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Dead Serious Recordings

Ich bin im Normalfall ja nicht so der Metalcore-Hörer, aber in das Album Superhuman von den Desasterkids hatte ich mich ziemlich verliebt. Also war es auch Ehrensache, das Konzert zu besuchen, wenn sie schon bei uns Station machen. Ein Donnerstag Abend in Neunkirchen ist immer so eine Sache. Es war eher im kleinen Rahmen, zumal Arktis an diesem Tag, der die offizielle Eröffnung der Superhuman 2.0-Tour war, noch fehlten.

Shellz

Dafür standen dann die super motivierten Shellz aus Idar-Oberstein auf der Bühne. Die Band hieß früher She Sells Sea Shells. Da ist Shellz natürlich ein griffigerer Name. Weiß nicht, ob deren Gitarrist sich noch an mich erinnert, wir haben mal beide für Iamhavoc geschrieben, genau wie der Fotograf, der eifrig Bilder schoss. Erkannt haben sie mich nicht, aber ich hab sie später bei Desasterkids auch nimmer gesehen. Egal, zurück zur Musik… Metalcore, mhm, naja, die Jugend… Tatsächlich habe ich mich diesmal doch etwas älter gefühlt, da ich den Altersdurchschnitt wohl schon etwas nach oben korrigiert habe. Deswegen wollte ich jetzt was zur Arroganz des Alters zu diesem neumodischen Kram schreiben, aber ich hab mir später auch noch die EP zugelegt. Denn unterstützenswert ist die Band auf jeden Fall, sind sie doch ein Anker in der Idar-Obersteiner, Bad Kreuznacher, Trierer, Saarbrücker Harcore- und Metalcore-Szene. Und haben auch einen Shouter, der voll Bock hatte. War auf jeden Fall ein schöner Auftritt, der auch ganz gut ankam hatte ich den Eindruck.

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Stäbruch Festival

Desasterkids hatte ich ja wegen meinem Review zu Superhuman (hier), dementsprechend habe ich dem Auftritt entgegengefiebert. Und ich sollte Recht behalten. Die Band spielt sehr tight auf der Bühne. In den ersten beiden Ansagen stellten sie dann auch gleich fest, das vor der Bühne doch etwas zuviel Platz ist und man sich doch eher einen intimeren Rahmen wünschen würde. So kams dann auch. Dann sahs auch gleich mehr aus, zumal sich die Reithalle noch ein bisschen füllte. Es war schon krass mit welcher technischen Brillanz die Gruppe ihre von den beiden Alben bekannten Lieder in die Menge feuerte.

Größte Überraschung war dann als Iain für Dead from the Inside die Akustikgitarre rausholte und die Band im Laufe des Songs langsam wieder auf die Bühne zurückkehrte. Größtes Highlight ansonsten war ihr Megahit Bulletproof. Auch sowas wie ein Circle-Pit gabs dann gegen Ende des Sets. Auch nett: statt auf die Zugaberufe zu warten, spielte man nach dem „letzten Song“ einfach noch einen und fragte das Publikum dann, ob sie noch einen wollen. So geht das! Und am Ende stand die Band noch für ein Meet & Greet bereit! Dienst am Fan steht bei ihnen auf jedem Fall hoch im Kurs!

Ein wunderschöner Abend!

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Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc (Archivversion: http://archive.iamhavoc.de/), veröffentlicht seine Beiträge aber jetzt hier.

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