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Insanity

Zum letzten Mal fand das SBÄM Fest im Herbst statt. Dies war Grund genug für uns die rund fünfstündige Reise nach Wels auf uns zu nehmen. Die Festivalgemeinde kam mal wieder in den umliegenden Gasthäusern und Hotels unter und machte Wels zu einem kleinen Ü-30 Punk-Städtchen. Das Festival war, wie immer, perfekt organisiert: Schneller Einlass, kein Warten vor der Bar und den Toiletten und eine angenehme Atmosphäre im Innenraum des Alten Schlachthofes.

Rantanplan

Los ging es für uns am Freitag mit Not Available, die ich schon ewig kenne, aber noch nie live gesehen habe. Motivierte Show der Band, der man aber ihr zunehmendes Alter ordentlich ansah und nach vier Liedern schon ordentlich die Luft fehlte. Trotzdem guter Anheizer, der am Ende nochmal das Cover Joanna brachte.

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Nach einer kurzen Trinkpause ging es weiter mit meinem persönlichen Highlight des Festivals, nämlich Rentokill, die eine ihren wenige Shows spielten. Sie zeigten eine perfekte Performance von vorne bis hinten, gespickt mit allen Klassikern von ihren Alben Antichorus und Back to Convenience. Gelungener Abschluss war das Cover Olympia WA., das dem Original in nichts nachsteht. Gefolgt wurde Rentokill von Death by Stereo, die wir nutzen, um alte Freunde zu begrüßen.

Wir machten weiter mit No Fun At All, die wie immer eine schnörkellose Show spielten und einen Hit an den nächsten setzten. Der erste Tag wurde abgeschlossen von den Bouncing Souls, die nichts falsch machten und alle vom Publikum geforderten Hits performten. Einzig der Sänger wirkte ein wenig lustlos und ängstlich bei all den Stagedivern. Im Pit merkte man den Zuschauern inzwischen ihr Alter ordentlich an, sodass das Ganze doch ein sanftes „Rumschubsen“ war.

Zusammengefasst ein starker erster Tag, der mir aber doch nochmal deutlich machte, wie alt das Publikum des Punks mittlerweile ist und Nachwuchs absolut nicht in Sicht ist. Vielleicht liegt das Ganze auch daran, dass seit Jahren die alten Helden der 90er abgefeiert werden, während neue, junge Bands vermehrt vor wenigen Leuten spielen bzw. deshalb gar nicht mehr touren…so tötet sich der Punk irgendwann selbst!

Tag 2 auf dem SBÄM!

Tag 2 begann für uns mit Buster Shuffle, die dem Publikum ordentlich einheizten…mir persönlich aber nichts gaben. Danach kamen aber Clowns und zeigten eine sowas von energiegeladene Show, die einfach nur Spaß machte. Dagegen wirkten Rantanplan im Anschluss ein wenig deplatziert, wurden aber trotzdem von den meisten abgefeiert. Den Abschluss des Festivals machten nach vielen Absagen Iron Chic, die es aber bei einer geringen Zuschauerzahl  schwer hatte…schade eine (ziemlich) neue Band mit viel Potenzial, die aber vielleicht aus den 90ern kommt? Wer weiß! Ich und ca. vierzig andere traten dem ganzen aber entgegen und feierten die Band bei jedem Song, sodass ich nach über einer Stunde und einem sehr platten Sänger zufrieden das Festival verlassen konnte!

Wie immer, war das SBÄM-Fest eine Reise wert. Alle „neuen Bands“, die am Nachmittag spielten, schaue ich mir doch lieber in kleinen Clubs, da kommt mehr Stimmung auf.

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Demons Run Amok
 

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