Bild zeigt Nathan Gray auf der End Hits Tour
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Dedication Records

Nun ist es endlich so weit und das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu! Dass dieses Jahr wenig Gutes zu bieten hatte, müssen wir Euch ja nicht erzählen. Wir wollen aber trotzdem versuchen positiv auf die vergangenen Monate zurückzublicken, denn das ein oder andere Highlight gab es 2020 ja dann doch. Daher präsentieren wir Euch in den kommenden Wochen wieder täglich unsere Best-Of HC-Punk 2020!

Gleichzeitig dürft ihr uns auch 2020 wieder bis zum 31. Dezember Eure Highlights des Jahres in der Leserumfrage mitteilen. Beantwortet 6 kurze Fragen und helft uns gemeinsam das Hardcore-Punk-Jahr Revue passieren zu lassen. Als kleines Dankeschön verlosen wir unter allen Teilnehmenden 3 Überraschungspakte mit CDs, Vinyl und mehr im Gesamtwert von über 250 Euro:

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Die Ergebnisse der Umfrage stellen wir Euch dann im Januar 2021 vor. Wir sind gespannt auf Eure Antworten und wünschen Euch vorab besinnliche Feiertage mit Euren Liebsten und einen guten Start ins neue Jahr.

Hier könnt Ihr unserer Spotify-Playlist zum Best-Of 2020 folgen.

Chrissy’s Hardcore-Punk Highlights 2020

Best-Of Hardcore-Punk 2020 – Der AWAY FROM LIFE Jahresrückblick - Logo

Ich bin Chrissy, seit 2019 ein Teil der AWAY FROM LIFE Crew und eigentlich in jedem Bereich aktiv – von Plattenkritiken, über Konzertreviews, Konzertfotos bis hin zu Interviews. Die Corona Zeit hat auch an mir genagt und so sah es in den letzten Monaten leider etwas spärlich aus, mit Zeit und Energie für Beiträge. Aber die Liebe zur Hardcore und Punk Musik ist ungebrochen, und man! ich kann es genauso wie ihr kaum erwarten, dass wir uns endlich wieder auf einer Show sehen!

Eines muss man 2020 aber dennoch lassen: So viel gute Veröffentlichungen gab es selten in einem Jahr. Die Auswahl fiel mir wirklich schwer!

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Alben des Jahres

Spanish Love Songs – Brave Faces Everyone (Pure Noise/Soulfood)

Ich dachte schmaltz wäre schon die Krönung, aber Spanish Love Songs haben mit Brave Faces Everyone bewiesen, dass da noch einmal mehr geht. Melodischer, kraftvoller Emo-Rock, der eingängig von Außenseitern, Hoffnungslosigkeit und Sozialen Missständen erzählt. Eine wirklich emotionale Mischung also und damit genau mein Ding. Und hey, der Titel könnte nicht besser zu diesem Jahr passen, oder?

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Giver – Sculpture Of Violence (Holy Roar)

Mit Sculpture of Violence haben Giver gleich Anfang 2020 ein Album hingelegt, das ich in meinem Review damals zum Anwärter für das Album des Jahres gezählt habe und auf diesem Podest sehe ich es immer noch. 

Nicht nur musikalisch, auch inhaltlich trifft mich Sculpture of Violence ins Mark. Politisch, mitfühlend und anprangernd liefern Giver eine knackige Mischung aus bittersüßen Melodien, rollende Drums, wuchtige Beatdowns und eine starke Stimme, die immer wieder durch Gang-Shouts in ihrer Wut unterstützt wird. Hier wird mit Schlagzeugrhytmen und -klängen gespielt, wie auf sonst kaum einem Album, das ich in der vergangenen Zeit gehört habe. 

Mil-Spec – World House (Lockin’ Out Records)

Noch eine schöne Überraschung in diesem Jahr. Nach etlichen Demos und EPs veröffentlichen Mil-Spec 2020 ihr erstes Album. World House liefert classic Hardcore im neuen Gewand und ist dabei so energiegeladen, roh und gleichzeitig emotional, so ehrlich und auf den Punkt – auch was die Texte angeht – dass es einen einfach packt. Eine wirklich großartige Platte, die leider viel zu schnell vorbei ist, aber man kann sie ja einfach noch mal hören. 

Strike Anywhere – Nightmares of the West (Pure Noise Records)

DAS Comeback auf das ich so lange gewartet hatte. Und ich hatte nur Gutes erwartet. Vor allem aber, dass Strike Anywhere wieder politisch, melodisch, bissig und dennoch hoffnungsvoll die Themen dieser Welt bearbeiten. Tatsächlich, das hat mir Thomas Barnett im Interview erzählt, sind die Menschen hinter Strike Anywhere erwachsener geworden, reflektierter und das hört man in den Texten, aber das ist keineswegs was schlimmes und die Musik ist nach wie vor die selbe. Unglaublich mitreißend, melodisch, kraftvoller Punkrock mit ordentlich Material zum Mitsingen. Nightmares of the West gehört für mich – so wie alle Strike Anywhere Alben – einfach zum Grundstock jedes Plattenregals.

Touché Amoré – Lament (Epitaph Records)

Auf dieses Album hatte ich sehnsüchtig gewartet und tatsächlich auch ein wenig Angst, ob Touché Amoré die Latte weiterhin so hoch halten können. Und ich bin mir sicher, sie haben sich genau deshalb so viel Zeit gelassen, weil es wirklich schwer war dem musikalisch und thematisch herausragenden Album Stage Four etwas nachzusetzen, was überzeugt. Die Zeit und auch der nötige Abstand haben sich gelohnt. Lament ist in meinen Augen TA’s bestes Album. Die Riffs noch melodischer, der Gesang noch harmonischer und runder, die Texte noch reflektierter (auch Bezug nehmend auf das doch sehr persönliche Stage Four) und das Songwriting einfach nur grandios. Nicht zu vergessen, die Leistung von Gast-Musiker Andy Hull (Manchester Orchestra) in Limelight. Nie hätte ich gedacht, dass diese Stimme zum TA Sound passen könnte, aber sie webt sich so gut in den Song ein und harmoniert so gut mit Jeremy Bolms Screams im Hintergrund, dass die Zweifel einem im Nachhinein lächerlich vorkommen. Was für eine Bereicherung! Selbst der Americana angehauchte Song A Broadcast überzeugt. 

Mein absoluter Favorit: Reminders, allein schon wegen der Message und des süßen Videos!

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Newcomer des Jahres

Ways Away

Die Supergroup aus Mitgliedern von Stick to your Guns, Samiam, Boysetsfire und Raquet Club! Man hätte sich ja denken können, dass das geil wird, aber soooo großartig!? Man hört richtig, wie viel spaß die Jungs zusammen haben. Mit ihrem selbstbetitelten Erstlingswerk legen Ways Away einen großartigen Song nach dem anderen aufs Vinyl Parkett! Eingängige Melodien, großartige Riffs, ja zeitlose Songs die wirklich frisch wirken. Wie vielseitig Jesse Barnetts Stimme sein kann, konnten wir uns dank Trade Wind ja schon denken. Hier zeigt er noch einmal mehr was für ein großartiger Vocalist er ist.

Be Well

Meine Entdeckung 2020 – Auch wenn die Band um Dalbec (Bane, Antagonize, Only Crime, ex-Converge), Brian McTernan (Battery, Ashes), Peter Tsouras (Fairweather, Olympia), Mike Schleibaum (Darkest Hour, Beasts of No Nation) und Shane Johnson (Fairweather, Olympia) sich schon 2019 geformt hat, so richtig Wind bekommen von ihnen habe ich erst in diesem Jahr. 

Das Konzept der Band, die psychischen Probleme mit der Musik zu verarbeiten, die wir lieben und die uns immer einen Zufluchtsort gespendet hat, finde ich allein schon großartig. Was dabei heraus gekommen ist, ist umso großartiger. 

The Weight and the Cost ist definitiv auch eines meiner Alben 2020, ich habe es dort nur nicht erwähnt, weil die Liste schon voll war und weil ich mich nicht wiederholen möchte. 🙂 

Erwähnenswerte Highlights

Meine Highlights waren die Konzerte, die ich noch vor den Infektionsmaßnahmen besuchen und fotografieren durfte. 

Zum einen die Endhits Tour mit Norbert Buchmacher, Swain, Matze Rossi und Nathan Gray. Mal ungeachtet der Musik habe ich selten so viel Liebe und Eintracht unter Musikern erlebt. Ich war auf dem Auftaktkonzert ihrer Tour und auf einem der letzten und konnte miterleben, wie sehr das gemeinsame Tourleben diese Musiker zusammengeschweißt hat. Musik bringt zusammen!

Einige wenige Tage vor dem Lockdown konnte ich endlich Chiefland live im Jenaer Rosenkeller erleben. Winzig kleine Location, familiäre Atmosphäre und dieses sympathische und kraftvolle Konzert. <3

Ebenfalls noch gesehen habe ich Silverstein und Hawthorne Heights im SO36. Ich habe selten so ein intensives Glücksgefühl auf einem Konzert gespürt. So viele Erinnerungen und schöne Momente, die wach wurden. Eng an eng mit Unbekannten singen und tanzen, kaum noch vorstellbar heute.

Und ebenfalls noch kurz vor dem Lockdown durfte ich Turnstile, One Step Closer, GAG und Glitterer in der Chemiefabrik Dresden sehen. Was für eine Hammer-Show!

Ein ganz besonderes Highlight war für mich das Interview mit Strike Anywhere Frontman Thomas Barnett. Scheiße war ich aufgeregt, aber Thomas ist so ein toller und gesprächiger Typ. Jemand mit dem man gerne abends halb drei mit nem Bier irgendwo sitzen und sich verquasseln möchte.

Enttäuschungen des Jahres 

Ignite Sänger Zoli geht. Diese Nachricht hat mich wirklich traurig gestimmt. Und natürlich der ganze Corona-Wahnsinn mit allen negativ-Folgen, die damit für die Musik und Kulturbranche einhergehen. Rein musikalisch hat mich 2020 tatsächlich eher positiv überrascht. Nicht vorzustellen, wie toll das Jahr geworden wäre, hätte man die neuen Veröffentlichungen auch alle live performt sehen können.

Ausblick für 2021: Für das nächste Jahr wünsche ich mir…

In erster Linie wünsche ich mir, dass die Kulturbranche endlich unterstützt wird. Dass Lösungen gefunden werden, um nicht nur in Zukunft ihr Bestehen zu sichern, sondern dass auch die, die bereits durch Corona aufgeben mussten, Hilfe erfahren.

Sehr, sehr, sehr wünsche ich mir, dass Evergreen Terrace endlich ihr langerwartetes neues Album aufnehmen und dann auch wieder live in Deutschland performen. Und Boysetsfire möchte ich im nächsten Jahr auch unbedingt wieder sehen – ein Jahr ohne ein Konzert von ihnen ist schon echt seltsam.

Ich möchte jedes Konzert nachholen, auf das ich 2020 nicht gehen konnte, u.a. STYG, Shai Huld, Viva Belgrado, Earth Crisis, und ich will darüber hinaus endlich wieder Konzertbilder machen.

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Folgt hier außerdem unserer Spotify-Playlist zum Best-Of 2020.

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