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All Out War – Give Us Extinction ::: Review (2017)

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All Out War aus New York sind schon seit 1991 in der Szene aktiv und jetzt zurück im Line-Up ihres legendären 1998er Werks For Those Who Were Crucified. Die Band steht für kompromisslosen Hardcore an der Grenze zum deutschsprachigen Thrash Metal der 1980er Jahre mit sozialer Message und Gewissen. Dazu etwas Cro-Mags und Carnivore, fertig ist ein Musikstil, der den Metalcore vorwegnahm, als man noch keinen Namen für einen solchen Stil hatte. Give Us Extinction ist ihr erstes Lebenszeichen nach der EP Dying Gods, die 2015 veröffentlicht wurde, und dem letzten Studioalbum Into the Killing Fields, das 2010 über Victory Records erschienen ist. Und was für ein krasses Teil ist das bitte? Riffs, die jeder Metal-Band gut zu Gesicht stehen würde, krasse Breaks und ziemliches Uptempogeknüppel. Dazu die geilen harten Vocals von Sänger Mike Score. Die Erholungspassagen wie das Intro Carcass Rot, das von Michelle Eddison (ex-Starkweather) eingesprochen wurde, sind rar gesät. Denn dann gehts auch schon los mit Circling Vultures. Bei Choking On Indifference und Cybergod lockern der Gastgesang von Emily Muscara (Straphangers) das ganze auf. Obwohl… „auflockern“ ist wohl das falsche Wort. Ihre Vocals klingen eigentlich genauso hart, wie die ihres männlichen Kollegen. Aber sie sorgen für willkommene Abwechslung. Abegrundet wird das Album durch ein Cover des Nausea-Hits Cybergod

Steve Evetts als Produzent und Alan Douches als Engineer sorgen dafür, dass der Sound zwar klar produziert ist, liefern aber die nötige Dreckigkeit, damit die Musik auch glaubwürdig rüberkommt. Hervorzuheben ist außerdem das gelungene Coverartwork von Alexandre Goulet, das so ein bisschen wirkt, als hätten sich Marduks Wormwood-Cover mit Napalm Deaths From Enslavement to Obliteration getroffen.

Das Album erscheint am 11 August 2017 über Organized Crime Records als CD, LP und natürlich auch digital.

All Out War in London – Foto von Aga Hairesis

Fazit: Ein erbarmungsloses Album, das nur selten den Weg ins Midtempo findet. Pflichtstoff für jeden, bei dem das Metal im Core keine hohle Phrase ist.

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Titelliste:

1. Give Us Extinction
2. Burn These Enemies
3. Worship the Cancer
4. From the Mouths of Serpents
5. In Praise of Leeches
6. Choking on Indifference (mit Emily Muscara)
7. Carcass Rot (mit Michelle Eddison)
8. Circling Vultures
9. Ingesting Vile
10. Bodies for the Machine
11. Cybergod (mit Emily Muscara, Nausea-Cover)
12. Repulsive Premonitions

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Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf Blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc (Archivversion: http://archive.iamhavoc.de/) veröffentlicht seine Beiträge aber jetzt hier,

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