Ich muss schon sagen, das Jahr 2019 hat bereits einige Albenklassiker hervorgebracht. Und es ist noch nicht zu Ende. Und das, wo in der übrigen Musikszene das Album an sich immer mehr an Bedeutung verliert. Grade 2 sind eine fantastische Band, die ich bereits 2017 zum Interview zitierte, damals noch zu ihrem zweiten Album Break The Routine (Review hier). Schon zu dieser Phase ihrer Karriere sagte ich ihnen eine große Zukunft voraus. Und ja, die Band von der Isle of Weight hat es nun zu Hellcat Records geschafft. Ihr wisst schon… Tim Armstrong/Rancid. Der hat auch gleich die Produktion für das Album übernommen.

War das 2017er Album noch relativ Oi!-lastig, so ist Graveyard Island, der Name und Titeltrack eine Anspielung auf die rege Abendunterhaltung auf der Isle, ein melodisches Punkrock-Album par excellence. Schon der Eröffnungstrack Tired of It, der vom orwellschen Überwachungsstaat handelt, knallt einen derart hart in die Birne, das man das Lied tagelang nicht aus dem Kopf kriegt. Mit On the Radar gibts noch einen weiteren Track mit politischen untertönen. Und ja, so geht es weiter. Selten so druckvollen und dennoch melodiösen Punkrock gehört. Fast jeder Song ein Hit. Zum Saufen und Feiern lohnen sicherlich Don’t Look Back, Johnny Aggro und Dover Street, zum Prügeln gibts die Bowling Green Lane. J.S.A. ist dann die Ode an die Working Class.

Man merkt, das an vielen Tracks Tim Armstrong mitgeschrieben hat und auch Jesse Michaels (Operation Ivy) hatte seine Finger im Spiel. Doch Grade 2 haben ihre eigene Identität nicht verloren. Ein großes Album!

Tracklist

1. Tired Of It
2. Reality Is Calling
3. Graveyard Island
4. Look Up
5. Murder Town
6. Don’t Look Back
7. Johnny Aggro
8. Bowling Green Lane
9. Dover Street
10. J.S.A
11. Monsters
12. On The Radar

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Gripweed ist Wikipedianer mit Leib und Seele und das, was man gemeinhin als Musiknerd bezeichnet. Musikalisch ist er in vielen Genres beheimatet, wobei er das Exotische und Unbekannte den Stars und Sternchen vorzieht. Eine Weile bloggte er auch auf blogspot.de und war Schreiberling des leider eingestellten saarländischen Webzines Iamhavoc (Archivversion: http://archive.iamhavoc.de/), veröffentlicht seine Beiträge aber jetzt hier.

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