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25 Jahre SKIN OF TEARS = 25 Jahre hochqualitativer Skatepunk! Man lehnt sich sicher nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man das Trio aus Wermelskirchen zu den besten Melodic-Hardcore Bands Deutschland zählt. Das Jubiläum feiern SKIN OF TEARS dabei nicht zu kurz – und das schöne ist, dass sie uns daran teilnehmen lassen. Wir konnten mit Andi (Schlagzeug/Gesang) und Toto (Gitarre/Gesang) über das Jubiläumsfestival, das neue Album Fake My Day und 25 Jahre SKIN OF TEARS reden.

SKIN OF TEARS im Interview – 25 Jahre Punk-Rock!

Skin Of Tears - Skate Punk
Interview mit Skin Of Tears.

„Man merkt wie schnell man sich wieder in dem ganzen Punkrock-Zirkus eingegroovt hat“

AFL: SKIN OF TEARS wird 25! Ihr feiert am 1. und 2. Oktober euer 25jähriges Bandjubiläum in euer Heimat Wermelskirchen. Was genau ist wo geplant und wer feiert mit?

Andi: Natürlich findest das 25jährige Bandjubiläum im heimischen AJZ Bahndamm (in Wermelskirchen) statt….natürlich, weil das ist quasi unser Wohnzimmer.  Zu der genauen Planung und wer dabei ist, gebe ich mal weiter an den Bookingmeister Toto.

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Toto: Unser Ansatz bei der Bandauswahl war es, sowohl alte Weggefährten einzuladen, als auch Bands die uns – ohne das wir mit ihnen gespielt haben – gut gefallen und die vielleicht auch noch nie vorher im AJZ gespielt haben. Dabei geht es auch nicht nur um Skatepunk oder Melody Core, sondern um einen guten Mix, so dass es für uns und das Publikum spannend bleibt, und am besten so gut, dass die den Laden auch ohne unser Dazutun vollmachen. Das Budget spielte bei der Auswahl natürlich auch eine Rolle. Wir sind noch nicht ganz fertig mit dem Line-up, aber u. a. werden Rantanplan, Statues On Fire, So What, No Opinion, Cyanide Pills und Rasta Knast dabei sein. Und darüber freuen wir uns schon riesig!

AFL: Wenn ihr die vergangenen 25 Jahre Revue passieren lässt. Was waren die Höhepunkte von SKIN OF TEARS? Und was waren vielleicht eher schwierige Zeiten für euch und die Band?

Andi: Zu den Höhepunkten zählen für mich etliche Shows. Unter anderem die Support Shows vor Bad Religion oder Propagandhi, oder die Festival Gigs auf dem Bizarre oder With Full Force. Ein großes Highlight war auch die SKIN OF TEARS Tour nach und durch Indonesien. Das war schon eine gute Erfahrung. Die schwierigen Zeiten gehören manchmal auch dazu und wir können nicht sagen, dass wir die nicht gehabt hätten. Aus dem Grund sind die 25 Jahre ja auch netto!

Toto: Die Höhepunkte an einzelnen Erlebnissen festzumachen ist für mich nach so langer Zeit sehr schwer. Länder, Menschen, Abenteuer. Ich denke, einer der größten Höhepunkte für mich war, dass wir es geschafft und uns wieder zusammengerauft haben, um zusammen Musik zu machen und Spaß zu haben. Darauf das neue Höhepunkte unser Leben bereichern, hahaha. Über die Schwierigkeiten eine Band zusammenzuhalten und ohne stetig steigende Erfolgskurve motiviert weiterzumachen kann man Bücher schreiben, und davon gibt es auch schon viele.

AFL: Ihr konntet ja quasi mit allen großen Punk-Rock Bands der 90er spielen. Sei es Rancid, NOFX, Propagandhi oder No Use For A Name. Fehlt eine Band in eurer „Sammlung“ mit der ihr gerne noch einmal spielen würdet?

Andi: Wenn man ganz ehrlich ist (und das sind wir immer), steht in deiner Frage eine Band, mit der wir noch nie gespielt haben: NOFX. Unglaublich aber wahr. Es könnte tatsächlich sein, dass der Michael uns noch nicht kennt. Also wir hätten Zeit! Face To Face und die Mighty Mighty Bosstone stehen noch auf meiner Liste.

Toto: Auch auf die Gefahr hin, dass manche Bands mit denen man spielen will, dann wenn es soweit ist, für einen persönlich enttäuschend sein können, gibt es für mich noch neben den von Andi genannten: Toy Dolls, Descendents und für mich persönlich würde ich mich auch über Slime freuen.

AFL: Haha ok, dann hab ich falsch recherchiert! 2003 hattet ihr in Japan eine Chartplatzierung. Wie habt ihr davon erfahren und hättet ihr jemals mit sowas gerechnet?

Andi: Da wir damals einen Plattendeal in Japan hatten (bei Imperial Records, die eine Tochter von JVC waren oder sind), gab es da auch eine Kontaktperson, mit dem klangvollen Namen „Z“, der uns über so etwas informiert hat. Damit haben wir natürlich nicht gerechnet, aber wenn man so etwas hört oder liest, dann freut man sich natürlich. Auch wenn es irgendwie unwirklich ist, weil so weit weg und weil man die ganzen Werbeanzeigen, die man da zu lesen, nicht lesen kann.

Toto: Leider ist es nie dazu gekommen, dass uns das eine kleine Tour in Japan eingebracht hätte. Aber was nicht ist… Wir sind ja noch jung!

AFL: Nach 16 Jahren, 5 Alben und unzähligen Konzerten habt ihr euch 2007 zunächst aufgelöst. 2012 folgte das Comeback. Was hat euch dazu bewogen nach fünf Jahren doch wieder weiter zu machen?

Andi: Das war nicht geplant und kam in erster Linie von unserem alten zweiten Gitarristen (der 1998 ausgestiegen ist). Der wollte seinen 40ten Geburtstag feiern und dachte, dass es eine gute Idee wäre, wenn wir dort ein paar Songs spielen. Irgendwie hatten davon auch andere Veranstalter Wind bekommen und haben direkt angefragt, ob wir mit SKIN OF TEARS nicht wieder Konzerte spielen wollen. Aus der einmaligen Sache ist dann wieder das geworden, was man „Spaß an der Musik“ nennt.

Toto: …und es hat gar nicht weh getan. Man merkt eher, wie schnell man sich wieder eingegroovt hat, nicht nur musikalisch, sondern in dem ganzen Punkrock-Zirkus. Wobei ich vor allem durch das Konzerte veranstalten im AJZ Bahndamm und fleißigste Konzertbesuche weiterhin der „Szene“ nah geblieben bin. Aber mit eigener Band hat das natürlich eine ganz andere Würze.

Fake My Day – neues SKIN OF TEARS Album

Wir spielen immer noch melodischen Punkrock, versuchen also nicht auf Biegen und Brechen uns davon zu lösen, warum auch?

AFL: Am 15. Juni habt ihr mit „Fake My Day“ euer sechstes Album mit 14 neuen SKIN OF TEARS Songs veröffentlicht. Was kann der Hörer erwarten und wie zufrieden seid ihr selbst mit der Platte?

Andi: Erwarten kann der Hörer (und gerne Käufer) 14 abwechslungsreiche, gut produzierte und auf den Punkt gegarte Melodic Hardcore, Punk Rock, Skatepunk, Reggae und Hardcore Perlen. Fake My Day ist auf jeden Fall das bisher bestes SKIN OF TEARS Album…. Werbemodus: off!

Toto: 14 abwechslungsreiche Punk-Rock Perlen unterschiedlichster Spielart, mit viel Freude und guter Stimmung innerhalb der Band im richtigen Studio genau so aufgenommen, wie wir gerne klingen möchten. Die Platte kann sogar ich mir regelmäßig anhören, was bei eigenen Platten bei mir alles andere als die Regel ist. Vermutlich ein Sänger-Phänomen…

AFL: Die bisher beste SKIN OF TEARS Platte?

Andi: JA! Auf jeden Fall.

Toto: Ich mag es nicht, wenn andere Bands in Interviews ihre neuen Platten als das Beste, was sie je gemacht haben, bezeichnen. Aber was sollen sie sonst sagen? „Na, die geht so?“ – Trotzdem: ich schließe mich Andi´s Aussage aufrichtig an.

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AFL: Wie unterscheiden sich die Songs von euren letzten Releases?  Zwischen „Fake My Day“ und „Ass It Is“ liegen ja über 10 Jahre. Habt ihr in dieser Zeit neue musikalische und persönliche Einflüsse bekommen oder wolltet ihr am Sound von „Ass It Is“ anknüpfen?

Andi: Natürlich hat man in 10 Jahren neue Einflüsse bekommen. Sowohl musikalisch, als auch persönlich. In den 10 Jahren ist viel passiert und das spiegelt sich auch im Songwriting wider. Ich denke, dass die Songs auf „Fake My Day!“ einen Schritt vorwärts sind, zur „Ass it is„. Vom Songwriting, vom Sound und auch vom Artwork.

Toto: Wir spielen immer noch melodischen Punkrock, versuchen also nicht auf Biegen und Brechen uns davon zu lösen, warum auch? Das können wir am Besten und es gibt in dem Genre genug Platz um sich kreativ auszutoben. Ich weiß, das trifft vermutlich nicht auf breite Zustimmung, aber ich sehe das so. Spaceige Gitarrensounds, Samples und Loops und was weiß ich, das überlassen wir – zumindest aus heutiger Sicht – den Bands, die sich damit auskennen.

AFL: Sind dort auch schon ältere Songs enthalten, die ihr vor eure Auflösung geschrieben habt oder entstanden die Songs alle nach euren Comeback?

Toto: Da wir uns mitten in der Arbeit an einer neuen Platte getrennt haben, wäre es natürlich möglich gewesen, die Songs komplett zu reaktivieren. Aber eigentlich sind nur anderthalb aus dieser Phase. Das Gros der Songs ist erst an der Arbeit zum Album entstanden oder zum Teil, als ich ohne Band alleine auf der Couch (oder Andi beim Homerecording) saßen und einfach ohne Ziel vor uns hingeschrieben haben.

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AFL: Worüber handeln eure Texte und woher bezieht ihr eure Inspiration für diese?

Andi: Ich schreibe über Sachen, die mich beschäftigen, die mir Nahe gehen, oder die mir wichtig sind. Auf der Platte ist z.B. ein Song, in dem es inhaltlich über Krieg und Flucht geht.

Toto: Ich mag es nicht, mich festzulegen. Im Wesentlichen geht es mir so wie Andi. Ich kann am Besten über Dinge schreiben, die mich in irgendeiner Weise berühren oder aus einem Gefühl entstehen. Da ist es völlig unerheblich ob wütend über politische Missstände bin oder einfach gerade eine menschliche Enttäuschung verarbeite. Ich setze mir da keine Grenzen.

AFL: Ich finde das Artwork von „Fake My Day“ großartig. Wer kam auf die Idee und wer hat das Artwork umgesetzt?

Andi: Das kann Toto wohl am besten erzählen. Ich kann nur sagen, dass ich das Artwork auch grandios finde!

Cover von Skin Of Tears - Fake My Day
Cover von Skin Of Tears – Fake My Day

Toto: Das Artwork ist von einem Grafikdesigner „ZU Yande“ aus Paris (haha, das klingt ja nobel). Ich habe Konzertplakatentwürfe für diverse Bands von ihm gesehen und glücklicherweise den Kontakt bekommen. Er war auch direkt interessiert und hatte auch schon von uns gehört. Er hat einen unglaublich guten Comic-Stil und viel Humor. Wir haben uns über das Cover (es hatte noch keinen Titel) und SKIN OF TEARS unterhalten und kamen dann mit viel Spaß zu der Idee mit der Scheinheiligkeit vieler Menschen und natürlich auch in der „Szene“. ZU hat das Ganze perfekter umgesetzt, als ich das je vor Augen gehabt hätte. Wir haben bei der Entstehung viel gelacht, wenn auch nur schriftlich. Ich kann euch nur raten, dass ihr euch die Werke von ihn mal anseht!

AFL: Ihr habt in den letzten 25 Jahren ja weltweit Konzerte gespielt. Wo würdet ihr den gerne noch einmal Touren? Was habt ihr in der nächsten Zeit sonst so für Pläne?

Andi: Ich würde ja gerne sagen, dass ich mal in Kalifornien spielen würde, wenn da nicht die verdammte Fliegerei wäre. Aber gundsätzlich  gerne immer da, wo es warm ist.

Toto: Da ich Reisen liebe und das mit einer Band was völlig anderes ist, als sich mit einem Rucksack in den Flieger zu setzen, bin ich für eine Menge Ziele offen. Ob das immer so machbar ist, auch zeitlich, ist die Frage. Australien oder Brasilien fänd ich super, aber es muss ja nicht immer weit sein, liebes Punk Rock Holiday Festival (zwinker, zwinker)

AFL: Danke für das Interview. Habt ihr noch etwas, dass ihr loswerden möchtet?

Andi: DANKE euch…und gerne möchten wir uns auch bei allen bedanken, die uns bei Fake My Day geholfen und  unterstützt haben. Und es sollen gerne alle auf unsere Seite surfen www.skin-of-tears.de, uns bei Facebook und Instagram liken und gerne die Platte kaufen.

Toto: Dem ist nur noch hinzuzufügen, uns bei allen Lesern zu bedanken, die unsere Antworten bis hier hin geschafft haben, denn dann könnt Ihr die Platte völlig unbeschadet einkaufen, haha.

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Die Spotify-Playlist zu unserem Jahresrückblick: Best-Of Hardcore-Punk 2020:

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