10 Records Worth To Die For: #111 mit Chris (Marodar)

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1Kaput Krauts – Quo vadis, Arschloch?

Auf die Band aufmerksam geworden bin ich durch das Split-Album mit Nein Nein Nein (ebenfalls eine sehr gute Punkband, leider aufgelöst), „Bombing your Kleinstadt“. Januar 2009 kam dann dieses Monster eines Albums raus. Bis heute nicht nur wegen Musik und cleveren Texten hoch bei mir im Kurs, sondern auch, weil es meine erste 12“ Vinyl war. Durchsichtig war die Scheibe auch noch, wie abgefahren!

2Pascow – Nächster Halt gefliester Boden

Die Band verfolgt mich bis heute (oder anders herum, respektablerweise). Sie werden von Album zu Album einfach immer noch besser. Dieses mag nicht unbedingt das beste Album der Band sein, für mich steht es aber weit oben auf der Liste. Das arme Ding habe ich beinahe tot gehört. So genial, wie die Band über alle ihre Alben bis heute ist, war „Nächster Halt“ für mich von Anfang an das Schiff, auf dem ich am liebsten mitgefahren bin. Die MS Pascow immer noch auf Kurs!

The Gaslight Anthem – The ´59 Sound
Ich gebe es zu: Ich war Fanboy. Neben dem Vorgänger ist „The ´59 Sound“ mit Abstand bestes Album der Band. Höre ich heute nicht mehr so oft, aber immer noch sehr gerne.

Listener – Wooden Heart
Seit ich die Band das erste Mal im Exhaus Trier sehen durfte, hat sie mich nicht mehr losgelassen.
Insbesondere dieses Album schafft es immer wieder, mich emotional zu berühren und ob der
lyrischen Wendungen in Erstaunen und Faszination zu versetzen. Der Titelsong alleine ist so voller Gefühl und Fulminanz, dass ich noch immer Gänsehaut beim Hören bekomme.

Hot Water Music – Caution
Im Freundeskreis war ich bezüglich HWM eher ein Spätzünder. Auf „Caution“ lasse ich seitdem nichts kommen. Ein perfektes Album. Der Opener alleine schon: so brachial mit Remedy einzusteigen und dann einen Hit nach dem anderen abzuliefern, absoluter Wahnsinn.

Petrol Girls – Talk of violence
Auf herzliche Empfehlung in der Schaubude Kiel live gesehen und fast von den Socken gerissen. Was diese Band an Kampfgeist an den Tag legt und wie sich dieser musikalisch und in den Texten ausdrückt, ist nicht nur live ein Brett. „Touch me again and I`ll fucking kill you.“ Mag man jetzt als radikal feministisch bezeichnen oder schlicht als Militanz gegen die unsäglichen, realen Zustände. Hat definitiv immer wieder Gänsehaut-Potenzial.

Idle Hands – Mana
Ein noch sehr frisches Album einer ebenso halbwegs neuen Band aus Portland, Oregon. Bislang kannte ich von dort eher gediegenere Musik, bis die EP „Don`t waste your time“ mir gezeigt hat, wie heutzutage eine Art Gothic/New Wave of Heavy Metal/80s Vibe-Band klingt und wie man sich dem nur schwer entziehen kann. Das Album hat dann jegliche Erwartung übertroffen. Wie bitte kann ein Sound, der so sehr nach 80ern klingt, so erfrischend und beinahe schon Alleinstellungsmerkmal sein?

Turbostaat – Vormann Leiss

Ähnlich wie bei Pascow, gibt es hier kein schlechtes Album. Vermutlich steckt einfach viel
persönlicher Zeitgeist in dieser Entscheidung, aber „Vormann Leiss“ verbindet die vorigen, deutlich punkigeren Alben mit den vertrackteren und teilweise ja sogar schon poppig anmutenden Nachfolgern. Außerdem hoffe ich, nicht der Einzige zu sein, der dachte, Husum wäre eine Insel. Verdammt aber auch!

Affenmesserkampf – Clowns in Wut – ein deutsches Herz hat aufgehört zu schlagen IV
Support your local scene! Affenmesserkampf sprechen aber auch so schon für sich. Ganz abgesehen davon, dass ich den Bandnamen immer wieder erneut für grandios befinden muss. Sollte uns mal jemand sagen, dass ein klein wenig Affenmesserkampf in uns steckt, wäre ich ob der Referenz auf jeden Fall geadelt.

Darkthrone – A Blaze in the Northern Sky
Eher neu im meinem kleinen Musikkosmos. Unser Gitarrist Wladi hat mir das Album treffend
beschrieben: „Dieses Album ist meiner Meinung nach Pflichtlektüre. Abgesehen davon, dass es musikhistorisch gesehen eine große Rolle spielt, sind die intensiven Riffs und die kalte, düstere Atmosphäre ein Meilenstein der extremen Musik“. Und wenn Wladi das sagt, wird das schon stimmen.

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