Dödsrit – Mortal Coil ::: Review (2021)

Dödsrit zeigen auf ihrer dritten Langspielplatte "Mortal Coil" abermals beeindruckend atmosphärischen Blackcrust.

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Dödsrit spielen gehören zu den Bands, die den musikalischen Grenzen dieses Blogs mit ihrem Blackcrust beeindruckend nahe kommt. Einerseits ist die schwedisch-niederländische Musikkombo tief im (atmosphärischen) Black-Metal verwurzelt, was die Anzahl der Leser*innen bereits an dieser Stelle wohl schon merklich dezimieren wird. Andererseits stecken Dödsrit auch tief in den Untiefen des Crustpunk fest. Bildlich gesprochen klingt das musikalische Endprodukt dann wie Tragedy mit Corpsepaint.

Mit Mortal Coil veröffentlicht die Band am 28. Mai 2021 nun ihren dritten Longplayer. Und dieser reiht sich qualitativ nahtlos in die beiden (ziemlich fetten) Vorgängeralben ein. Der 11-Minuten Opener The Third Door überzeugt mit einem atmosphärischem Gitarrenspiel, verzweifeltem Gesang und stimmigen Breaks. Ziemlich guter, aber keineswegs leichter Einstieg in das schwarze 30 Minuten Inferno.  Shallow Graves wirkt hingegen etwas smoother. Mutmaßlich auch deswegen, weil es phasenweiser etwas entspannter und (crust)punkiger daher kommt als der Opener. Der Namensgeber des Albums, Mortal Coil, klingt hingegen herrlich verzweifelt und ist fast schon ne Uptempo-Nummer. Jedenfalls bis zur Hälfte des Songs. Dann bricht mal kurz die Hardcorepunk-Kante aus Dödsrit heraus. Lädt ein zum Tanzen und Headbangen. Herrlich! Für alle, die mit dem Genre des Blackcrust bisher nichts zu tun hatten, aber neugierig geworden sind, empfiehlt sich wiederum ein Einstieg mit Apathetic Tongues !

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Im Gesamten ist Mortal Coil keineswegs ein musikalisches Leichtgewicht. Hier spielt das Atmosphärische eine ebenso tragende Rolle wie der eher rotzige Crust. Letztendlich gehen zwei nicht unbedingt leicht zu verdauende Genre (wiedermal) eine überaus stimmige Symbiose ein. Ich finde Mortal Coil jedenfalls äußerst gelungen. Fans der Dödsrit-„Vorgängerband“ Totem Skin, den durchgeknallten Martyrdöd oder den düsteren Downfall of Gaia müsste die Platte eigentlich fraglos zusagen. Anhänger*innen von krustigen Knüppel-Hardcorepunk-Kapellen wie WolfbrigadeTragedy oder Skitsystem sollten die Platte auf jeden Fall mal antesten.

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