Bellrope ist eine 2016 gegründete Sludge-/Doom-/Noise-Band aus Mannheim, die ihre Musik wie folgt beschreiben:

„BELLROPE. Amp hauling. Amp abusing.Sounding like a M4 Sherman running over your precious records collection.“

Bellrope

Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Ihr Album You Must Relax klingt, naja sagen wir mal, unentspannt. 😉 Aber ich will jetzt hier nicht den nörgelnden CDU-Punk raushängen lassen und leg mal los.

Bellrope haben fünf Songs auf das Album gepackt und arbeiten sich von dreieinhalb Minuten kontinuierlich auf eine reichliche viertel Stunde pro Titel hoch. Der Opener Hollywood 2001/Rollrost (Wie zum Geier kommt man auf solche Namen?) ist quasi ein Kampf von Sänger und Mikro, den man im Nachbarzimmer mithört. Es klingt ungesund. Bei Old Overhold kommt Musik ins Spiel und die soundtechnische Tiefe des Albums kommt spätestens beim dritten und dem Album gleichnamigen Song You Must Relax deutlich zum Vorschein. Eine Wand, so hoch, dass du das Ende nicht siehst, wuchtet dich einfach weg – nix mit relaxen. Eine beeindruckende Einheit aus drückenden Schlagzeugbeats mit einer gut verzerrten Basswalze legen den Grundstein. Dazu kommt eine sich in das Geschehen nahtlos einfügende Gitarre mit einer starken Zerre und viel Schubkraft. Ab und zu gibt es ein paar atmosphärische Spielerein mit dem diversen Effekten, die mit Know-How platziert sind und nicht zu sehr in den Vordergrund treten.

- NEWSLETTER -

Der nächste Song TD200 ist musikalisch ähnlich aufgestellt. Aber dessen Besonderheit ist die teilweise recht klare Gesangsstimme, beziehungsweise die recht klar klingenden Einspieler. Ab dem ersten Drittel klingt es mit dem neu einsetzendem Gitarrenriff dann auch ein bisschen stonerlastiger, das gefällt mir recht gut und es drückt immer noch ordentlich!

Den letzten Song von You Must Relax spielen Bellrope einfach mal knappe 18 Minuten. CBD/Hereinunder startet, wie der Name vielleicht schon vermuten lässt, langsamer und dabei bleibt es auch. Dadurch wird es irgendwann so eingängig, dass der Kopf sich alleine von vorn nach hinten bewegt. Muss man mögen!

Alles in allem eine krasse Sache, die nicht kleingedredet werden sollte finde ich. Ist jetzt nicht mein Favorit für jeden Montagnachmittag, aber ab und an geht das schon klar! Hört mal rein und lasst es erstmal wirken:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptierst du die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

- Werbung -
– Playlist: Happy Release Day
Vorheriger BeitragTuning – Hanging Thread ::: Review (2019)
Nächster BeitragZig Zags – You’ll Never Take Us Alive ::: Review (2019)
Felix
Ahoi! Ich bin Felix, komme aus Dresden und bin seit Mai 2017 bei AWAYFROM LIFE aktiv. Hier schreibe ich hauptsächlich Reviews und Konzertberichte, wirke bei „10 Records Worth To Die For“ mit und schreibe ab und an einen News-Artikel. Musikalisch fühle ich mich im Punk-Rock zu Hause und steh‘ da besonders auf alles was in die Rubrik „Raw’n’Dirty“ passt! Je nach Gemütslage schwankt die bpm-Anzahl. Ich bin ansonsten Student in Dresden und spiele in der Band Deep Shining High Gitarre. Ich bin gerne draußen unterwegs, gehe auf Konzerte und verbringe liebend gerne eine gute Zeit mit Leuten, die ich gerne habe. Wandern (also auf richtigen Bergen) fetzt, bouldern auch und in der Natur mal die Ruhe genießen finde ich auch schön. In diesem Sinne, UP THE PUNX!

Beitrag kommentieren

Bitte gebe dein Kommentar ein
Bitte gebe dein Name ein