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Wir hatten es schon in unserer News zum Album erwähnt: Tatsächlich ist dies das erste Studioalbum in der 14 Jahre langen Karriere der Monsters of Liedermaching, die aus den sechs Songwritern Totte Kühn, Rüdiger Bierhorst, Jens Burger, Peer Jensen, Jan Labinski und Frederik Timm besteht. Gemewinsam auftreten und diverse Livealben hat die Band bereits veröffentlicht, nun also das erste Mal ohne Publikum. Vorgestellt haben wir euch auch schon die erste Singleauskopplung Scheiß CD, die ziemlich punkig daher kommt.

Es ist jedoch ein Trugschluss daraus abzuleiten, wie die PLatte ist. Diese ist überwiegend im normalen Liedermacherstil gehalten. Etwas seltsam finde ich, dass der Synergie-Effekt etwas verloren geht. Meistens hört man einen Typen singen und eine Gitarre. Könnte daher auch gut ein Sampler sein, als eine richtige Band. Die Themen der Platte sind fast alle humoristisch aufbereitet, zum Teil gelungen, zum anderen vorhersehbar und peinlich.

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Zu den guten Songs gehören sicherlich das flotte Auftragskiller für die Mafia, Socken (ein Superheld, der nie Socken beim Waschen verliert), Schaf (über ein Schaf am Dönerspieß) und Katz und Hund. Peinlich dagegen Nur mit dir das Liebeslied an die eigene Gitarre. Das hat man schon zu oft gehört und krankt dann auch an einer wirklich schwachen Gesangsleistung. Auch Photoshop ist langweilig. Ganz schlimm ist der Rausschmeißer Morgenstern, Pathos, den man auch auf einer Schlagerplatte oder von einer Mittelalterband erwarten würde. Und bei Mein Hund wird glatt heuer (2017) zunächst der Hund und mit fast identischen Text dann die eigene Frau besungen. Man muss kein Feminist sein, um das sexistisch, scheiße oder beides zu finden.

Musikalisch finden sich ein paar nette Anklänge an Werke der Comedian Harmonists, insbesondere dann, wenn es doch mal mehrstimmigen Gesang gibt, wie bei Institut. Auch nett ein paar Querverweise.

Das Album erschien heute über OMN Label Services im Vertrieb Rough Trade / GoodToGo als CD / LP und digital.

Fazit: Licht, aber auch viel Schatten, leider viel zu viel Schatten. Hatte mir mehr von dem Album erhofft.

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Review
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Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc. nach dessen Einstellung wechselte er mit Max zu Away from Life.

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