Barstool Preachers - Party Eternal (2026)
Barstool Preachers - Party Eternal (2026)

Das Cover hatte mich sofort. Wer meine Tattoos kennt, weiß, dass ich auf genau solche Oldschool-Motive stehe. Der Titel Party Eternal verspricht dann auch noch eine ziemlich wilde Nacht. Nach dem Hören würde ich allerdings sagen: Das ist eher eine Stehparty, auf der Selters in Gläsern serviert wird.

Party Eternal? Eher Stehparty mit Selters.

Die Bar Stool Preachers bewegen sich irgendwo zwischen Jaya The Cat und Buster Shuffle. Das ist grundsätzlich keine schlechte Gegend, nur fehlt mir auf diesem vierten Album oft der Moment, in dem die Songs wirklich zünden. Plastic Romantic ist tanzbar und bleibt hängen. Bei vielen anderen Nummern warte ich vergeblich darauf, dass aus nettem Mitwippen mehr wird. Auch T.J. McFaull holt mich als Sänger nicht so ab. Der Vergleich mit seinem Vater Colin von Cock Sparrer ist vielleicht unfair – in meinem Kopf steht er beim Hören trotzdem im Raum.

Barstool Preachers - Live (2026)
Barstool Preachers – Live (2026)

Mit Pick A Side habe ich noch ein anderes Problem. Der Song spielt auf den Vorfall bei einem Konzert der Sleaford Mods in Madrid an, bei dem wiederholt ein palästinensisches Tuch auf die Bühne geworfen wurde und die Band den Auftritt vorzeitig beendete. Dass Jason Williamson sich damals nicht auf Zuruf positionieren lassen wollte, kann ich nachvollziehen. Mir muss auch niemand per Songtitel sagen, dass ich eine Seite wählen soll. Dass die Bar Stool Preachers die Bandcamp-Einnahmen der Single an Medical Aid for Palestinians spenden, ist dagegen eine gute Sache. Mein Ärger über den Song richtet sich gegen seinen Ton, nicht gegen die Hilfe.

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Am besten gefallen mir ausgerechnet die beiden Stücke mit Gästen: Sick World mit Fishbone und This Is Goodbye mit The Rumjacks. Da passiert für mich mehr als auf weiten Teilen des restlichen Albums. Das Video zu Singing Along könnt ihr euch unten selbst ansehen; musikalisch ändert der Song an meinem Gesamteindruck wenig.

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Die Band hat Party Eternal unabhängig per Crowdfunding finanziert und ihren Fans dabei einiges angeboten – bis hin zum privaten Konzert. Dieser direkte Draht zum Publikum ist sympathisch. Nur lässt sich Begeisterung nicht mitfinanzieren. Das Cover würde ich mir sofort auf die Haut stechen lassen. Die Platte lege ich vermutlich nicht allzu oft wieder auf. Für eine ewige Party war mir dieser Abend schlicht zu brav.

Tracklist

  1. Sick World (feat. Fishbone)
  2. Plastic Romantic
  3. Want To Know
  4. Singing Along
  5. Pick A Side
  6. You’re Killing Me, Eve
  7. Time Of Our Lives
  8. Hand Grenade Heart
  9. Heartbeat Baby
  10. S.O.S.
  11. Party Eternal!
  12. The Closed Door
  13. One For The Weekend
  14. This Is Goodbye (feat. The Rumjacks)
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– Playlist: Happy Release Day

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