In der Kategorie Platten der Woche stellen wir – das sind Jule, Fischi und Brello – euch jeden Freitag ein paar Scheiben vor, die uns ganz besonders am Herzen liegen. Egal ob Klassiker oder Underground, ob Deutschpunk oder Post-Hardcore, Hauptsache es gefällt!

1Gnarwolves – s/t

Saufen und Skaten trifft auf Herzschmerz und Melancholie – besser lässt sich das erste Studioalbum der drei Jungs aus England in meinen Augen nicht beschreiben. Denn so hart und rau der auf dem selbstbetitelten ersten Album gespielte Punkrock auch sein mag, so abwechslungsreich und stellenweise auch tiefgründig sind die Texte.
Angesprochene Themen finden sich in Bottle To Bottle – der Inhalt dieses Songs dürfte klar sein – und umso emotionaler in Boneyard oder Smoking Kills. Übrigens sind es auch diese drei Songs die musikalisch am geilsten sind: Hymnen zum Mitgröhlen, ohne wenn und aber! Außerdem stechen aus einem sehr starken Gnarwolves-Debüt-Album noch Eat Dynamite, Kid und Day Man hervor.

Fazit: Trauer trifft auf Hoffnung, jedoch darf auch eine gute Packung Hedonismus in Form von Saufen, Kiffen und Skaten nicht zu kurz kommen. Ein kurzweiliges Album, welches sich vor allem bei den kommenden wärmeren Temperaturen gut anfühlt: Skateboard raus, Dosenbier auf – Prost!

2Despite Everything – The Dawn Chorus

Das 2013 veröffentlichte The Dawn Chorus von Despite Everything schlägt gesanglich in eine ähnliche Kerbe, jedoch ist das musikalisch dann doch etwas Anderes: Dem hymnenhaften Punkrock, wie ihn auch Gnarwolves spielen, mischen die Griechen noch eine Prise Hardcore und Melodiosität hinzu. Gepaart mit dicken Gitarrenriffs und Texten die etwas zu sagen haben kommt ein Sound heraus, der einen festhält.

Beste Songs: If You’re Going Through Hell Keep Going, Pardon My Negativity, Throwing Stones Ain’t No Rocket Science (geiler Songtitel!) oder auch Ink Scattered. Generell ist es sehr schwer sich Lieblingssongs aus einer durchweg starken Platte auszusuchen.

3Überyou – Üntergang

Überyou sind eine der Bands, denen leider viel zu wenig Aufmerksamkeit zuteil kommt. Wer schonmal eine Live-Show der Schweizer gesehen hat weiß was ich meine – schnell, wild, laut und energiegeladen: Die Jungs lieben den Scheiß!
Mit Üntergang haben sie ein Album veröffentlicht, welches fast nur Hits enthält: Mehrstimmiger Gesang, mal clean, mal rotzig, eingängige Refrains und Gitarrenriffs die es in sich haben.
Eine Band für bierseelige Abende, bei denen auf das Leben angestoßen wird!
Bester Song: All We Got!

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