Nicht mehr lang, und die britische Pop-Punk Band ROAM veröffentlicht ihr sehnlichst erwartetes, zweites Studioalbum! Angesichts dessen und der Tatsache, dass ROAM sich im letzten Jahr als DIE Pop Punk Newcomer Sensation in der UK etabliert haben, muss ich darauf bestehen, noch ein paar Worte zu ihrem Debüt Backbone sagen zu dürfen.

Vorab mal Fakten, Daten und andere Zahlen: Backbone ist am 22.01.16 über das Label Hopeless Records veröffentlicht worden und ist das erste Full Length Album der fünf Jungs aus dem Süden Englands. Insgesamt gibt’s auf dem Album 11 Songs und ein Prelude zu hören; das Prelude The Desmond Show finde ich persönlich wirklich eine nette Idee: Ist so radiomäßig gestaltet und lässt auf ein geiles Album hoffen.

Der Auftakt zum Album funktioniert allerdings nicht ganz so wie sicherlich erhofft: Cabin Fever hat mich nicht wirklich überzeugen können. Die Lyrics sprechen nicht an und der Song bleibt einfach nicht im Kopf. Und das, obwohl der Song ein Gefühl beschreiben soll, das viele von uns hier wahrscheinlich alle nur zu gut kennen. (Für die, die mit dem Begriff „Cabin Fever“ nichts anzufangen wissen: Ist das Gefühl, wenn man von zu viel allein daheim sein bitter und traurig wird. Oder sowas. Ich musst’s auch googlen.)

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Jedenfalls geht’s danach aber steil bergauf, Team! Deadweight ist wahrscheinlich einer meiner persönlichen Favoriten: Der Song funktioniert einfach; hat Energie und Tempo, hebt die Stimmung und bringt Schwung in den Laden! Vergleichbar mit Neck Deeps What Did You Expect? ist Deadweight einfach ein Song, den man auf jeden Fall laut aufdrehen will. Mit Sicherheit ein echter Banger bei jeder Live-Show!

All The Same und Hopeless Case fahren das Tempo dann wieder ein bisschen runter. Zwei solide und sichere Nummern, mit denen man sicher nicht viel falsch machen kann. Für mich aber trotzdem zwei der eher schwächeren Songs des Albums.

Bloodline beginnt mit einer langsameren Einlage, legt aber dann nach einer kurzen Pause nach. Generell bekommt man als Zuhörer aber schon das Gefühl, dass nun die „emotionaleren Sachen“ behandelt werden sollen. RIP in Peace, der nächste Song auf der Platte, greift diese Stimmung auch wieder auf, obwohl man bei dem Titel wohl eher eine lautere, lustigere Nummer erwartet hätte (oder ging’s nur mir so?).

Der nächste Song ist definitiv unter meinen Top 3: Tracks ist ein herzzerreißend schöner Akustik Song, der wahrscheinlich jedermanns Östrogen-Haushalt durcheinanderbringt. Das Schöne an Full Length Alben ist, dass man sich endlich mal auch an solchen Nummern versuchen kann! Die Vocals sind diesmal „rauer“ als in den anderen Songs, was super zur Stimmung von Tracks passt (und mich ganz nebenbei gesagt an die älteren Songs der Band erinnern lässt). Ein wirklich süßer Song, der sicher jeden für sich begeistern kann und den ich mir persönlich immer wieder gern anhöre. Entschuldige, aber wer schneidet hier Zwiebeln?

Headrush ist bereits 2013 auf der EP Head Down erschienen, hat aber ein komplettes Makeover bekommen. Der Song hat für mich schon damals super funktioniert, jetzt ist er eben jünger und massentauglicher. Persönlich hätte es für mich keine Neuauflage des Songs gebraucht, die alte Version gefällt mir einfach besser. So ganz nach dem Motto „Never change a running system“.

Wie All The Same und Hopeless Case ist der nachfolgende Song Goodbyes ein ganz ordentlicher und sicherer Song würde ich sagen, allerdings finde ich ihn etwas stärker als die anderen beiden: Das angezogene Tempo, gepaart mit dem mitreißenden Refrain funktionieren für mich einfach besser.

Tell Me ist neben Tracks auch eher einer der ruhigeren Songs auf dem Album: Ich sehe, was die Jungs damit bezwecken wollten, so einen Song ans Ende vom Album zu packen: Sicherlich hätte das für ein schönes Finale sorgen können! Allerdings finde ich Tell Me eher langweilig: Der Anfang des Songs ist schon fast einschläfernd, und dieses Gefühl zieht sich beinahe durch den gesamten Song: Als wollten diese vier Minuten einfach nicht vorbeigehen! Dazu kommen die trockenen Lyrics, die sich die ganze Zeit nur wiederholen! Leider überhaupt nicht meins.

Zum Glück folgt zu guter Letzt der Song Leaving Notice, damit hatten die Jungs definitiv noch ein Ass im Ärmel! Der Song hat Tempo und Power, einen langsameren Part und ein großartiges Finale! So ein Song macht sich wirklich perfekt am Ende der Platte!

FAZIT

Alles in Allem ist’s für mich ein gelungenes Debüt: Ein knackiges, junges Album, das einfach auf den Ohren liegt. Die Vocals sind definitiv sauberer und der Sound kommerzieller als bei den beiden EPs Head Down (2013) und Viewpoint (2015); generell erinnert’s stark an alte Songs aus der Richtung. Wie wenn man einen alten Sum 41 Song hört in etwa.

Wie der Gitarrist Sam Veness mal gesagt hat: Man bekommt nur einmal die Chance, sein Debütalbum zu veröffentlichen. Mit Backbone haben die Jungs aus Eastbourne definitiv etwas geschaffen, auf das sie stolz sein können.
„That’s it for the Desmond Show! Until next time: Good night.“

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– Playlist: Happy Release Day

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