Nachdem es um Easy Money im vergangenen Jahr doch etwas ruhig wurde, gab es in den vergangenen Wochen doch einige Neuigkeiten um die Hardcore-Beatdown-Band aus Arizona. So verkündete man zum einen eine Europa-Tour mit Desolated, bei der man auch Halt auf dem Stäbruch Festival machen werde. Besagte Europa-Tour wurde dann noch um einige weitere Headliner-Shows erweitert und es wurde auch eine neue Split-Single veröffentlicht, die Vorbote von einem neuen Album ist. Grund genug also Sänger Troy ein paar Fragen zu stellen.

„Unser Debütalbum wird den Titel You Can’t Win tragen und schon bald über BDHW Records erscheinen.“

AFL: Ihr habt erst vor ein paar Tagen eine neue Split mit Bun Dem Out veröffentlicht. Wie kam die Idee zur Split und wie seid ihr für diese mit Bun Dem Out in Kontakt gekommen?

Wir haben die Jungs von Bun Dem Out kennengelernt als wir 2017 auf Tour waren und in London spielten. Diesen Winter hatten wir dann erstmals über eine mögliche Split gesprochen. Im Laufe diesen Jahres haben wir uns dann noch einmal über eine mögliche Split unterhalten und dann auch schnell entschlossen, dass wir sie auch umsetzen möchten.

- Werbung -
Stäbruch Festival

AFL: Ich finde, dass ihr auf den beiden Songs, die ihr der Split beigesteuert habt, wesentlich härter klingt als auf den Sachen, die ihr zuvor veröffentlicht habt. Nicht dass ihr davor „soft“ geklungen hättet, aber der Sound ist schon brachialer. Es geht auch etwas mehr hin zum Beatdown. War der Soundwechsel geplant?

Das war nicht wirklich geplant. Es hat sich mehr daraus ergeben, dass es bei unseren Shows bei den härteren „Sachen“ mehr zur Sache gegangen ist und die Songs einfach besser ankamen. Die beiden Songs der Split, Stalk und Nagase Kings, sind aber auch zwei der härtesten Songs unseres kommenden Albums. Wir haben die Tracks gewählt, da sie gut zur Split-Seite von Bun Dem Out passen. Das andere neue Material hat auch wieder etwas mehr Groove und mehr Hip Hop- und Hardcore-Einflüsse.

AFL: Du hast es bereits gesagt: Ihr werdet demnächst euer erstes Album veröffentlichen. Gibt es denn dazu schon weitere spruchreife Infos?

Ja – unser Debütalbum wird den Titel You Can’t Win tragen und wird gerade aufgenommen. Es wird wie unser letzter Output wieder über BDHW Records erscheinen. Wir haben zuvor die Split aufgenommen, um die Aufnahmemethode und unsere Songs zu „testen“. Die Split sollte auch etwas die Zeit bis zum Release des Albums überbrücken.

AFL: Welche drei Bands haben Easy Money am meisten beeinflusst?

  1. 43Urban
  2. New Jersey Hardcore
  3. Bad Seed

AFL: Im November kommt ihr auch endlich wieder zurück nach Europa. Ich denke, dass ihr euch sicher auch so riesig wie wir auf die Tour freut. An welche Erinnerung blickt ihr denn heute noch gerne von eurer ersten Europa-Tournee zurück? Und wie würdet ihr sagen unterscheiden sich denn die Shows hier in Europa zu denen in eurer Heimat Arizona bzw. USA im Allgemeinen?

Wir freuen uns wirklich riesig wieder zu euch zurück zukommen. Die besten Erinnerungen an unsere erste Europa-Tour sind die Reaktionen des Publikums. Wir haben viele sehr energiegeladene Shows gespielt, bei denen das Publikum auch ordentlich abgegangen ist. Das werden wir nie vergessen! Das Essen war auch sehr gut.

Ich würde sagen, dass sich unsere Szene in den Staaten mit der europäischen dahingehend unterscheidet, dass die Venues und Veranstalter bei euch viel professioneller sind als bei uns. Bei uns in Arizona gibt es mehr DIY-Locations wie Garagen, Keller oder Häuser, in Europa sind es richtig schöne Musikclubs mit guten Sound- und Klimaanlagen. In Arizona ist es immer brutal heiß, wenn man Shows spielt.

AFL: Ich glaube es ist generell viel heißer, haha – Klimanlage bekomme ich auch selten mit, dass ein Club sowas hat.

“Thank you everyone. Sorry the show was cut short, we are glad no one was harmed. This shouldn’t have to be said, keep gun violence out of the hardcore scene. Solve your problems another way”

Das hatte ich vor kurzem in der Timeline auf eurer Facebook-Seite gelesen. Was genau ist passiert? Ist Waffengewalt generell ein Problem bei Hardcore-Shows in Arizona oder war es ein Einzelfall?

Wir hatten eine Show in Downtown in Phoenix gebucht. Während der Band Upstarts kam es zu einem Streit. Als der Streit beendet schien, kamen die Beteiligten mit einer Waffe zurück und schossen auf das Haus, wo die Show stattfand, um einzuschüchtern. Ein Glück wurde niemand verletzt.

Es ist generell schon etwas anders bei Hardcore- und Rap-Shows in Arizona. Es passiert immer wieder, dass Menschen verletzt werden und es sind sogar schon Leute dabei gestorben.

Es war jetzt keine alltägliche „Sache“, aber es war trotzdem extrem bedauerlich, dass so etwas passiert ist. Der ganze Vorfall ereignete sich nämlich als wir beschlossen hatten, eine eigene DIY-Venue zu eröffnen, um so eine sichere Umgebung für uns zu schaffen und regelmäßig Shows zu veranstalten.

AFL: Ihr werdet im November auch auf unserem Stäbruch Fest spielen. Auf welche Bands freut ihr euch persönlich denn an dem Tag am meisten?

Stäbruch Fest 2019 mit Easy Money

Agnostic Front und unsere „Brüder“ Guilt Trip!

AFL: Wenn du eine Band auswählen könntest, mit der Easy Money auf Tour gehen könnte, welche wäre es und wo würde die Tour stattfinden?

Wir würden dann mit SIX FT DITCH durch die USA touren.

AFL: Hier ein paar Schlagworte – was kommt dir dazu als erstes in den Sinn?

  • Skatepunk: Lords of Dog-town, Rancid.
  • In-N-Out: Wir brauchen ein Sponsorship!
  • Straight Edge: Ein Versprechen an sich selbst zur Selbsterfüllung. Earth Crisis!
  • German Food: BIER & BRETZELN!
  • Vinyl: Eine komplette Darstellung einer Band – das Artwork, die Texte, die Musik, Farben, Insets – es ist alles ein Teil der Magie.
  • Crowdkilling: Das ist was Deutschland und Arizona gemeinsam haben. Es fördert die Aggression, die hinter der Musik steht.
  • AWAY FROM LIFE: Diese „Typen“ wissen was Hardcore-Punk ausmacht!

AFL: Danke für deine Zeit! Hast du noch etwas hinzuzufügen?

Danke an alle, die unsere neuen Songs ausgecheckt haben. Unser Debütalbum wird demnächst erscheinen!

EASY MONEY – EUROPA-TOUR 2019

08. NOV. Eisleben – OLOC Festival (GER) + Desolated
09. NOV. Untererthal – Stärbruch Festival (GER) + Desolated & 10 more!
10. NOV. Hannover – Lux (GER) + Desolated
11. NOV. Dortmund – Tyde (GER) + Desolated
12. NOV. Roeselare – De Verlichte Geest (BEL) + Desolated
13. NOV. Paris – Gibus Club (FRA) + Desolated
14. NOV. Weinheim – Café Central (GER) + Desolated
15. NOV. Trier – Lucky’s Luke (GER) + Desolated
16. NOV. London – New Cross In (GBR) + Desolated
17. NOV. Manchester – Rebellion Bar (GBR) + Desolated
18. NOV. Gouda – So What! (NLD)
19. NOV. Geleen – Café De Meister (NLD)
21. NOV. Zürich – Werk 21 (CHE)
22. NOV. Schwäbich Hall – Club Alpha 60 (GER)
23. NOV. Erfurt – Predigerkeller (GER)
25. NOV. Munich – Backstage (GER)
26. NOV. Bamberg – JUZ (GER)

- Werbung -
Demons Run Amok

Beitrag kommentieren

Bitte gebe dein Kommentar ein
Bitte gebe dein Name ein