Düster, pessimistisch und ohne Aussicht auf bessere Zeiten. Das soll jetzt keine Einschätzung der aktuellen Weltsituation sein, nein, viel mehr lässt sich damit das neueste Album Free Us From Existence von Concrete auf den Punkt bringen. Für die Band aus Albany, New York ist es nach Everything Ends Now (2017) der zweite Longplayer in ihrer zehnjährigen Bandgeschichte. Veröffentlicht wird das Album am 07. August 2020 via Black Voodoo Records.

Concrete (Band 2020) - by Chantel Roberts
Concrete (Band 2020) – by Chantel Roberts

Zuallererst drängt sich einmal die Frage auf, wie es denn sein kann, dass eine bereits 2010 gegründete Hardcore Band aus New York derartig unter dem Radar herumschwirren kann. Concrete, der Name wäre mir wirklich noch nie irgendwo untergekommen. Das spricht einerseits natürlich nicht für mein Allgemeinwissen in Sachen Hardcore Musik, andererseits offenbart sich schon nach wenigen Minuten Spielzeit so ein kleiner Verdacht. Dieser Verdacht erhärtet sich auch in weiterer Folge und mündet letztendlich in folgender, plumper Schlussfolgerung: Das Gehörte gefällt mir einfach überhaupt nicht.

All jenen, die ähnliche Wissenslücken aufweisen, sei an dieser Stelle verraten: Concrete stehen für einen sehr metal-lastigen Hardcore/Beatdown Sound. Das ist ja im Grunde alles andere als schlecht, nur leider kann ich persönlich mit der Interpretation dieses Genres von Concrete rein gar nichts anfangen.

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So finden sich Einflüsse von Death, Thrash und Black Metal auf Free Us From Existence wieder, dennoch machen die Songs meines Erachtens einen überwiegend unstimmigen Eindruck. Das stellenweise penetrante Drumgeknüppel und die vielen Midtempo Passagen lösen ebenfalls keine mitreißende Euphorie aus.

Unterstrichen wird der düstere Sound von den dazu passenden pessimistischen Lyrics, Jünglinge der PMA-Mentalität suchen an dieser Stelle nun lieber schnell das Weite. Textzeilen wie Fuck You, Fuck Your Friends, rest in shit motherfucker (Song: Executing Vengeance) oder The only comfort is death, everything fucking dies (Song: Psychological Crucifixion) stellen schon einen gewissen lyrischen Hochgenuss dar.

Fazit

Ein Hörgenuss waren die sieben Tracks mit einer Gesamtspielzeit von knapp 30 Minuten für mich nicht, Concrete treffen mit Free Us From Existence leider überhaupt nicht meinen Geschmack. Freunde von metal-lastigem Heavy Hardcore können jedoch ruhig selbst ein Ohr riskieren und sich ihre eigene Meinung bilden. Für mich folgen nun höchstwahrscheinlich zehn weitere Jahre ohne Concrete auf dem Radar.

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