Photo by Michelle Olaya
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Dedication Records

Wir hatten im Rahmen der Persistence Tour 2018 die Möglichkeit mit Terror Schlagzeuger und Piece By Piece Frontmann Nick Jett ein Interview zu führen. Dort sprachen wir über seine Tätigkeit als Produzent, ein neues Terror Album und welches Schlagzeug er benutzt.

Nick Jett - Schlagzeuger - Terror
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Wir wollen die Songs im Mai aufnehmen. Das Album soll dann im Oktober erscheinen.

AFL: Hi Nick! Es ist schön dich und die Jungs von Terror wieder zu sehen. Unser letztes Interview war im Jahr 2015 und mein erstes für AWAY FROM LIFE. Wie geht’s es dir seitdem?

Nick: Ich kann mich nicht beschweren. Mir geht es prima!

AFL: Der erste Teil der Tour begann vor ein paar Tagen. Wie ist die Tour soweit?

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Nick: Es ist großartig, es ist einfach. Wir fahren mit dem Bus und müssen nichts tun. Wir kommen da hin, wo wir 30 Minuten spielen müssen und das war’s.

AFL: Was kommt nach der PERSISTENCE TOUR als nächstes auf dich zu? Hast du Aufnahme- oder Mixing-Sessions geplant, und wenn ja, für wen?

Nick: Ich mache momentan Demo-Sachen mit Take Offense, einer Band aus Chula Vista, Kalifornien. Wir machen eine Art Demo für Werbezwecke, um für sie nach Labels und anderem zu suchen. Das ist im Grunde das, was ich gerade mache und wenn ich zurück in den Staaten bin werde ich daran weiterarbeiten.

AFL: Kannst du uns etwas über deine musikalischen Wurzeln erzählen bevor du bei TERROR eingestiegen bist?

Nick: Mein Vater ist Schlagzeuger und in der Familie meiner Mutter sind eine Menge Musiker. Ich wurde in meiner Kindheit mit einer Menge Arten von Musik konfrontiert, von R6B, Soul, Punk-Rock und Heavy Metal bis hin zu klassischer Musik und Jazz. Mein Vater war in den frühen 80er Jahren in der Punk-New-Wave-Szene in LA und Hollywood. Er hat mich mit Punk Rock bekannt gemacht und das ist es, was mich am meisten anzog bis ich dann zu Hardcore wechselte. So fing alles an.

AFL: Was für ein Schlagzeug verwendest du im Studio bzw. auf Tour?

Nick: Ich habe einen Vertrag mit Spaun Drums. Das ist eine Firma aus Kalifornien. Wenn sie im Studio nicht gut klingen würden, würde ich sie nicht benutzen, aber sie klingen wirklich gut. Ich habe ein paar verschiedene Spaun Kits. Eins habe ich sogar extra hier für Europa. Das bleibt auch hier in Deutschland stehen. Das benutze ich dann immer, wenn wir hier auf Tour sind. Die anderen Kits, die ich in den Staaten habe, benutze ich auf Tour oder im Studio, wenn wir Sachen aufnehmen.

AFL: Was ist deiner Meinung nach am besten um ein Drum Kit abzunehmen – Live vs. Studio. Und welche Mikrofonart?

Nick: Es ist eigentlich ziemlich ähnlich. Normalerweise gilt: Je mehr Mikrofone desto besser ist es. Da man später beim Mischen und Aufnehmen einfach mehr Möglichkeiten hat. Man kann immer Mikrofone herausnehmen, wenn man sie nicht braucht. Normalerweise ist es die gleiche Menge an Mikrofonen, die der Unterschied für die Aufnahme wäre. Im Studio sollte man empfindlichere Kondensatormikrofone verwenden. Ich benutze ein Neumann-Mikrofon für die Außenseite der Kick Drum im Studio. Die ist supersensitiv – man bekommt so diesen Boom-Sound. Man würde die niemals live benutzen, da es nur ein Haufen Lärm wäre Man kann auch Raummikrofone im Drum Room verwenden, wenn man aufnimmt, dann klingt es nicht wie eine kleine Box.

Nick Jett (ganz links)

AFL: Was sind die besten Stative, Pedale, Becken und was ist deine bevorzugte Hardware? Gibt es einen großen Unterschied zwischen Herstellern und Preisklasse?

Nick: Es kommt darauf an, was funktioniert. Es macht keinen großen Unterschied für mich. Spaun macht eine Menge Hardware. Ich benutze sämtliche Spaun Hardware, sie machen Bass Drum Pedale und alles Mögliche, und ich benutze es.

AFL: Du hast eine ganze Reihe von Hardcore-Bands produziert, aufgenommen und gemixt. Was ist dein Favorit?

Nick: Hmm (hält einen Moment inne, um nachzudenken), ich hatte mittlerweile schon einige Releases dabei, die wirklich richtig cool waren. Eine davon war mit Sicherheit ein Album von Strife, in der ich Igor von Sepultura aufgenommen habe, der Schlagzeug für die Aufnahme spielte. Strife Gitarrist Andrew Kline und ich sind dafür nach Brasilien geflogen. Wir sind tatsächlich in Igors Studio gegangen oder eher in das, von dem aus er arbeitet. Wir produzierten und zeichneten Igors Drums in Brasilien auf. Das war wirklich ein richtiges Ereignis, das ich nie vergessen werde.

Wenn es Leute dazu ermutigt Shows zu besuchen und nicht nur faul auf der Couch zu sitzen, können Besucher ruhig Videos während unseren Shows filmen.

AFL: Ich kann mir nur vorstellen was er für ein Schlagzeug er hat…

Nick: Igor ist ein sehr geradliniger Schlagzeuger. Er spielt nicht jede Art von verrückter Scheiße – es ist nur sein Stil, der anders ist.

AFL: Du hast mit Crowned Kings auf ihrer Album Forked Road und dann auch auf ihrem neuen Album Sea Of Misery zusammengearbeitet, das am 23. März 2018 erscheinen wird. Wie bist du dazu gekommen, mit ihnen zu arbeiten? Wie sieht die Hardcore-Szene in Australien aus?

Nick: Ich habe diese Typen kennengerlent als Terror in Melbourne gespielt hat. Ich habe mit Makka, ihrem Sänger, gesprochen, dann haben wir uns ein paar Jahre lang E-Mails hin und her geschickt und versucht einen Zeitraum zu vereinbaren. Sie waren wirklich daran interessiert, mit mir zusammen zu arbeiten. Irgendwann haben wir einen guten Zeitraum gefunden und alle sind nach Kalifornien geflogen. Es kostete sie eine Menge Geld. Sie mussten nach Kalifornien fliegen, für ein Studio und die Aufnahmen bezahlen – abgesehen davon, dass sie für ein Wochenende in LAS Vegas waren (Nick grinst breit): Sie haben wirklich eine Menge Geld und eine lange Reise dafür aufgewendet. Für das zweite Album (Sea Of Misery) bin ich nach Melbourne, Australien geflolgen. Wir haben ein Studio für die Drums gefunden und dort aufgenommen. Die Gitarren, Vocals und Bass haben wir bei Bosty (Gitarrist) zuhause aufgenommen. Ich habe dann alles in Los Angeles gemischt. Sie sind großartige Jungs und arbeiten wirklich sehr hart. Sie verdienen alles was noch kommen mag!

AFL: Wie stehst du zur Hardcore-Szene in Australien?

Nick: Ich denke, es hat sich im Laufe der Jahre verändert. Das erste Mal als ich dort war, war 2003. Es war eine ziemlich kleine Szene, es gab nur ein paar Bands. Jeder war wirklich aufgeregt und kam zu Shows, aber es gab nur 2-3 verschiedene Bands im ganzen Land. Jetzt ist es wie auf jedem anderen Kontinent. Es gibt eine Tonne verschiedener Bands mit verschiedenen Stilen.

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AFL: Hat das Touren mit Hatebreed und Madball eine besondere Bedeutung für dich? Seid ihr wie eine große Hardcore-Familie?

Nick: Yeah, Hatebreed war eine der Bands, zu denen alle aufblickten, als sie anfingen. Sie waren eine Hardcore-Band, welche die Crossover-Richtung einschlug und dadurch vor einem sehr großen Publikum spielte. Sie zeigte so einigen Menschen Hardcore Musik. Das versuchen wir (Terror) auch zu tun. Die Tour ist auf jeden Fall etwas Besonderes für mich.

AFL: Terror wird ein neues Album veröffentlichen. Was ist der Plan?

Nick: Ja, wir planen die Aufnahmen im Mai und wir wollen das Album im Herbst veröffentlichen.

AFL: Habt ihr schon einen Titel und wie viele Songs werden auf dem Album sein?

Nick: Noch nicht. Wir haben einige Ideen für einen Titel und wir müssen noch ein paar Songs einspielen. Es wird wahrscheinlich eine LP sein, die im Oktober rauskommen wird.

AFL: Wie läuft es mit dem neuen Line-Up?

Nick: Unser neuestes Mitglied im Line-Up ist Chris. Wir sind seit Jahren Freunde und er passt perfekt.

AFL: Habt ihr vor, die diesjährigen europäischen Sommerfestivals zu spielen? Auf welches Festival freust du dich am meisten?

Nick: Ich weiß, dass wir auf vielen Festivals spielen, aber ich bin mir nicht hundertprozentig sicher welche. Ich weiß, dass wir auf dem Hellfest in Frankreich spielen. Ich freue mich immer darauf, dort zu spielen, denn es gibt immer eine gute Mischung verschiedener Bands. Ich denke auch, dass wir am selben Tag wie Turbonegro spielen. Auf die freue ich mich ganz besonders – ich bin ein großer Turbonegro Fan.

AFL: Was hältst du davon, dass Konzertbesucher Fotos und Videos von eurer Performance machen und in sozialen Medien veröffentlichen?

Nick: Ich finde es cool. Wenn es andere dazu bringt auch Shows zu besuchen, bin ich voll dafür. Wenn jemand faul auf der Couch sitzt und Pizza isst und eine geile Hardcore-Show auf Instagram sieht und ihn das motiviert zur nächsten Show zu gehen, bin ich immer dafür.

AFL: Hast du irgendwelche letzten Worte?

Nick: Haltet die Augen offen, wenn später im Jahr unser Album rauskommt. Wir werden auch noch drei weitere Male vor Ende dieses Jahres in Europa zurück sein. Checkt uns also live aus. Danke für das Interview!

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