Nein,Oi!Gebroi sind ziemlich klar keine Grauzone, wie sie leider auch 2026 im Oi! relativ üblich ist. Das machen sie alleine schon durch den Titel ihrer mittlerweile dritten Veröffentlichung (nach zwei EPs) klar. Antifascist till we die, so der Name ihres selbst verlegten Debütalbums. Das der DIY-Gedanke auch seine Tücken hat, ist leider auch altbekannt, denn so habe ich zur Rezension eine sehr schöne farblich ansprechende Schallplatte bekommen, doch der Druck des Inlays hat leider nicht geklappt. Da hat die Band mir die Lyrics einfach per Schreibmaschine abgetippt und zugesandt. Nee, ich übertreibe, die Texte haben sie mir zugeschickt, aber nicht handgeschrieben (hatte ich übrigens auch schon). So bitter war das aber gar nicht nötig, denn auf der Bandcamp-Seite gibts die ja auch zu lesen und so schwierig sind die auch gar nicht zu verstehen.
Jo, was gibts zur Band zu sagen? Antifaschistische Skinheads, das sagt Name und Albumtitel, mit Bläsern und auch Sängerin, die sich die Vocals mit einem männlichen Part teilt. Kommen aus Köln und Bonn, saufen aber Hansa Pils. Nehme an, alles ist besser als Kölsch. Das Album liefert 9 Hymnen allerfeinsten Oi!s mit nicht nur antifaschistischen sondern auch antisexistischen und transfreundlichen Texten, die außerdem eine gewisse Vorliebe für oben genannte Hopfenschorlen erkennen lässt. Um nicht zu sagen: neben politischen Songs gibts auch was zum Saufen auf der Platte. Die Mucke geht gut nach vorne und wer Skinhead-Musik mag, wird diese Platte lieben. Ab und an erinnern die Vocals an den guten Otze, insbesondere beim weiblichen Gesang. Sind auch vier englische Lieder auf der Platte mit ganz okayem Englisch, mit leichter Schwäche beim „th“, aber wer hat die nicht?
Gibt nix an der Platte auszusetzen, ein schönes Stück Vinyl!
1. Das Warten hat ein Ende 01:51
2. Antifascist till we die 03:26
3. ACAE 03:01
4. 0,5Liter Liebe 03:21
5. Die Mitte 02:33
6. Szene ohne Helden 03:48
7. Respect the dolls 01:49
8. Never forgive 03:03
9. Eskalation 03:31
















