Itchy haben erst Anfang Februar ihr neues Album Ja Als Ob über ihrem bandinternen Label Findaway Records veröffentlicht. Anlass für uns Schlagzeuger Max etwas von der Ulmer Punk- & Hardcore-Szene erzählen zu lassen – und ab dafür!

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5 Bands zum Auschecken aus Ulm

Hi, ich bin Max, zwar nicht aus dem Schoße der Kolchose, aber immerhin hat’s zum Schlagzeuger der Punkrock Band ITCHY gereicht.

Geboren und bis heute wohnhaft bin ich in der eigentlich ganz schönen Stadt Ulm.

Hier ist gefühlt alles ein wenig kleiner als in „richtigen“ Großstädten, das hat aber gerade was die Musikszene angeht, durchaus seinen Reiz. Man kennt einfach gefühlt jeden, und meistens mag und hilft man sich sogar.

Die Strukturen in Ulm sind auch nicht schlecht. Es gibt den Stadtjugendring, zufällig ist unser Backliner Bobbes dort Chef, und die kümmern sich viel um Anliegen von Bands. So Sachen wie Proberäume oder die Vermietung eines günstigen Busses für Konzerte.

Ich habe vor allem früher sehr viel Hardcore gehört, und meine erste und einzige Band vor ITCHY war die Ulmer Metalcore-Band Sepcys. Auch dadurch habe ich die Ulmer Punk- und Hardcore-Szene kennen und lieben gelernt.

Itchy (Pressebild, 2019)
Itchy (Pressebild, 2019)

Pornophon

Die absoluten Urgesteine der Ulmer Hardcore-Szene und außerdem noch unfassbar geile Typen. Mit dem Frontmann und Vorzeige-Verrückten Banne bin ich nun schon echt lange gut befreundet, mit Bassist Dirk wohne ich sogar zusammen.

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Die Jungs machen das jetzt schon seit 22 Jahren, immer kompromisslos, aber nie langweilig. Beispielsweise hatten sie früher zwei Shouter, dann mit einem mindestens genauso gut weitergemacht, und neuerdings gibt’s sogar Songs auf Deutsch! Wie fortschrittlich!

Insert Cool Name

Nicht direkt aus Ulm, aber direkt einfach die geilste (Punk-)Band die es überhaupt gibt und jemals geben wird. Und die werden dieses Jahr als Band 20 (!). Unfassbar.

Man muss sich das mal reinziehen: Die beiden Brüder Bene und Tim, vielleicht die Köpfe der Band, standen irgendwann ohne Drummer da und haben einfach ihren Vater gefragt. Dieser hat nicht nur schon ein paar Jährchen auf dem Buckel und einen wunderschönen weißen Rauschebart, sondern konnte aus irgendwelchen Gründen auch die Bassdrum nicht treten. Kurzerhand wurde hierfür einfach ein zweiter Drummer organisiert – alleine für die Bassdrum.

Ein weiteres Merkmal sind sicher die immer neuen und noch absurderen Verkleidungen, die sich die Jungs für ihre Shows ausdenken.

Man kann schon sehen, alle Latten am Zaun haben die auf keinen Fall, aber zu unser aller Glück halten sich Genie und Wahnsinn immer die Waage. Jedenfalls bis jetzt…

Back To Zero (RIP)

Die Band, zu der ich vielleicht den wenigsten persönlichen Bezug habe, außerdem haben sie sich leider mittlerweile aufgelöst. Hardcore wie ich ihn mag: Brutal, auf’s Maul, mal schnell, mal moshig. Ich hatte das Glück, die letzte Show besuchen zu können, das war schon ein wahnsinniges Brett. Im Keller eines alten Fabrikgeländes in Ulm. Das war irgendwie besonders, und ich bin froh dabei gewesen zu sein.

EmAnzEnpAnzEr

Mystisch. Es gibt bisher weder Aufnahmen noch Videos, und obwohl mehrere Freundinnen von mir in der Band spielen und singen weiß ich recht wenig über die Band, haha. Was ich von den Shows, die ich besucht habe, weiß ist dass es ordentlich Frauenpower in die Fresse gibt, und das finde ich mega. Frauen sind ja in eigentlich jeder Szene (außer vielleicht im Pop) eher noch weniger vertreten als wir Pimmel, und je schneller sich das ändert, desto besser. Das ist einfach eine Sache von Vielfalt, finde ich gut und sollte es mehr geben.

Asstereoidiots (RIP)

Ebenfalls leider schon aufgelöst, aber die Jungs haben sehr viele Jahre die Region unsicher gemacht, außerdem ist der Sänger und Gitarrist Mikki mein zweiter Mitbewohner.

Selbiger hatte die Angewohnheit sich bei ihren Konzerten IMMER vom Publikum zur Bar tragen zu lassen, dort, immer noch auf den Händen der Leute, einen Schnaps zu trinken und dann wieder zurück. Herrliche, bierige und schwitzige Punkrock-Shows waren das!

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Ja als Ob ist am 07. Februar 2020 über Findaway Records erschienen.

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