Im März diesen Jahres mussten The Menzingers ihre Tour zum neuen Album abbrechen. Wie auch viele andere Musiker fanden sich die Jungs aus Philadelphia plötzlich arbeitslos in ihren eigenen vier Wänden wieder – die Musikindustrie lahmgelegt, die Verzweiflung groß. Untätig blieben die Jungs allerdings nicht…

Statt die Köpfe in den Sand zu stecken, haben The Menzingers ihr im Oktober 2019 erschienenes Album Hello Exile neu interpretiert und aufgenommen. Das Lockdown-Projekt erscheint digital am 25. September und physisch am 13. November via Eptiaph Records unter dem Titel From Exile. Wie das Ganze entstanden ist, soll Euch Greg Barnett einfach selbst erklären:

We came up with a plan to re-record Hello Exile acoustically from separate locations. We would track the songs from our own home studios, share the files via dropbox, and pray it all made sense when pieced back together. Initially, we planned for the album to be similar to our acoustic demo collection On The Possible Past, but we quickly found out that this batch of songs benefited from more detailed arrangements. So we got to work. We rewrote, and changed keys and melodies. We blended analog and digital instruments in ways we never had before. We dug through old lyric notebooks and added additional verses. We got our dear friend Kayleigh Goldsworthy to play violin on two songs. No idea was off limits. Hell, I even convinced the band to let me play harmonica on a song (no small feat!). The recording process ran from mid-March till June, and upon completion we sent it over to our dear friend and close collaborator Will Yip to mix and master. Like always, he did an amazing job bringing our vision to light, and we can’t thank him enough for all his hard work on this project.

Klingt vielversprechend, oder? Hello Exile hat mir damals eigentlich richtig gut gefallen, das könnt ihr in meiner Review nachlesen. Jetzt, einige Monate später, muss ich leider sagen, dass wenig bei mir hängen geblieben ist – das stärkste Menzingers-Album ist es definitiv nicht. Das ist From Exile zwar auch nicht, aber als Akustik-Album lässt sich das ja auch nur schwer mit den Vorgängern vergleichen. Fakt ist, ich bin Fan von akustischen Versionen und bei mir treffen die neu interpretierten Songs voll in’s Schwarze!

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The Menzingers (Photo by Jess Flynn, 2020)
The Menzingers (Photo by Jess Flynn, 2020)

Jeder einzelne der insgesamt 12 Songs wurde um verspielte Elemente und liebevolle Details ergänzt. Die von Greg Barnett erwähnte Geige ist da nur die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Diese kommt übrigens im Song Last To Know, den es am Ende des Beitrags zu hören gibt, besonders gut zur Geltung. Insgesamt wurde das Tempo gedrosselt, das rundet das akustische Konzept allerdings ab und verleiht dem Ganzen eine sehr gefühlvolle Note.

Da ich gerade selbst in Quarantäne festsitze, bin ich ganz froh um diese Scheibe. From Exile ist ein ganz wunderbarer Begleiter für ruhige Tage daheim und weckt ein heimeliges Gefühl. Es würde sich aber auch ganz gut für ein corona-konformes Akustik-Konzert eignen!

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