DIE SHITLERS im Interview zu „This Is Bochum Not L.A.“

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Nuclear Blast

Die Shitlers veröffentlichen am 14. Juli 2017 ihr neues Album This Is Bochum Not L.A. über Weltgast music. Wir hatten das unsympathische Trio aus Bochum im Interview, indem wir mehr über das neue Album, ihre Rap-Kolumne im Splash!Mag und ihre derzeitigen Lieblingsbands erfahren konnten 😉

Interview mit Die Shitlers

AFL: Mahlzeit! Könnt ihr DIE SHITLERS für alle, die euch bisher noch nicht kennen, einmal kurz vorstellen? Mit welchen drei Worten lasst ihr euch am besten beschreiben?

M: Bitte nicht so Scheiß-Fragen, danke.

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F: Frei, sozial und antideutsch.

T: Ja, nein, vielleicht.

AFL: Bitte nur beschissene Antworten! Im Juli erscheint euer neues Studioalbum THIS IS BOCHUM, NOT LA. Was außer die Adaption  des Namens des legendären Kultsamplers This Is Boston, Not LA, habt ihr oder das Album noch gemeinsam?

M: Könnten alle Dein Vater sein.

AFL: Prima!

F: Das hat mit diesem Sampler überhaupt nichts zu tun sondern ist eine Hommage an die Bochumer Hardcore-Legende INHUMAN CONDITIONS. Deren Banger „This is Bochum not L.A.“ kann man hier hören.

AFL: Hört sich gar nicht mal so geil an.

T: Ich habe keine Ahnung was das alles soll. Ich fand’s witzig auf dem Cover nackt zu sein und Wölfi ist angezogen. Außerdem klingt das international.

Die Shitlers nackt und Wolfgang Wendland (Die Kassierer) angezogen.

AFL: Wie kam denn die Idee zum Albumtitel und was macht Bochum im Gegensatz zu Los Angeles so besonders? 😉

M: Schöner Dialekt.

F: In dem Titel wird in kleinster Weise Bezug auf Los Angeles genommen. Unsere Freunde aus Bochum wissen Bescheid.

T: Ich denke, für jemanden wie mich, der aus dem Ruhrgebiet kommt, ist eher Bochum normal und Los Angeles was Besonderes. Weil ich da noch nie war und wenig darüber weiß (Ausnahme: Gangstarap) kann ich das schlecht genauer beschreiben.

AFL: Wie kam die Zusammenarbeit zwischen euch und Slime Schlagzeuger und Ruhrpott Rodeo Veranstalter Alex Schwers zustande? Wie lief die Arbeit mit Alex im Studio? Hat er zuvor schon andere Bands produziert oder haben DIE SHITLERS Herrn Schwers „entjungfert“?

Die Shitlers total dicht.

M: Bitte nicht so Scheiß-Fragen.

F: Er hat schon total viel produziert, das kann man alles gar nicht aufzählen. Ansonsten empfehle ich euch unsere Videoblogs aus dem Studio, da hat Alex Schwers mit seiner Stimme sehr schön Schlagzeuggeräusche imitiert.

T: Alex kennen wir aus dem Internet, wir haben uns beim Gruppen-Tindern kennen gelernt. Die Arbeit mit Alex im Studio lief sehr gut, ohne ihn wäre vermutlich kein Album zustande gekommen. Alex Schwers hat noch nie ein anderes Album produziert, aufgenommen oder war sonst irgendwie beteiligt. Das war sein erster Gehversuch auf dem Bereich der Studio-Punkmusik.

AFL: Da fand ich seine Probeaufnahmen auch geiler. In einem Pressetext hab ich gelesen, dass sich DIE SHITLERS soundmäßig irgendwo zwischen RANCID und NOFX einordnen. Würdet ihr dem zustimmen? Was sind denn eure Einflüsse?

M: Bitte nicht so Scheiß-Fragen. Das haben wir schon hundert Mal beantwortet.

F: Meine Einflüsse sind hauptsächlich Fler und B.U.M.S.

T: Natürlich würden wir dem zustimmen, sonst hätten wir das ja kaum da reingeschrieben. Allerdings war es vielleicht auch ein Witz. Am besten hört ihr euch die Musik mal an und analysiert dann die Einflüsse, schreibt das in einen ergänzenden Anhang zum Pressetext und sendet uns das als schönes PDF-Dokument zu, damit das in Zukunft alle wissen.

AFL: Nö, kein Bock und keine Zeit. Euer Auftreten lässt mich teilweise immer wieder an DIE KASSIERER erinnern. Würdet ihr da zustimmen?

M: Ja, klar. Wir sind genau gleich.

F: Die Shitlers sind alberner und weniger politisch.

T: Ja, klar. Wir sind genau gleich.

AFL: Ihr singt in einem eurer neuen Songs „nur wegen Shitlers ist Punk wieder interessant“. Vermessen oder bittere Realität? Wie solltet ihr den Punk interessant machen?

M: Mit charmantem Witz und einer gewinnenden Art.

F: Mit einer Macher-Mentalität. DIY-Ethik trifft hier auf Gewinnmaximierung. Mehr kann man im regelmäßig erscheinenden Magazin „Business Punk“ nachlesen. Darüber hinaus empfehlen wir den Youtube-Kanal von Patrick Kreußel, dem Erfolgspunk.

T: Ich denke das ist sowohl vermessen als auch bittere Realität. Manchmal haben Dinge mehrere Seiten, von denen man sie betrachten kann, was dann unterschiedliche Urteile und Meinungen derselben Person zum selben Gegenstand zur Folge hat. Wusstet ihr das?

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AFL: Nööö, aber vielen Dank für die Aufklärung. Im Splash! Magazin erscheint von euch regelmäßig eine Kolumne über Rap-Musik. Könnt ihr uns dazu einmal den Hintergrund verraten? Welchen Bezug habt ihr zur Rap-Musik und wie passen Punk und Rap eurer Meinung nach zusammen?

M: Prinzipiell gut, also von den Inhalten her. Die Leute sind nur oft nicht bereit und/oder in der Lage.

F: Der Hintergrund ist, dass ein Redakteur des Splash-Mags kam und gefragt hat, ob wir an so einer Kolumne Interesse haben. Hatten wir. Wir bekommen dafür übrigens kein Geld und machen es nur für Ehre und Anerkennung. Rap und Punk sind beides momentan ziemlich angesagte Musikrichtungen. Und wo etwas los ist, sind die Shitlers nicht weit!!!

T: Rap und Punk passen für mich gut zusammen weil mich beides nicht interessiert. Ich spiele den ganzen Tag Playstation und versuche, der allerbeste zu werden.

AFL: Was sind denn für euch die gerade angesagtesten Rap-Musiker?

M: King Veganismus One und Dr. Alsan

F: Fler und Moe Mitchell.

T: Ich habe mir jetzt einen ganzen Haufen Witz-Antworten überlegt, aber finde die eigentlich alle bescheuert. Rap nervt gerade ein bisschen, ich höre aber gerne das neue Bushido-Album.

AFL: Und Punk-Bands?

M: Missstand.

F: Slime.

T: Missstand.

AFL: Dann checkt mal das Stäbruch Festival. Als Rap-Experten kennt ihr doch sicher SWISS. Hätte SWISS lieber beim Hip-Hop bleiben sollen oder findet ihr seine Band SWISS & DIE ANDERN auch so geil, wie viele?

M: Swiss sollte komplett aufhören.

F: Wir sind große Fans von Swiss. In seinem Video zu „Wir gegen die“ kannst du auch jemanden sehen, der ein Shitlers-Shirt trägt. Diese Person ist übrigens Olli von den Abstürzenden Brieftauben. Das Interessante daran ist, dass wir uns zum Zeitpunkt dieser Aufnahme eine Tür weiter befanden, es war nämlich im Backstageraum der Turbinenhalle Oberhausen bei „Punk im Pott“. Swiss hätte uns also problemlos in sein Video nehmen können. Ursprünglich hatten wir vor, ihn in jedem unserer neuen Videos prominent zu platzieren, aber aus gekränkter Eitelkeit machen wir das nun nicht. PECH GEHABT, SWISS!

T: Erst war er ein Zeckenrapper, jetzt ist er vermutlich eine Rapper-Zecke. Sein Äußeres ließe allerdings eine umgekehrte Entwicklung vermuten. Ich habe mir, glaube ich, außer dem Song für die Kolumne vor geraumer Zeit noch nie einen Track angehört. Eventuell bin ich aber teilweise auch großer Fan. Mir ist das eigentlich alles total egal.

AFL: Vielen Dank für das Interview! Die letzten Worte gehen raus an euch!

T: Ich möchte gern die Gelegenheit nutzen um Simon Maier zu grüßen, sowie Mario Gomez und Timo Werner (Fußball-Witz).

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Die Spotify-Playlist zu unserem Jahresrückblick: Best-Of Hardcore-Punk 2020:

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