Zugegeben, ich war recht skeptisch als ich das neue Machwerk von New Found Glory startete. Was ich aber dann auf die Ohren bekam, sollte mich ziemlich überraschen.

Zwar gab es mit Greatest Of All Time vorab eine Single, die mir sehr gut gefallen hat. Aber die vier Jungs aus Florida hatten es schon 2004 bei ihrem Album Catalyst geschafft, mit Truth Of My Youth gerade einmal einen schnellen, punkigen Song unter eine Menge Pop-Grütze zu mischen. Auch die Veröffentlichungen der letzten Jahre weckten bei mir eher den Eindruck, dass man diese Band getrost abschreiben kann. Zum Glück war meine Hoffnung noch nicht ganz erloschen.

New Found Glory (2020)
New Found Glory (2020)

Trotz der eher mäßigen Ausgangsituation habe ich mich an Forever + Ever X Infinity gewagt. Und das wurde belohnt: Nie war die Dichte schneller Pop-Punk-Songs auf einem ihrer Alben höher. Nie waren mehr Einflüsse aus dem Hardcore hörbar. Dass sie dieser Art Musik nicht abgeneigt sind, hatten sie schon mit Cover-Versionen diverser Titel von Bands wie Shelter und Lifetime bewiesen oder auch bei ihrem Fun-Nebenprojekt International Superheroes Of Hardcore.

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Ob die Herren in einer Midlife-Crisis stecken und es nochmal wissen wollen? Was auch immer der Grund ist, ich hoffe, dass auch zukünftige Veröffentlichungen wieder ähnlich klingen. Sicher, Forever + Ever X Infinity ist kein perfektes Album. Es gibt noch immer Tracks, die ich weiter skippe, weil sie mir dann doch zu poppig sind. Auch die obligatorische Schmalz-Ballade (More and more) gibt es. Dennoch werden es zweifellos einige Lieder in meine Playlist schaffen – und dort auch längere Zeit bleiben. Wer also noch etwas für seinen Sommermix sucht, sollte sich die neue Scheibe unbedingt zu Gemüte führen. Für mich sind New Found Glory damit schon jetzt ein heißer Anwärter für unser Ranking in der Kategorie „Comeback des Jahres“.

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