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Gregor McEwan & Citizen Tim am 26. Januar 2018 in der Stummschen Reithalle Neunkirchen

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Man ist ja schon etwas verrückt… da besucht man an einem Freitag einen Tim, der eigentlich Marco heißt, und anschließend einen Gregor, der eigentlich Hagen heißt… Dazu setzt man sich an einen Tisch und trinkt ein Bier. Also, es war mal wieder Singer-Songwriter-Tag in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen. Präsentiert vom Rolling Stone Magazin spielte Gregor McEwan auf, der früher bei Helter Skelter aktiv war. Damit sind wohl auch seine größtzen Inspirationsquellen offen gelegt: Beatles und Star Wars. Hä Star Wars? Nun, dreht mal seinen Namen um und denkt an Obi-Wan. Nein, nicht Guiness Alec… Ach egal… Weiter im Text:

Es ist mir immer eine Freude Citizen Tim zu sehen. Nicht nur ein netter Kerl, nein, auch musikalisch hat er es drauf. Demnächst soll sein Debütalbum über Midsummer Records erscheinen. Seine EP habe ich ja bereits abgefeiert (siehe hier). Er ist ein sehr ruhiger Liedermacher, der auch während der Ansagen stets freundlich, fast schon schüchtern erzählt. Und so erzählt er von einem Typen, mit dem er letzte Woche SNES gespielt hat, irgendein NBA-Spiel und natürlich sitzt dieser Typ ebenfalls im Publikum, genau neben mir. Tja, so siehts im Saarland aus. Citizen Tim macht seinen Job wirklich gut und erntet auch mehr als Achtungsapplaus. Auch sein erstes Autogramm darf er schreiben und wie er mir später verschmitzt erzählt, sei ihm das auch recht schwer gefallen. Denn wie schreibt man einen Fantasienamen? Ob Bob Dylan solche Probleme am Anfang auch hatte?

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Gregor McEwan hat damit sicherlich nicht so viele Probleme. Immerhin redet er auf der Bühne auch mit Fabelwesen, wie R2D2, den er mit auf Tour nimmt, damit er sich nicht so einsam fühlt. Die aufblasbare Variante passt auch bequem in den Rucksack. Am Anfang hatte ich noch meine Bedenken, denn das erste Lied, da sang er mit so einer hohen Stimme, und ich dachte ich werde mal wieder Opfer davon, mir nie die Künstler anzuhören, die ich besuche. Aber noch mal Glück gehabt, das war der einzige Ausfall (aus meiner Sicht). Aber was dies zeigte: Gregor McEwan hat ein unglaubliches Stimmvolumen. Seine Stimme kann wechseln, nicht nur effektgesteuert, sondern auch im Song. Das Effekltgerät ist trotzdem wichtig, denn so werden Intros angesteuert und die Unterhaltungen mit R2D2 geführt. Ab und an durchbricht auch mal ein E-Gitarrenakkord die Stille. Denn das Publikum, wie Tim auch schon anmerkte, ist an diesem Abend sehr leise, ohne allerdings gelangweilt zu sein. Dafür macht sich McEwan doch etwas über sie lustig, als er beispielsweise Instagram erklärt (ohne zu Wissen, dass der Rezensent gerade dort gepostet hat). Ansonsten lässt er uns aber auch teilhaben an seinem Leben und ruft dazu auf, heute vor allem Schallplatten zu kaufen, denn Midsummer-Records-Boss ist da und der hat die ja schließlich auch released.

Einen Fauxpas begeht er jedoch: Neunkirchen hat keine neun Kirchen, hier wurde eine neue Kirche gebaut. Also handelt es sich prinzipiell um New Church, nicht Nine Churches… egal, in seinem Song From Brunswick To Munich wäre trotzdem kein passender Reim frei gewesen. Etwas aus der Reserve locken kann uns Gregor McEwan beim Titeltrack zu seinem letzten Album From A to Beginning, dessen fantastischen refrain er uns singen lässt (We come and go/We learn and grow/We all will die/under the same blue sky). Wunderschön! Wunderschön auch das anschließende Cover von Natalie Imbruglias Torn. Anstatt eines Zugabenteils folgt danach ein kleines Medley aus verschiedenen tollen Klassikern, darunter Octopus’s Garden, eines der wenigen Lieder, das Ringo geschrieben hat. Was war noch drin? Mhm, Tom Petty war dabei, Bob Marley, Mrs. Robinson, klar, Tears in Heaven, I’m Like a Bird… Auch was Deutsches, weiß nimmer was. Dann durfte das Publikum noch da bleiben und seltsame Bilder mitnoch seltsamen Schildern wie I’ve went to a Gregor McEwan concert and now I’m gay machen. Ich belasse es bei dem Erwerb einer Schallplatte und der Antwort „Ach nö“ auf die Frage, ob er etwas draufschreiben soll. Ihr iwsst schon, Fantasienamen, womit sich der Kreis wieder schließt.

Danke an Marco und Hagen für einen wunderbaren Abend!

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