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Seit einer gefühlten Ewigkeit warte ich nun darauf, dass Youth Fountain ihr Debütalbum Letters To Our Former Selves veröffentlichen. Nachdem die Band dieses Album bereits unter dem alten Namen Bedroom Talk ankündigte, wurde die Veröffentlichung immer wieder verschoben. Erst als der Wechsel zum Label Pure Noise Records bekannt wurde, gab es endlich wieder Hoffnung auf ein baldiges Release. Als vor wenigen Tagen nun Letters To Our Former Selves endlich in meinem Briefkasten lag, war ich also mehr als aufgeregt und meine Erwartungen waren nach so langer Wartezeit dementsprechend hoch. Leider fiel mir beim ersten Blick auf die Tracklist auf, dass diese eher eine Ansammlung aller bisherigen Songs von Youth Fountain ist. Lediglich vier Songs, die nicht im Vorfeld veröffentlicht wurden, sind auf Letters To Our Former Selves zu hören. Als Fan ist dies schon ein kleiner Wermutstropfen, jedoch perfekt für alle, die die Band durch dieses Album kennen lernen werden.

Youth Fountain schaffen es mit tiefgehenden Lyrics dem Hörer in ein emotionales Korsett zu fangen, dass sich immer fester schnürt, bis ein verzweifelter Schrei voller Schmerz die Lippen verlässt und den tauben Körper mit Gefühlen durchströmen lässt. Was bedeutet ein Leben ohne Ziele? Gefangen in der Hilflosigkeit seiner Existenz. Die Angst vor dem Sterben, aber zur selben Zeit sich nichts anderes zu wünschen. Auf Letters To Our Former Selves werden Themen und Fragen behandelt, mit denen sich die Mitglieder in ihrem früheren Leben konfrontiert sahen. Älter werden ist ein Prozess vor dem viele Angst haben, vor allem wenn es bedeutet seine Träume und Ziele an einem Punkt nicht mehr verfolgen zu können. Eine wichtige Erkenntnis dabei ist, dass man nicht allein mit diesen Sorgen ist. Die Mitglieder von Youth Fountain gingen und gehen durch die selben Veränderungen. Sie haben einen Weg gefunden ihre Ängste und Gedanken in Form von Musik auszudrücken, auch um anderen zu helfen.

Musikalisch gesehen schaffen es Youth Fountain auf Letters To Our Former Selves zudem einen charakteristischen Sound zu kreieren, der sich in jedem Fall von vielen Bands – im so oder so schon überlaufenden Melodic-Hardcore Genre – abhebt. Besonders markant ist dabei der wechselhafte Gesang von Tyler Zanon (Gitarre/ Gesang) und Cody Muraro (Gesang).

Fazit:

Um es kurz und schmerzlos zu machen, Letters To Our Former Selves ist für jeden Melodic-Hardcore Fan ein Muss in diesem Jahr. Das Album zeichnet sich durch einen charakteristischen Sound und tiefgreifenden Lyrics aus. Einziger Kritikpunkt ist die Tracklist, aber das ist meckern auf ganz hohem Niveau.

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