Slope haben ihren Sound gefunden. Und statt ihn auf Same Kids. Just Louder. wieder in Frage zu stellen, machen die Duisburger genau das Gegenteil: Sie konzentrieren sich auf das, was sie einzigartig macht. Die Vorgängeralben Street Heat und Freak Dreams lebten davon, dass die Band unvorhersehbar aufspielte und an jeder Ecke irgendwo abbog. Auf dem neuen Album lässt die Formation den gewohnten Mix aus Hardcore, Funk, Hip-Hop und Nu-Metal nun einfach mal laufen und geben damit den massiv groovigen Songs den nötigen Raum sich voll zu entfalten. Die Musik wirkt dadurch weniger chaotisch und deutlich fokussierter, ohne langweilig zu werden. Same Kids halt.
Slope sind auch als Live Band eine absolute Granate und das Album fängt diese Energie super ein. Bass und Schlagzeug treiben die Platte voran und darüber wechseln sich Funk Gitarren, schwere Riffs, Raps und Shouts ab ohne den Rhytmus des Albums zu brechen. Zusammengehalten wird das Ganze von den breiten 90er Crossover Einflüssen irgendwo zwischen den Beastie Boys, Rage Against The Machine und den Blood Sugar Sex Magik Ära Red Hot Chili Peppers. Doch trotz der klaren 90er Prägung wirkt der Sound der Band nicht nach Retro Mash-Up. Aus den einzelnen Komponenten zimmern Slope eine moderne eigene Nische zusammen, die jede Menge Platz für eine breite Soundpalette lässt. Das lässt sich auch wunderbar an den Features erkennen, denn da wird die ganze Bandbreite abgebildet. Zusammen mit den Beatdown-Veteranen Nasty liefern sie den härtesten, klar vom Hardcore inspirierten Song der Platte ab und für das zweite Feature holen sie die Pop-Punker State Champs ins Boot um den radiotauglichsten Song des Albums vorzulegen. Genau zwischen diesen Grenzen bewegen sie sich auf Same Kids. Just Louder. und darin liegt die große Stärke des Albums.
Slope müssen nicht mehr beweisen wie viele Genres sie gleichzeitig unter einen Hut bekommen. Die Elemente bekommen nun mehr Platz und entfalten dabei mehr Wirkung. Das Album ist immer noch verspielt, abwechslungsreich und kreativ, aber wesentlich zielgerichteter als seine Vorgänger. Und durch die glasklare und hochwertige Produktion kann man den Volumenknopf schön aufdrehen. Same Kids. Just Louder. hält was es verspricht und trifft voll ins Schwarze.Ein toller Schritt in die richtige Richtung und mit Sicherheit das bisher beste Album der Band.

















