Größe, seine Schlichtheit und seine tiefe Bühne, die das Publikum und die Band stark verband. Los ging es vor ca. 200 Leuten mit den Venturas aus Wermelskirchen. Diese überzeugten von Anfang an und präsentieren melodischen Skatepunk ala Satanic Surfers mit einer Brise Propagandhi. Die Band machte richtig Spaß und heizte das Publikum ordentlich, die der Sound sichtlich gefiel. Das war ein sehr gelungener Opener in den Abend.

Danach ging es ohne lange Pause weiter mit A Wilhelm Scream, die eine Platte mit auf Tour haben. Die Band konnte mich auch dieses Mal von Anfang an nicht überzeugten. Der Mix aus Punk, Hardcore und Pop ist für mich einfach überholt und passt nicht mehr in die Zeit. Dieses Genre hatte mal ihre Zeit, heute tut mir dieser dreistimmige Popgesang gepaart mit Hardcoreeinschlägen einfach nur weh.

A Wilhelm Scream
A Wilhelm Scream

Der Sänger der Band brachte es selber auf den Punkt: Die Welt verändert sich, wir aber nicht…Puh! Den Großteil des Publikums gefiel aber die rund einstündige Show augenscheinlich und die Band hatte auch richtig Spaß. Darum geht es ja und vor der Bühne war auch ordentlich. Negativ fielen aber mal wieder oberkörperfreie Männer auf, die Frauen bewusst wegschubsten und ihre Maskulinität präsentieren mussten. Puh… da hat sich wohl auch nichts verändert! Wir machten uns vor der Zugabe auf die Reise, da der Sound uns einfach nicht überzeugte.

Die Band ist noch ein wenig auf Tour und kommt im Sommer wieder, sodass sich jeder seinen eigenen Eindruck machen kann. Für mich war es auf jeden Fall das letzte Konzert dieser Band, die Venturas empfehle ich aber stattdessen umso mehr.

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Mein Name ist Freddy (Jahrgang 1991) und ich schreibe seit August 2018 für AWAY FROM LIFE. Ich komme aus der Nähe von Schweinfurt und bin über Regensburg nun nach Ulm gekommen. Aktuell schreibe ich vor allem Konzert- und Festivalberichte, in letzter Zeit ab und an auch mal ein Albumreview. Mein Fokus liegt ganz klar auf Punk-Rock in all seinen Facetten. Meine Hobbies sind Party, Musik und Sport!

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