Wolfbrigade – The Enemy: Reality ::: Review (2019)

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Sattelt Eure Werwölfe, die Lycanthro-Punker sind zurück! Mit The Enemy: Reality veröffentlichen Wolfbrigade den mit zehn Tracks bestückten Nachfolger des Albums Run With The Hunted, auf dem zum wiederholten Male feinster Crustpunk feilgeboten wird.

In gerade einmal 27 Minuten knüppeln sich die fünf Schweden durch das komplette Genre und verpassen dem ganzen dabei eine ganz eigene, großartige Note. Zugegebenermaßen große Worte, auf die Wolfbrigade jedoch Taten folgen lassen. So verleiht Mikael Dahls hardcoreske Stimme selbst vermeintlich „ruhigeren“ Stücken einen unglaubliche Aggressivität und verschmilzt zusammen mit den Gitarrenflügeln, den Drums und dem Bass zu einer herrlichen Symbiose.  Schönes Beispiel dafür ist das groovige Hammer to the Skull.

Wolfbrigade [photos by E. Ljungbacken]
Wolfbrigade [photos by E. Ljungbacken]
Größtenteils jedoch wird auf The Enemy: Reality weniger mit Werwölfen gekuschelt, als in die Schlacht gezogen – checkt The Wolfman (siehe im Video unten), und ihr wisst was ich meine. Die Lycanthro-Version von Lemmy hätte dabei seine helle Freude gehabt. Hier wird Mötorhead gehuldigt und in einem mit Nieten versehenen Crust-Mantel gehüllt. Mein persönlicher Favorit ist allerdings Human Beast: Auf einen stampfenden Einstieg folgt ein Riff-Gewitter, welches den Weg in die Schlacht weisen wird.

„The lyrics dissect the state of human existence, the bizarre animal presence that we are. The naked apes. Exploring the dynamics that rule man. Power and submission. Manipulation. The injustices of inequality. This is an album seething with anger and frustration.“ (Southern Lord 2019)

Dieses Album setzt fort, was Wolfbrigade noch als Wolfpack begannen und im Laufe der Jahre stetig voran trieben, textlich wie musikalisch. Heraus kommt wieder einmal ein richtig fettes Album, welches Crustpunkern, Bangern und sonstigen Freunden härterer Klänge viel Freude bereiten wird.

Wer sich beeilt und Interesse daran hat kann über Southern Lord noch die Clear-Vinyl Version ordern, die Green/Black-Splatter Edition scheint hingegen bereits vergriffen zu sein.

Tracklist

  1. Sum Of All Vices
  2. Fire Untamed
  3. The Wolfman
  4. Hammer To The Skull
  5. Narcissistic Breed
  6. Nightmare Of Wolves
  7. Doomsday Dominion
  8. Wells Of Despair
  9. Human Beast
  10. Hunt The Hunter

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