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Dedication Records

Ja, Not Available, die Melodycore Band aus den 90ern, gibt es auch heute noch! Und noch besser, sie veröffentlicht mit Grandpunks im Januar 2018 auch ein brandneues Album. Umso mehr freut es uns, dass wir Frontmann Dragan bei uns im Interview zum 25-jährigen Bandbestehen, hatten bei dem wir mehr über das Album und die History von Not Available quasseln konnten.

Interview mit den Melodycore-Heroes Not Available zu ihrem neuen Album „Grandpuks“

AFL: Ihr veröffentlicht demnächst ein neues Album, das den Namen „Grandpunks“ tragen wird. Seid ihr denn schon Großeltern oder einfach eine Anspielung darauf, dass ihr mit NOT AVAILABLE mittlerweile schon ein paar Jahre auf dem Buckel habt? Oder ist das „Grand“ eher Richtung „großartig“ zu verstehen?

Dragan: Ne, Opa ist noch keiner von uns – zumindest nicht wissentlich. Der zweite Punkt trifft’s ganz gut. 2017 feiern wir 25-jähriges Bandbestehen, für eine Band ein biblisches Alter. Jedenfalls heben wir den Altersdurchschnitt ordentlich an, wenn wir irgendwo Konzerte spielen. Und großartig sind wir ja sowieso 😉

AFL: Was dürfen wir denn auf „Grandpunks“ erwarten? Ein typisches NOT AVAILABLE oder gibt es dort Ausreißer?

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BDHW

Dragan: Sowohl als auch würde ich sagen. Mit Dumb Song, dem ersten Track den wir vom neuen Album vorab gestreamt haben, haben wir ein urtypisches Not Available Ding. Daneben sind aber auch ein paar Sachen dabei, die schon etwas ungewöhnlicher für uns sind, zumindest denken wir so. Da sind wir selber gespannt, wie die Leute das sehen, wenn sie unser Album gehört haben.

AFL: Ihr habt in diesem Jahr (2017) euer 25-jähriges Bandbestehen gefeiert. Könnt ihr rückblickend einmal 2-3 Anekdoten erzählen, die euch mit NOT AVAILABLE so passiert sind und unbedingt erwähnt werden sollten?

Dragan: Eine im Nachhinein witzige Geschichte hat sich in Malaga abgespielt. Wir waren auf einer Mini-Tour durch Spanien. Dabei hat uns bei ein paar Konzerten eine spanische Band begleitet. Bei denen waren wir nach dem Malaga-Konzert auch zwecks Übernachtung untergebracht. Nach dem Konzert wollten wir uns an deren Bus, der ein paar hundert Meter weiter weg stand, zur gemeinsamen Abfahrt treffen. Die spanischen Jungs sind wegen Bus beladen schon vorgegangen. Wir wollten dann kurz danach hinterher, doch leider mussten wir dazu durch ein Kneipenviertel laufen. Wir haben also die ein oder andere Trinkpause eingelegt, kamen dann mit ca. 2 Stunden Verspätung am Treffpunkt an und der Bus war weg. Die Spanier, die wohl etwas angepisst waren, waren auch nicht mehr erreichbar, eine Adresse hatten wir auch nicht. Wir erstmal zur Lagebesprechung zurück ins Kneipenviertel. Dann kamen wir auf die Idee, in irgendein Hotel zu gehen, um dort Zimmer zu buchen. Womöglich haben wir mittlerweile etwas unpassend ausgesehen, nach dem siebten Hotel, das uns abgewiesen hat, haben wir das jedenfalls sein lassen. Beim Weiterlaufen haben wir dann in den Morgenstunden noch Musik aus einem Laden gehört und sind da rein. Das war irgendein kubanischer Tanzschuppen, die Leute da drin haben uns auch etwas komisch beäugt. Dazu haben wir uns noch den Arsch abgefroren, weil die Klimaanlage auf gefühlt -40° eingestellt war. Die Nacht dort verbringen war also nicht. Letzten Endes sind wir an den Strand gelatscht und haben dort im Sand gepennt. Am nächsten Tag haben sich auch unsere spanischen Jungs gemeldet. Auf der Fahrt zum nächsten Konzert nach Madrid wurde dann nicht viel gesprochen. Ist aber alles wieder im Lot.

AFL: Und was waren rückblickend eure absoluten Höhepunkte bzw. Tiefpunkte?

Not Available - Grandpunks 2018
Not Available – Grandpunks (Cover)

Dragan: Puh, das ist schwierig. Wirkliche Tiefpunkte können wir so gar nicht benennen. Höhepunkte dagegen viele, unzählige Konzerte, der erste Plattenvertrag, unser erstes eigenes Album in Händen, Hochzeitsantrag unseres Schlagzeugers Chris an seine Frau auf der Bühne in Barcelona… Ganz ehrlich, keine Ahnung was wir da hervorheben sollen.

AFL: Was waren denn damals bei Bandgründung eure Einflüsse und was sind heute eure Inspiration für neue Songs? Hat sich da etwas geändert oder alles genauso wie früher?

Dragan: Unser grundsätzlicher Musikgeschmack und damit auch die entsprechenden Einflüsse sind im Großen und Ganzen ähnlich wie früher. Klar gibt es, was musikalische Einflüsse betrifft, neue Bands die man geil findet, alte dagegen nicht mehr so sehr, aber die Grundrichtung ist geblieben. Ansonsten gibt es wie schon eh und je Einflüsse und Inspirationen durch alles Mögliche, Erfahrungen die man macht, Lebenssituationen in denen man steckt usw, die sich auf unser Songwriting auswirken.

AFL: Ihr habt während den Verlauf eurer Karriere in Japan ziemlich gut Fuß fasse können. Erste Frage: Wisst ihr noch genau wie es eigentlich dazu kam? Und zweite Frage: Erscheint das neue Album auch in Japan und plant ihr dort vielleicht auch ein paar Shows passend zum Release?

Dragan: Kurz nach dem Release unseres Albums Five Aces kam das japanisches Label Fried Rice Records auf uns zu (gibt es heute leider nicht mehr) mit der Frage, ob die Five Aces in Japan rausbringen dürfen. Hat uns natürlich erstmal aus den Socken gehauen (auch so ein Höhepunkt – siehe oben). Da haben wir natürlich nicht lange überlegen müssen. Unser Glück (und das vieler andere Bands) war, dass in diesen Jahren europäische Bands in Japan sehr angesagt waren, so zumindest unsere Ansprechpartner bei Fried Rice. So kam es dann auch, dass unser darauf folgendes Album No Excuses (bei Bells on Records) sowie ein Best-of-Album ebenfalls in Japan erschienen sind.

Ob Grandpunks in Japan erscheinen wird, wissen wir derzeit nicht. Laut unseren Ansprechpartnern hört man in Japan derzeit wohl verstärkt japanische Bands. Aber mal abwarten…

AFL: Ich finde und fand schon immer, dass es in Deutschland relativ wenig Melodycore / Skatepunk Bands gab. Würdet ihr mir dabei zustimmen? Was sind denn derzeit neuere Bands, die ihr uns aus dem Genre empfehlen könnt?

Dragan: Da trefft ihr den Nagel auf den Kopf. Ganz ehrlich, so viele Bands, die man unter Melodycore / Skatepunk einordnen könnte, fallen mir auch nicht ein. Skin of Tears und Planet Watson würde ich mal sagen. Wenn man es auf europäische Bands ausweitet, haben F.O.D. aus Belgien ganz weit die Nase vorn.

AFL: Können wir auch noch ein Album „Great-Grandpunks“ erwarten oder steht das jetzt erst einmal offen?

Dragan: Das ist tatsächlich erstmal offen. Wir sind ja im Grunde alles Hobbymusiker und versuchen, Familie, Job und Band unter einen Hut zu bringen, was nicht immer einfach ist. Solange wir aber so einen Mords-Spaß mit Not Available haben, werden wir ganz sicher auch weiter machen. Jetzt kommt ja erstmal Grandpunks raus, erste Konzerte für 2018 sind auch schon fix, wir schauen einfach mal, was sich in nächster Zeit so alles ergibt, dann sieht man weiter.

AFL: Vielen Dank für das Interview! Habt ihr noch irgendetwas, dass ihr loswerden möchtet oder irgendwelche Abschlussworte?

Dragan: Ja, bedanken wollen wir uns natürlich bei all den Leuten, die uns über das letzte Vierteljahrhundert begleitet und unterstützt haben. Und last but not least vielen Dank auch an Euch AWAY FROM LIFE für´s interviewen, Beiträge teilen… geile und für Bands wie uns wichtige Arbeit, die ihr da macht!!! So, genug geschleimt. Macht´s gut und viele Grüße!

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